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Potsdam-Mittelmark Lösung im Brückenstreit
Lokales Potsdam-Mittelmark Lösung im Brückenstreit
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19:57 23.01.2018
Im Juni 2017 trafen sich Menschen von beiderseits der Nuthe, um gegen einen ersatzlosen Abriss der Brücke zu protestieren, die Tremsdorf und Gröben verbindet. Quelle: Jutta Abromeit
Tremsdorf

Im Streit um die drohende Kappung der Ortsverbindung zwischen Tremsdorf und Gröben haben sich die beteiligten Kommunen, Landkreise und das Land hinter den Kulissen auf eine Lösung verständigt. Wie von Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) zu erfahren war, soll der marode Betonüberweg, den das Land abreißen will, durch eine neue Brücke ersetzt werden, die für Fußgänger, Radfahrer und für Landwirtschaftsfahrzeuge nutzbar ist. Für den Autoverkehr soll sie – wie die alte Brücke seit Jahren – gesperrt sein. Die Kosten für den Brückenbau über die Nuthe werden auf 360 000 Euro geschätzt.

Nach derzeitigen Stand soll der Landkreis Potsdam-Mittelmark die Federführung übernehmen und einen Fördermittelantrag fürs Projekt stellen, sagte Hustig. Der Landesstraßenbetrieb will sich am Vorhaben finanziell beteiligen, wie Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung im Landesbetrieb, bestätigte. „Das Land prüft, in welcher Höhe es sich beteiligen wird“, sagte er und fügte hinzu: „Dass wir etwas zahlen müssen, ist völlig unstrittig. In dem Zustand, in dem wir die alte Brücke abgeben, ist es eine Verpflichtung.“

Wie berichtet, gehören Brücke und Straße zwischen Tremsdorf und Gröben dem Land, das die hohen Kosten für Instandsetzung oder Neubau scheut, auf den geringen Fahrzeugverkehr verweist und Straße wie Brücke loswerden will. Geplant war ein ersatzloser Abriss der Brücke bereits in 2017. Dagegen hatte sich in Tremsdorf und Gröben und in deren Kommunen Nuthetal und Ludwigsfelde Widerstand formiert. Am Protest hatten sich auch wichtige Akteure wie der Tourismusverband Fläming und der Naturpark Nuthe-Nieplitz beteiligt. Naturparkleiterin Kordula Isermann hatte in einem Protestbrief ans Brandenburger Infrastruktur-Ministerium unter anderem darauf verwiesen, dass die Verbindung zwischen Gröben und Tremsdorf ein Teil der Teltow-Nuthetal-Route und damit ein wichtiges Tor zum Naturpark Nuthe-Nieplitz aus der Metropole Berlin ist.

Einen Zeitplan wollte Kai-Uwe Schwinzert, Sprecher des Landkreises Potsdam-Mittelmark, nicht nennen. Er verwies darauf, dass über die Fördermittel erst noch eine Einigung erzielt werden müsse. Dazu soll es Gespräche mit dem Landesministerium für Umwelt und Landwirtschaft geben, so Schwinzert.

„Unser Part wäre es, wenn alles fertig ist, es zu übernehmen – vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeindevertreter“, sagte Nuthetals Bürgermeisterin. Soll heißen: Stimmt die Gemeindevertretung zu, ginge die neue Brücke in das Eigentum der Gemeinde über. Ähnlich könnte die Prozedur aussehen bei der Übernahme der Landesstraße, die zur Brücke führt. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Gemeindevertretung zustimmt, wäre es dann so etwas wie ein kommunaler Rad- und Landwirtschaftsweg.“ Auch hier geht die Kommune von einer Beteiligung des Landes an einer Instandsetzung oder von einer Ablösezahlung für jahrzehntelang nicht durchgeführte Straßeninstandsetzungen aus. „Es muss ein Vertrag aufgesetzt werden, über den am Ende die Gemeindevertreter entscheiden“, so Hustig. Sie will Brücken- und Straßenproblem im Paket lösen. Sollte sich eine Einigung über die Straße länger hinziehen, könne man beides aber auch trennen. „Priorität hat die Brücke, damit die Ortsverbindung nicht gekappt wird.“

„Ich würde mir wünschen, dass noch dieses Jahr konkrete Schritte unternommen werden und möglichst schnell Fördermittel beantragt werden“, sagte Angela Schneider, die den Protest in Tremsdorf gegen einen ersatzlosen Abriss der Brückenverbindung mit organisiert hat. Sie verweist darauf, dass nicht mehr viel Zeit bleibt. Nach aktuellem Stand soll die alte Brücke 2019 abgerissen werden.

Von Jens Steglich

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