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Literaturherbst zum ersten Mal

Wiesenburg Literaturherbst zum ersten Mal

Der Wiesenburger Literaturherbst beginnt. Drei Wochen lang gibt es Schreib- und Dichterwerkstätten, Lesungen sowie Gesprächsrunden. Außerdem haben sich bildende Künstler mit dem Thema befasst. Freitag ist Vernissage, während am Sonnabend das Buch „Taxiblues“ vorgestellt wird. Stefan Strehler aus Hagelberg erzählt seine Erlebnisse aus der Großstadt.

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Stefan Strehler und Liedermacher Thomas Rottenbücher gestalten die Lesung „Taxiblues“.

Quelle: Balewski

Wiesenburg. Tag und Nacht auf den Straßen Berlins: Männer und Frauen steigen ein und aus. Auf der Rückbank eines Taxis werden Geschichten und mitunter Geheimnisse offenbart. Von Frauen, die an zu schweren Koffern tragen, von Arbeiter und Anzugträgern, von einem ehemaliger Waffenschieber, von einer alten Dame mit drei Lilien, von einer Prostituierte, von einem Dealer und einem Literaturnobelpreisträger – alle geben sich die Klinke des Wagens in die Hand.

Nachzulesen ist dies im Buch „Taxiblues“. Stefan Strehler hat es geschrieben und stellt es am ersten von drei Wochenenden des Wiesenburger Literaturherbstes vor.

Er beobachtet in seinen Erzählungen mit den Augen eines Taxifahrers, wie seine Fahrgäste mit dem Leben ringen. Es geht um Einsamkeit, Freiheit, Geld und immer wieder um die Liebe. Aber der Mann am Lenkrad ist mehr als ein stiller Beobachter. Er wartet insgeheim auf den magischen Moment, in dem sich alles verändert.

Der Inhalt des Werkes basiert auf Erlebnissen des Autors als Taxifahrer im Berlin der frühen 2000er Jahre. Teilweise bereits dort in der Kurzgeschichtenzeitschrift „Storyatella“ veröffentlicht, wurden für die vorliegende Buchausgabe alle Erzählungen überarbeitet und erscheinen zusammen mit neuen Texten erstmals in einem erzählerischen Zusammenhang.

Stefan Strehler, geboren in Esslingen am Neckar, studierte Publizistik und Theaterwissenschaften. Derzeit unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben in Berlin, hat mithin seine Erfahrungen als Ghostwriter und Journalist für Berliner Tageszeitungen und eben in der motorisierten Droschke. Mit seiner Familie lebt er in Hagelberg im Hohen Fläming. Gemeinsam mit dem Schmerwitzer Liedermacher Thomas Rottenbücher gestaltet der Autor die musikalische Lesung „Taxiblues“ am Sonnabend, 20 Uhr, in Mal’s Scheune.

Der Wiesenburger Literaturherbst, der zum ersten Mal stattfindet, beginnt schon am Freitagabend. Der Reigen reicht von Schreib- und Dichterwerkstätten, (musikalischen) Lesungen über Gesprächsrunden bis hin zur poetischen Safari. Täglich wird dazu ein Angebot unterbreitet.

Barbara Klembt hat die Begrüßung übernommen. Die langjährige Bürgermeisterin der Gemeinde Wiesenburg /Mark wird die Initiative allgemein würdigen und eine Gemeinschaftsausstellung eröffnen, die zu dem Anlass in der Alten Schule präsentiert wird. Unter dem Motto „ Wort! Bild! Land“ stellen dort Beate Simon, Katharina Chietti, Frieda Knie, Helga Holz, Melanie Escher, Daniel Kajari, Christiane Keppler, Sebastian David, Alma B. Fichtner, Rani B. Knobel, Victor Bisquolm und Thomas Wernicke aus.

Zudem bekommt Sebastian David in seiner Rolle als Pan Panazeh die Möglichkeit, Wort und Klänge auf den Punkt zu bringen. Los geht es am morgigen Freitagabend um 18.30 Uhr.

Von René Gaffron

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