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Locktow: Straßenbau-Beschluss vertagt

Bürger sollen befragt werden Locktow: Straßenbau-Beschluss vertagt

Dem Willen der Einwohner verpflichtet fühlt sich die Gemeindevertretung Planetal. Sie will vor dem Ausbau der Dorfstraßen in Locktow eine Anliegerversammlung einberufen. Die Bewohner sollen über den Ausbaustandard mitentscheiden. Das verschiebt nun jedoch den Beginn der Planung.

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Dass in Locktow in Sachen Straßenentwässerung Handlungsbedarf herrscht, ist für jedermann ersichtlich.

Quelle: Uwe Klemens

Locktow. „Die Alternative wäre, dass wir, wie bisher, auch in den nächsten Jahren mit einem Flickenteppich weiterverfahren, wodurch aber die Lösung des Problems nur aufgeschoben werden würde. Denn von dem, wodurch Locktow zum schönsten Dorf der DDR wurde, ist nicht viel geblieben.“ Schon die ersten Sätze von Niemegks Amtsdirektor Thomas Hemmerling auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Planetal waren eine Ernüchterung. Auf Wunsch des Locktower Ortsbeirates lag nun eine Beschlussvorlage zur Sanierung des Locktower Straßennetzes auf dem Tisch, über den die Gemeindevertreter fast eine Stunde lang debattierten.

So unumstritten die Tatsache auch ist, dass der Ortsteil die schlechtesten Straßen innerhalb der Gemeinde habe, so sehr befürchten einige Gemeindevertreter eine Kostenexplosion, mit der am Ende sowohl die Kommune, als auch die zur Kostenbeteiligung verpflichteten Anwohner überfordert sein könnten.

Umfangreiche Debatte

Die Hauptkritik in Richtung Amtsverwaltung gab es wegen den bislang nicht öffentlich gemachten Kostenschätzungen, die Bürgermeisterin Karin Commichau (parteilos) und Hemmerling mit maximal 1,5 Millionen Euro bezifferten. Genaueres zur Gesamtkostenhöhe und zum Anliegeranteil ließe sich erst dann sagen, wenn feststehe, welche Ausbauvariante gewünscht werde, so Hemmerling. Genau dafür brauche man von den Abgeordneten grünes Licht zum Beginn der Vorplanungen. Denn dass früher order später das teilweise marode Regenwasser und Straßenentwässerungssystem den gesetzlichen Normen angepasst werden müsse, sei klar. Umso früher das geschehe, desto eher könne auch der Gesamtzustand der vier kommunalen, innerörtlichen Straßen in Ordnung gebracht werden.

Doch die Skepsis überwog. Das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen und erst die Einwohner zu befragen, bevor geplant werde, forderte der Dahnsdorfer Walter Wieland (Wählergruppe Freie Bürger und Bauern). „Den Leuten sollte von Anfang an reiner Wein eingeschenkt werden. Dann können sie sagen, was sie genau wollen.“

Beschluss wurde vertagt

Auch wenn die Gesamtkosten ohne Vorplanung schwer einzuschätzen seien, hätte man längst eine Von-bis-Spanne errechnen können, lautete die Kritik von Christian Hoffmann (parteilos), der sich auch andere Gemeindevertreter anschlossen. Nicht nur den Bürger, sondern auch die Kommune könne durch hohe Baukosten in Bedrängnis geraten, befürchtete Walter Wieland weiterhin. Möglicherweise stünden dadurch sogar andere Vorhaben in der Gemeinde auf der Kippe, auch wenn er persönlich den Locktowern eine neue Straße gönne.

Der Antrag von Christian Hoffmann, den Beschluss zu vertagen und erst nach einer Einwohnerversammlung zu beschließen, beendete schließlich die Debatte. Alle sieben anwesenden Gemeindevertreter stimmten dem zu.

Von Uwe Klemens

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