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Linthe: Polizei und ADAC verabreden Projekte

Kooperation für mehr Sicherheit Linthe: Polizei und ADAC verabreden Projekte

Das ADAC-Fahrsicherheitzentrum Linthe und die Polizeiinspektion Brandenburg kooperieren künftig enger. ADAC-Geschäftsführer Göran C. Teke und Polizeidirektor Mathias Tänzer unterzeichneten am Montag in Linthe den Vertrag dazu. Unter anderem sind Jugendmessen und Verkehrstrainings für Flüchtlinge verabredet worden.

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Vertrag in Linthe besiegelt: Mathias Tänzer, Leiter der Polizeiinspektion Brandenburg an der Havel (links), und ADAC-Geschäftsführer Göran C. Teke (2. von links) wollen enger zusammen arbeiten.

Quelle: Stefan Specht

Linthe. Jugendmessen und Verkehrstrainings für Flüchtlinge sind einige der Projekte, die mit einer engeren Kooperation zwischen dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum Linthe und der Polizeiinspektion Brandenburg beflügelt werden sollen. Das ist am Montag unter den Chefs beider Häuser vertraglich besiegelt worden. „Beide Seiten wollen damit ihre schon seit Jahren bestehende Zusammenarbeit auf solide Beine stellen“, sagte Mathias Tänzer Polizeidirektor der Inspektion Brandenburg.

Unterdessen schmiedet Göran C. Teke erste Pläne. Eine Messe für Jugendliche – ähnlich der großen „You“ in Berlin – auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums Linthe könnte es noch in diesem Jahr geben, kündigte der ADAC-Geschäftsführer an. Derzeit arbeite sein Team daran, passende Partner zu finden. Mit der Polizeiinspektion sei ein wichtiger Grundstein gelegt.

Eine Messe für Jugendliche

Die Idee zur engeren Kooperation stammt von Freya Lindauer-Schulze vom Bereich Prävention der Polizei. „Wir arbeiten ja schon lange mit dem Fahrsicherheitszentrum zusammen. So sind wir gemeinsam in Oberstufenzentren und auch beim Start-up-day für Motorradfahrer schon Partner“, so die Oberkommissarin. Die Messe mit traditionell mehreren tausend Besuchern könnte zum Vorbild für weitere Veranstaltungen werden.

So soll die beschriebene Messe für Jugendliche nicht nur die Themen Verkehrssicherheit und -Erziehung beinhalten, sondern „könnte je nach gewonnener Partner viele Aspekte bis hin zur Job- und Ausbildungssuche abdecken“, sagt Göran C. Teke. Er selbst verhandle gerade mit einem großen Unternehmen in Potsdam. Sei dies gewonnen, würden andere sicher folgen, hofft der Geschäftsführer. Als möglichen Termin für die Veranstaltung nannte er das dritte oder vierte Quartal dieses Jahres.

Verhandlungen mit Potsdamer Unternehmen

Wesentlich schneller soll indes eine Veranstaltung für die in Brück untergebrachten Flüchtlinge auf die Beine gestellt werden. „Verkehrsregeln sind bei uns nicht die gleichen wie in anderen Ländern. Wir haben von Brückern gehört, dass sie Unsicherheiten im Straßenverkehr bei den ausländischen Menschen beobachten“, sagt Mathias Tänzer. „Besonders gefährlich kann das werden, wenn sie mit dem Fahrrad selbst Verkehrsteilnehmer sind.

In einem Kurs wollen wir daher Verkehrsregeln der StVO erläutern“, sagt der Polizeidirektor. So stellt er sich auch die weitere Zusammenarbeit mit dem ADAC vor. „Wir bringen unser Wissen und die Technik mit, das Fahrsicherheitszentrum stellt das Gelände und die Erfahrung der Trainer. Eine hervorragende Verbindung“, so Tänzer.

Wissen und Technik gegen Gelände und Erfahrung

Die Kooperation läuft unbefristet. Nach Angaben beider Partner soll dabei kein Geld fließen. Fahrsicherheitszentrum und Polizei bringen sich mit Personal und Wissen ein. Ziel der Polizei ist es, neue Gruppen wie Jugendliche und Senioren für die Aufklärungsarbeit zu erschließen. Für jede Zielgruppe wird es individuelle Veranstaltungen geben. Das Fahrsicherheitszentrum erhofft sich neue Kunden für seine Fahrsicherheitstrainings.

Termin: Die nächste Großveranstaltung auf dem Gelände des ADAC in Linthe ist der traditionelle Start-up-day für Motorradfahrer. Diese Aktion findet am 10. April statt.

Von Stefan Specht

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