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Potsdam-Mittelmark Liebevoller Blick auf die Stadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Liebevoller Blick auf die Stadt
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16:36 17.11.2016
Gabriele Karele: Blick vom Tienenplatz an der Havel zur Werderaner Heilig Geist Kirche. Quelle: Edith Mende
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Werder

Immer zeigen die Werderaner großes Interesse, wenn sich in der Stadtgalerie im Dachgeschoss des Schützenhauses die Türen für eine neue Ausstellung öffnen. Aber am Mittwochabend platzte die Galerie fast aus ihren Nähten. Die Vernissage zur 3. Bestandsaufnahme auf den Gebieten Malerei, Grafik und Plastik, ausschließlich von einheimischen Künstlern bestückt, war ein Riesenmagnet. Der Titel wird diesmal von einem Motto ergänzt: Werder wird 700 Jahre. Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) bezeichnete deshalb die Schau als einen Auftakt zum Festjahr, mit dem die Stadt 2017 ihr Jubiläum feiern möchte. Kurator Frank W.Weber erinnerte daran, dass vor acht Jahren mit eben solch einer Bestandsaufnahme der künstlerischen Potenzen Werders die Stadtgalerie an den Start gegangen war. Nun, anlässlich Ausstellung Nummer 47, herrschte Einigkeit darüber, dass die Stadtoberen seinerzeit eine kluge Entscheidung getroffen hatten, die obere Etage des Hauses Uferstraße 10 der Kunst zur Verfügung zu stellen.

So unterschiedlich die künstlerischen Handschriften, Techniken und Motive der 29 an der Ausstellung beteiligten Künstler auch sind, in nahezu allen Arbeiten spürt man die Verbundenheit mit der Landschaft, den liebevollen Blick auf das Zuhause an der Havel. Dabei ist nicht ausschlaggebend, ob jemand im Ort geboren wurde oder auf seinem Lebensweg hier strandete. Der Maler Hans-Joachim Stahlberg ist seit jungen Jahren Werderaner, hat heute sein Atelier auf der Insel. Mit einem großformatigen Ölbild, das durch Materialcollagen vervollständigt wird, nimmt er ganz direkten Bezug auf die Stadtgeschichte. „Werder, was immer bleibt“ nennt er sein Werk. Fischernetz, Pflückekörbe,Wein, Obst sowie Ziegel hat er dort zusammengeführt. Eine Schuffel, das liebste Gartengerät der Blütenstädter, lehnt in der Ecke. Die Südkoreanerin Chang-Ok Han ist seit einigen Jahren Wahl-Werderanerin. Ihrer Begeisterung für Stadt und Havellandschaft hat sie schon mehrfach künstlerischen Ausdruck verliehen. Nun präsentiert sie unter dem Titel „Unvollkommen aber schön“ ein außergewöhnliches Gemälde. Mit den klassischen Grundformen Quader, Quadrat, Dreieck und Kreis hat sie die Fläche vielfarbig gestaltet. Wer sich darin vertieft, dem werden die Teilchen zu schwirrenden Figuren. Im Zentrum zitiert sie Leonardo da Vincis Proportionsstudie des Menschen. Aus ein paar Schritten Entfernung erahnt man die Umrisse Werders. Von den Minutenskizzen Uwe Rabiens, zwei Porträts, die nur wenige Striche benötigen, über zarte Pastelle etwa von Anne-Kathrin Fuchs bis hin zu Öl- und Acrylbildern reicht, was die 3. Bestandsaufnahme dem Besucher bietet. Den charakteristischen Türmen Werders, den Inselgassen, blühenden Bäumen sowie üppigen Apfelernten begegnet man auf unterschiedliche Art beim Rundgang. Auch Kurator Frank W. Weber, der sich in der von ihm betreuten Galerie als Künstler bislang ziemlich rar machte, zeigt zwei Arbeiten, die Humor durchblitzen lassen. Neben dem „English breakfast in Werder“ steht sein „Hausgeist“, eine Installation aus Fundstücken. Die Ausstellung in der Stadtgalerie ist bis zum 8. Januar zu sehen.

Von Edith Mende

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