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Leisegang klar vorn, aber es reicht nicht ganz

Neuer Bürgermeister gesucht Leisegang klar vorn, aber es reicht nicht ganz

Der nächste Bürgermeister der Kur- und Kreisstadt Bad Belzig muss in zwei Wochen bei einer Stichwahl ermittelt werden. Dazu werden Roland Leisegang und Hendrik Hänig (SPD) antreten. Der Einzelbewerber aus Lütte lag am Sonntag deutlich vorn und verfehlte die nötige 50-Prozent-Mehrheit nur knapp.

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Roland Leisegang beim morgendlichen Urnengang.

Quelle: Andreas Koska

Bad Belzig. Der nächste Bürgermeister der Kur- und Kreisstadt muss in zwei Wochen bei einer Stichwahl ermittelt werden. Dazu werden Roland Leisegang und Hendrik Hänig (SPD) antreten. Wobei der Einzelbewerber aus Lütte den ersten Wahlgang am Sonntag mit Abstand für sich entschieden hat.

Demnach erhielt der politische Quereinsteiger 2749 Stimmen. Das sind 48 Prozent aller Wahlberechtigten. 1910 schenkten ihr Vertrauen dem sozialdemokratischer Mitbewerber, das sind 33,4 Prozent. Auf den Plätzen folgten Jan Eckhoff von den Linken mit 9,8 Prozent (600 Stimmen), Andre Schär (NPD) mit 6,2 Prozent (315 Stimmen), Torsten Slabon (parteilos) mit 1,2 Prozent (110 Stimmen) und Mike Kühnert (Piraten) mit 0,7 Prozent (43 Stimmen). Das letztgenannte Quartett hat sich damit aus dem Rennen um den Chefposten im Rathaus verabschiedet.

Insgesamt waren 9361 Wahlberechtigte aufgerufen, das nächste Stadtoberhaupt zu küren. Tatsächlich haben 5865 von ihrem Recht Gebrauch gemacht, wie Wahlleiter Heinz Friese noch am Abend informierte. Das sind 62,7 Prozent und deutlich mehr als bei der Kommunalwahl vor zwei Jahren, wo lediglich knapp 52 Prozent teilgenommen hatten. Bei der Bürgermeisterwahl 2008 lag die Beteiligung bei 57,33 Prozent. Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) hatte seinerzeit im ersten Wahlgang gegen immerhin vier Bewerber einen klaren Vertrauensbeweis bekommen. Nunmehr wird sie nach achtjähriger Dienstzeit in den Ruhestand wechseln. Die 63-Jährige war am Abend als Beobachterin im Rathaus.

Dort herrschte lange Spannung, Geduld war erforderlich. Denn selbst das Erreichen der absoluten Mehrheit schien für Roland Leisegang nicht ausgeschlossen. Erst die Auszählung der zahlreichen Briefwählerstimmen im Bürgerhaus brachte am späten Abend dann Gewissheit. Kurz nach 21.30 Uhr war das Ergebnis letztlich perfekt. Es muss nunmehr vom Wahlausschuss bestätigt werden. Das Gremium berät am Dienstagabend im Bürgerhaus.

„Für mich ist das – weil so nicht erwartet – eine Überraschung“, kommentierte Roland Leisegang das Votum. Schon mit seiner Kandidatur hatte der 51-Jährige für einiges Aufsehen über den Hohen Fläming hinaus gesorgt. Denn von 1980 bis 2013 war er Schlagzeuger in der Gruppe „Keimzeit“, hat sich aktuell als Geschäftsführer des Arbeits- und Ausbildungsförderungsvereins Potsdam-Mittelmark etabliert. Er gilt als Hoffnungsträger in den Ortsteilen.

Dort und gern in weiteren öffentlichen Auftritten will sich Hendrik Hänig mit seinen Positionen nochmals bekannt machen und auf seine kommunalpolitische Erfahrungen verweisen. „Ich hätte mir das Resultat gern anders gewünscht“, sagte der 32-Jährige am Abend am Rande seiner kleinen Wahlparty. „Das ist aber durchaus Motivation für die nächsten 14 Tage“, kündigte er an.

Von René Gaffron

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