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Liebe auf den ersten Blick

Borkwalde Liebe auf den ersten Blick

Von Berlin raus aufs Land: Diesen Traum hegen Viele. Carola Eckert und Ricardo Greiner haben ihn sich erfüllt. Ein Jahr ist es her, dass sie in ihr Holzhaus auf dem eigenen Grundstück direkt am Wald zogen. Den langen Arbeitsweg nehmen die Ex-Berliner für ihre neue Wahlheimat Borkwalde und Tochter Anna gern in Kauf.

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Zuzügler in Borkwalde: Carola Eckert (32) und Ricardo Greiner (37) wohnen seit Februar 2017 mit Tochter Anna und Hund Betty im Holzhaus in Borkwalde.

Quelle: Andreas Trunschke

Borkwalde. Wenn ein eigenes Haus, dann aus Holz. Da waren sich Carola Eckert (32) und Ricardo Greiner (37) sicher. Dass sie ihren Traum in der Holzhaussiedlung in Borkwalde verwirklichen würden, war dem Zufall geschuldet: In der Nähe ihrer Arbeitsstätten in Berlin und Werder hatten sie über das Internet nach einem bezahlbaren Grundstück gesucht. In der Waldgemeinde wurden sie fündig. Borkwalde sagte ihnen damals zwar noch nichts, aber sie fuhren hin und sahen es sich an: „Als wir wieder wegfuhren, war uns schon klar, dass wir hier her gehören“, erzählt Ricardo Greiner, „es war Liebe auf den ersten Blick“. Die anderen vorausgewählten Grundstücke hatten keine Chance mehr.

Traumhaus aus Holz gebaut

Seit Februar 2017 wohnt das Paar in ihrem Traumhaus aus Holz. „Bei meinen Eltern konnten wir das besondere Raumklima und die gute Wohnatmosphäre eines Holzhauses erleben“ erzählt Ricardo Greiner. „Außerdem wollten wir ein individuelles Haus mit Charakter“, ergänzt seine Lebensgefährtin Carola Eckert. Inzwischen gehören auch Töchterchen Anna und Labradorhündin Betty mit zur Familie.

Auf die Frage, was ihnen an der neuen Heimat gefällt, geben die Neu-Borkwalder gleich mehrere Antworten. Denn nicht nur der Preis und die Lage direkt am Wald sprachen für die Waldgemeinde. Carola Eckert schwärmt vor allem für die Borkwalder Lebensart: „Es ist nicht Stadt und nicht Dorf, sondern etwas Eigenes. Die Nachbarn sind freundlich, man kennt und hilft einander, aber niemand lauert hinter Gardinen“, sagt sie.

In der Nachbarschaft seien sie sofort offen aufgenommen und mit dem „Du“ begrüßt worden. Angelika und Bert vom Nachbargrundstück halfen mit Strom und Wasser aus. Nachbarin Siegrid überließ ihnen sogar den Wohnungsschlüssel, damit sie während des Baus Wasser und Toilette nutzen konnten. „Ein unglaubliches Vertrauen in uns Fremde“, sagt Eckert. Bis heute ist sie davon überrascht.

In Borkwalde erfüllten sich  Carola Eckert und Ricardo Greiner den Traum vom eigenen Haus

In Borkwalde erfüllten sich Carola Eckert und Ricardo Greiner den Traum vom eigenen Haus.

Quelle: privat

Carola Eckert und Ricardo Greiner erleben ihre neue Heimat als „weltoffen mit einer bunten Mischung an Leuten“. Dazu passt für sie auch, dass jedes Haus individuell aussieht. In der Nachbarschaft gibt es keine einheitlichen Häuserreihen wie in anderen Neubausiedlungen rund um Berlin. Der Slogan „Der bunte Ort zum Leben“, mit dem Borkwalde für sich wirbt, scheint Eckert und Greiner aus der Seele gesprochen.

In wenigen Minuten mit dem Hund im Wald

Für den 37-Jährigen bedeutet der neue Wohnort zwar einen weiteren Weg zur Arbeitsstelle in Berlin als früher. Bereut hat er die Entscheidung für Borkwalde bisher trotzdem nicht: „In Berlin habe ich Feierabend gemacht, hier komme ich nach Hause.“ Ihm gefällt, dass er mit Hündin Betty in wenigen Minuten mitten im Wald ist. „Wo sonst kann man so nah dran noch richtige Waldspaziergänge machen“, sagt er.

Dennoch gibt es Dinge, die sie in Borkwalde vermissen. Am dringendsten brauchen sie eine Betreuung für ihre Tochter, sei es in der Kita oder bei einer Tagesmutter. Sie haben sich bereits auf Wartelisten eingetragen. Auch ein Bäcker, ein Fleischer und andere kleine Geschäfte wären schön, sagen die beiden Zuzügler. Zum Supermarkt fahren sie sowieso mit dem Auto, da könnten diese Läden auch in Borkheide sein. Außerdem fehle ein richtiger Spielplatz, auch wenn ihnen die Spielgeräte auf dem Bolzplatz gefallen. Zu den offenen Wünschen gehört außerdem ein Hundeplatz oder gar eine Hundeschule.

Von Andreas Trunschke

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