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Lokalmatador siegt auf Wiesenburger Parcours

Skateboardwettbewerb Lokalmatador siegt auf Wiesenburger Parcours

Der aus Medewitz stammende Martin Balzer hat die besten Tricks drauf. Jedenfalls hat er den diesjährigen Skateboardwettbewerb auf der Anlage im Wiesenburger Flämingstadion gewonnen. Dennoch musste der Lokalmatador die Rolle des Publikumslieblings an ein junges Talent abtreten.

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Mal spektakulär, maltrickreich, was die Skateboarder auf der Anlage im Wiesenburger Flämingstadion präsentiert haben.

Quelle: Dirk Fröhlich

Wiesenburg. Mit einem Switch Bigspin Heelflip und einem Ollie 180 Late Flip hat Martin Balzer die Zuschauer wie die Jury beeindruckt. Folgerichtig hat er mit seinem anspruchsvollen Programm den alljährlichen Sommer-Contest der Rollbrettfahrer gewonnen.

Unterstützt vom Diakonisches Werk im Landkreis Potsdam-Mittelmark nach dem Lokalen Aktionsplan „Hoher Fläming“ konnte Geld aus dem Partnerschaft-für-Demokratie-Programm der Bundesregierung akquiriert und der Start kostenfrei offeriert werden. Immerhin zwei Hand voll Teilnehmer gingen am Sonnabend nachmittag auf der Skater-Anlage im Flämingstadion an den Start. Sie kamen aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Lokalmatador als Publikumsliebling

„Die Läufe waren heute ziemlich gut“, schätzte der aus Medewitz stammende Sieger eher bescheiden ein. Gleichwohl als Lokalmatador an der Spitze musste er doch die Rolle des Publikumslieblings abtreten. Sie gehörte eindeutig Ryan Klotz. Der Achtjährige zeigte den Handstand auf dem Skatboard, rollte mutig die von der 30-Grad-Bank über den Pyramidenblock, um schließlich einen Sprung an der Halfpipe zu wagen. Vor einem Jahr hat er die Leidenschaft für das Rollbrett eher zufällig im Urlaub entdeckt, berichtet der Junge aus Brandenburg/Havel. Seither wird das Talent, von Vater Enrico, obwohl selbst praktisch eher unerfahren, doch mit Zielstrebigkeit und Einfühlungsvermögen gefördert. Schürfwunden gehören – trotz Helm und Knieschützern – ebenso dazu wie erfolgreiche Auftritte bei Wettbewerben in Hannover, wo mehr Nachwuchs am Start war.

Mehr Zuspruch von den Einheimischen würde sich gewiss Johnny Franke wünschen. Er gehört zu den Pionieren, die vor zehn Jahren am Aufbau der seinerzeit noch einzigartigen Freizeitstätte mitgewirkt haben. 2007 war sie dann, ebenfalls mit Beteiligung der Radio Crew Berlin in Besitz genommen worden. Dabei handelt es sich um professionelle Sportler aus der Hauptstadt, die einst wie heute außer Konkurrenz ihre Tricks in den ausgedehnten Wettkampfpausen zum Besten gegeben und zum Nachahmen animiert haben.

Talentierte Fahrer auch im Fläming

Der Organisator hat indes den Einzug ins Finale der besten vier Fahrer diesmal verpasst. „Dass er alle zusammentrommelt, ist wichtig“, findet Martin Balzer. Für die Mittzwanziger, die heutzutage meist in Berlin leben und dort nach wie vor ihrem Hobby frönen. ist es eine gute Gelegenheit, sich zu treffen. „Mithin kann es ja Ansporn sein, für Talente, die es im Hohen Fläming durchaus gibt“, so der 26-Jährige. Viele Anläufe und häufiges Scheitern gehören gerade bei diesem Sport dazu. „Aber eben auch die Freude über gelungene Tricks, die dann natürlich am besten filmisch dokumentiert sein sollten“, sagt Martin Balzer. Diesmal konnte, wer wollte, live dabei sein.

Von René Gaffron

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