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Auf letzter Etappe wird’s eng im Bus nach Brück

Probleme im Schülerverkehr Auf letzter Etappe wird’s eng im Bus nach Brück

Der über Linthe nach Brück fahrende Linienbus ist oft überfüllt. Für Schüler gibt es mindestens auf der letzten Etappe meist nur noch Stehplätze. Der Busbetrieb kennt das Problem und will reagieren. Anders als im reinen Schülerverkehr sind in Linienbussen Stehplätze aber durchaus üblich. Das gelte auch für Grundschüler. Der zuständige Landkreis reagiert bisher nicht.

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Mehr als 85 Schüler kann der Bus nach Brück transportieren.

Quelle: Andreas Koska

Linthe. Es ist eng im Bus 542. Er rollt wochentags um 6.53 Uhr von Linthe in Richtung Brück. Der Linienbus bringt vor allem die Schüler zur Grund- und zur Oberschule in Brück. Er verfügt über 45 Sitz- und 41 Stehplätze. Insgesamt sind täglich um die 78 Schüler mit ihm unterwegs. „Es herrscht drangvolle Enge, aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die Großen eine Vormachtstellung haben und die Kleinen sind näse“, sagt Sandro Schröter. Der Linther Gemeindevertreter macht sich Sorgen um die Grundschüler. Er fürchte, dass es vor allem im Sommer bei großer Hitze aber auch bei einem plötzlich notwendigen Bremsmanöver zu einer Überlastung der Kinder oder gar zu Unfällen kommen könnte. „Wie ich erfahren habe, gibt es nur noch den Linienverkehr und keine Schülerbusse mehr“, erklärte der Abgeordnete in der jüngsten Sitzung der Linther Gemeindevertreter. „Dabei sollen Stehplätze für Schüler zulässig sein?“, fragte Schröter Amtsdirektor Christian Großmann.

„Für die Beförderung ist der Busbetrieb verantwortlich“, erklärte der Verwaltungschef. „Allerdings habe ich schon erlebt, dass die Firma gegebenenfalls einen zweiten Bus einsetzt“, so Großmann. Er bestätigte, dass es im Amtsbereich Brück ausschließlich Linienverkehr gibt. „Das ist nichts Neues, seit über 20 Jahren haben wir nur noch Linienverkehr“, erklärt auch Thomas Wetzel, der Chef des gleichnamigen Busunternehmens aus Cammer, das diese Strecke bedient. Im Unterschied zum Schülerverkehr, wo ausschließlich Sitzplätze zugelassen sind, sind im Linienverkehr auch Stehplätze erlaubt. „Wir fahren mit diesem Bus tatsächlich an der Kapazitätsgrenze“, räumt Wetzel ein. Er sieht die Verantwortung bei seinem Unternehmen. Sollte es auf der Linie dauerhaft so eng bleiben, will er reagieren. Zu den Engpässen sei es gekommen, da der Bus nun auch die Schüler aus dem Flüchtlingswohnheim im Gewerbegebiet Brück zur Schule bringt. Dort steigen inzwischen rund 30 Kinder zu. Dann ist es auf der verbleibenden Strecke für etwa fünf Minuten voll im Bus. Verärgert zeigte sich Schröter darüber, dass auf Beschwerden der Eltern beim Landkreis, der für die Bestellung von Buslinien und Kapazitäten zuständig ist, überhaupt keine Reaktion erfolgte. „Es gab bisher keine Antwort“, sagte Sandro Schröter.

Von Andreas Koska

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