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Leihrad für den Kurztrip nach Potsdam

Stahnsdorf Leihrad für den Kurztrip nach Potsdam

Mit Potsdam, Schwielowsee, Beelitz und Michendorf ist die Firma Nextbike bald flächendeckend in der Region vertreten. An Stationen können dann Räder ausgeliehen und am anderen Ort wieder abgegeben werden. Viele Stahnsdorfer wollen sich dem System anschließen – doch die Verwaltung mauert.

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Nextbike-Station in Potsdam-Drewitz. Stahndorf könnte dem Verbund bald beitreten.

Quelle: LHP/Dana Fiebig

Stahnsdorf. Ein geplantes Fahrradverleihsystem spaltet derzeit die Ausschüsse der Gemeinde Stahnsdorf. Konkret wird überlegt, in enger Abstimmung mit den Nachbarkommunen Teltow und Kleinmachnow zu prüfen, wie Stahnsdorf in das öffentliche Verleihnetz der Landeshauptstadt Potsdam, „Potsdam-Rad“, eingebunden werden könnte. An diesem System, das in Potsdam seit 2012 von der Leipziger Firma Nextbike betrieben wird, nehmen bereits Beelitz, Michendorf und Schwielowsee teil, in Kleinmachnow und Teltow wird gerade darüber beraten.

Kritiker in Stahnsdorf sind der Meinung, dass ein solches Angebot nicht sinnvoll sei, solange die Gemeinde nicht an die S-Bahn angebunden wäre und dass ohnehin alle Bewohner mindestens ein eigenes Fahrrad besitzen würden.

Die Verwaltung verwies in den Beratungen bislang darauf, dass nicht ausreichend öffentliche Flächen bereitstünden, um Stellplätze anzubieten. Außerdem seien erst kürzlich die Radschnellweg-Pläne von und nach Potsdam aufgekündigt worden. „Wenn unsere Gemeinde jetzt an das Verleihsystem angebunden wird, dann zäumen wir das Pferd von hinten auf“, erklärte Vize-Bürgermeisterin Anja Knoppke.

Die Befürworter des Projekts verweisen darauf, dass es schlecht wäre, wenn die Nachbargemeinden an das Verleihsystem angebunden wären und nur Stahnsdorf dazwischen nicht. Sie können sich in der Gemeinde drei Standorte mit je zehn Fahrrädern vorstellen, die Startkosten in Höhe von rund 17 500 Euro und jährliche Betriebskosten von rund 7500 Euro verursachen würden.

Doch auch der Hinweis, dass es sich zunächst nur um einen Prüfauftrag handle, konnte zumindest im Stahnsdorfer Finanzausschuss nicht ausreichend viele Mitglieder überzeugen, so dass der Antrag auf eine Empfehlung für die Gemeindevertretung knapp abgelehnt wurde. Im Sozialausschuss hingegen wurde einstimmig dafür entschieden, auch der Bauausschuss sagte Ja.

In Beelitz hatten sich die Befürworter des Ausleihsystems auch deshalb durchsetzen können, weil für die Stadt nicht nur Kosten anfallen, sondern auch Einnahmen winken. Denn 50 Prozent der Erlöse aus der Werbung, die an den Rädern angebracht wird, bekommt die Kommune. Die andere Hälfte geht an den Betreiber Nextbike.

Von Konstanze Kobel-Höller und Jürgen Stich

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