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Linthe muss besonnen wirtschaften

Drohendes Haushaltssicherungskonzept Linthe muss besonnen wirtschaften

Der als wohlhabend geltenden Gemeinde Linthe droht möglicherweise ein Haushaltssicherungskonzept. Das wurde bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung in Deutsch Bork bekannt. Der Haushalt sei daher sparsam und wirtschaftlich zu führen, mahnte die Verwaltung. Investieren will die Gemeinde trotzdem – vor allem in den Wohnungsbau.

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Linthes Bürgermeister Ottheiner Kleinerüschkamp will in der Teichgasse neue Wohnungen herrichten lassen.

Quelle: Andreas Koska

Deutsch Bork. Der als wohlhabend geltenden Gemeinde Linthe droht möglicherweise ein Haushaltssicherungskonzept. Das wurde bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung in Deutsch Bork bekannt. Zwar verfüge die Gemeinde noch über 1,8 Millionen Euro, allein für dieses Jahr sei aber ein Minus von rund 480 000 zu erwarten. Der Haushalt sei daher sparsam und wirtschaftlich zu führen, mahnte die Verwaltung.

So sei für das laufende Jahr davon auszugehen, dass die Gewerbesteuereinnahmen gegenüber 2014 um rund 100 000 Euro zurückgehen könnten. Der Grund: Die Anzahl der ortsansässigen Betriebe habe sich von 55 im Vorjahr auf aktuell 38 reduziert.

Gemeinde investiert in Wohnungsbau

Investieren will die Gemeinde aber trotzdem. So sollen in der Teichgasse 1 beispielsweise neue Wohnungen entstehen. Für dieses Vorhaben sind insgesamt 700 000 Euro eingeplant. Auch im Gemeindehaus Alt Bork soll Wohnraum geschaffen werden. Hier wird mit Gesamtkosten von 150 000 Euro gerechnet.

Arbeiten an der Kita „Regenbogen“ belasten den Haushalt mit über 60 000 Euro. Für das Jahr 2016 sind unter anderem der Bau eines Terrassendachs, ein Sonnenschutz für die Sandkästen, Schallschutzarbeiten sowie ein Neuanstrich der Spielgeräte geplant.

Eine neue Hüpfburg für Dorffeste

Der Verein „Fläming-Esel Linthe“ kann immer noch mit einem Zuschuss von 30 000 Euro für den Erwerb des Vereinsgrundstücks rechnen. Aktuell wird der Wert des Grundstücks ermittelt, danach soll das Geld ausgezahlt werden.

Die Anschaffung einer Hüpfburg für Dorffeste dürfte vor allem die kleinen Bürger freuen – das Spielgerät schlägt mit 8 000 Euro zu Buche. Rund 70 000 Euro wird außerdem die Unterhaltung der Straßen verschlingen. Neben den laufenden Kosten wird eine Bodenwelle im Gewerbegebiet entfernt, der Einfahrtsbereich in die Westfalenstraße verbreitert, Material für die Gehwegsanierung in Alt Bork erworben und ein Beleuchtungskonzept erstellt.

Aufwertung des Festplatzes in Deutsch Bork

Besonders freuen dürften sich die Deutschborker über die Aufwertung ihres Festplatzes. Dort soll jetzt ein Stromverteiler installiert werden, dazu kommen eine neue Sitzgruppe, Bänke, Papierkörbe und eine Tischtennisplatte.

Ein düsteres Bild zeigt sich dagegen bei den Friedhöfen. Hier macht die Gemeinde in diesem Jahr einen Verlust von über 16 000 Euro – doppelt so viel wie im Durchschnitt der letzten Jahre. Grund für das Defizit ist die Sanierung der Friedhofsmauer. Eine Diskussion über eine Erhöhung der Friedhofsgebühr lehnten die Abgeordneten jedoch bisher ab. Obwohl der Kostendeckungsgrad dann bei 30-50 Prozent liege – je nach Friedhof, sei vorerst keine Angleichung der Gebühren an die Kosten vorstellbar. „Dies lehne ich kategorisch ab“, sagte Bürgermeister Ottheiner Kleinerüschkamp. Ob diese Einstellung bei einem Haushaltssicherungskonzept aufrecht erhalten werden kann, bleibt abzuwarten.

Von Andreas Koska

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