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Potsdam-Mittelmark Lokale Mimen sollen wieder auf die Bühne
Lokales Potsdam-Mittelmark Lokale Mimen sollen wieder auf die Bühne
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20:07 15.02.2018
Wollen wieder heimische Mimen auf die lokale Bühne bringen: Uwe Große-Wortmann (l.) und Steffen Löser. Quelle: H. Helwig
Michendorf

Die Michendorfer wollen wieder ihre Nachbarn und Freunde auf einer festen Theaterbühne in ihrem Ort sehen, sagt der Vorsitzende des Vereins „Bühnenfreunde Michendorf“, Uwe Große-Wortmann. Er hat mit ortsbekannten lokalen Laiendarstellern wie Mario und Bettina Schüning, Klaus-Dieter Becker, Kathrin Sasse und Thorsten Reimann die Theatergruppe „Die Michendorfer“ gegründet. Im Volkshaus in der Potsdamer Straße 42 sollen demnächst auch wieder heimische Hobby-Schauspieler zu sehen sein, so Große-Wortmann.

Dort spielten einige von ihnen früher schon einmal bis 2014 unter professioneller Anleitung eines Theaterregisseurs. Dann kam der Bruch zwischen der „Kleinen Bühne“ Michendorf und ihrem künstlerischen Leiter. Er untersagte den Mimen die weitere Nutzung der Theatereinrichtungen im Volkshaus, die er selbst angeschafft hatte. Die Truppe spielt seitdem im Gemeindezentrum „Zum Apfelbaum“ sowie in den Ortsteilen. Im Volkshaus hat sich die Volksbühne Michendorf mit Steffen Löser und Christian Schnell etabliert.

Ein „Abend mit Herricht und Preil“

Beide wollen den „Michendorfern“ ihre Bühne für die Proben und Aufführungen zur Verfügung stellen. Es ist höchstens ein Neuanfang für die passionierten Lokalmatadoren. Ein Schritt zur Beilegung des alten Streits aber keineswegs. Wer in der neuen Theatergruppe mitspielen will, darf wegen des Hausverbots kein Mitglied der „Kleinen Bühne“ sein, sagen Große-Wortmann und Löser. Ansonsten sei jeder willkommen, der gern einmal in andere Rollen schlüpft.

Mit einem „Abend für Herricht und Preil“ wollen sich „Die Michendorfer“ am 24. August erstmals öffentlich ihrem Publikum vorstellen. Die Veranstaltung soll keine bloße Kopie von acht Sketchen des legendären DDR-Humoristenpaares werden, sondern vielmehr eine Hommage an die beiden, meint Steffen Löser. Regisseur Christian Schnell hat Informationen über Herricht und Preil zu einem Porträt verwoben, das zwischen den Sketchen mit einer eigenen Michendorfer Note eingestreut werden soll. Sieben Aufführungen soll es in diesem Jahr geben.

Im nächsten Jahr vielleicht eine Komödie

Fürs nächste Jahr peilt Löser Fitzgerald Kusz’ Komödie „Schweig, Bub!“ für die Theatergruppe an. Das Stück sei das meistgespielte auf deutschen Bühnen und würde in allen möglichen Dialekten aufgeführt, sagt er. Für die Besetzung braucht der Theaterleiter neun Akteure. Derzeit haben sich acht Laiendarsteller den „Michendorfern“ angeschlossen. „Wir wären froh, wenn wir im nächsten Jahr zehn Mitglieder hätten“, sagt Große Wortmann. Sein Förderverein, der nach eigenen Angaben alle Kultur- und Theateraktivisten in der Gemeinde Michendorf unterstützt, will auch den „Michendorfern“ beim Start unter die Arme greifen. Die Gewandmeisterin Birgit Schendzielorz vom Potsdamer Hans-Otto-Theater hat ihre Hilfe beispielsweise bei der Kostümierung zugesagt. Bis zu 15 Vorstellungen im Durchschnitt könnten „Die Michendorfer“ jährlich in der Volksbühne Michendorf neben dem regulären Programm geben, glaubt Löser.

Als Konkurrenz sieht „Kleine Bühne“-Chefin Ortrud Meyhöfer die neue Theatergruppe nicht. Warum sie notwendig sein soll, kann sie sich nicht erklären. Zum fortbestehenden Dissens äußerst sich Meyhöfer nicht. „Wir werden weiterspielen wie bisher. Gerade unser jüngstes Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ hat uns gezeigt, wie tief wir in der Gemeinde verwurzelt sind. Die Leute kommen gern zu uns und schätzen unsere Atmosphäre. Wir sind schon oft gefragt worden, ob wir weiterspielen“, sagte die Leiterin der „Kleinen Bühne“.

Von Heinz Helwig

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