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Potsdam-Mittelmark Klinik-Mitarbeiter mit Konfession erwünscht
Lokales Potsdam-Mittelmark Klinik-Mitarbeiter mit Konfession erwünscht
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18:58 26.10.2018
Alexander Schulz Quelle: foto: privat
Ludwigsfelde/Teltow

Es ist keine Bedingung, aber ausdrücklich erwünscht, dass neue Mitarbeiter im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde kirchlich gebunden sind. Das sagt auf MAZ-Nachfrage Alexander Schulz, Referatsleiter Kommunikation im Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin; zu diesem Klinikverbund gehört auch das Krankenhaus Ludwigsfelde. Wie berichtet hatte das Bundesarbeitsgericht (BAG) am Donnerstag in Erfurt einer konfessionslosen Sozialpädagogin aus Berlin Recht gegeben und 3900 Euro Entschädigung zugesprochen. Sie hatte geklagt, bei einem kirchlichen Arbeitgeber nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen worden zu sein.

Mitarbeiter prägen christliches Profil

Schulz erklärt, das Diakonissenhaus Berlin Teltow und seine Tochterunternehmen legten großen Wert auf die Kirchenmitgliedschaft von Mitarbeitern, denn sie trügen wesentlich dazu bei, das diakonische und christliche Profil der Einrichtungen erkennbar werden zu lassen. Allerdings habe sich der Klinikverbund angesichts des Fachkräftemangels und der in der Region ohnehin geringen Zahl an Kirchenmitgliedern bereits vor Jahren auch Menschen geöffnet, die keiner Kirche oder Religion angehören.

Und Schulz sagt, das Zusammenarbeiten von Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Herkunft sei kein Zukunftsprojekt, sondern schon Wirklichkeit, derzeit arbeiteten Menschen aus etwa 30 Nationen in den Einrichtungen des Diakonissenhauses. Dabei würde von jedem Mitarbeitenden unabhängig von Herkunft oder weltanschaulicher Bindung Loyalität erwartet zu den Werten der Arbeit im Unternehmensverbund.

Klinikverbund bietet Neuen Einführungstqage an

Zu den Einstellungsanforderungen zitiert Schulz einen Satz aus den Stellenanzeigen des Unternehmens: „Wir erwarten, dass Sie die diakonische Ausrichtung unserer Arbeit unterstützen und mittragen. Die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche ist erwünscht.“ Zudem mache das Diakonissenhaus neuen Mitarbeitern ohne Kirchenzugehörigkeit Angebote wie Einführungstage, diakonisch-theologische Fort- und Weiterbildungen oder Mitarbeiterrüstzeiten, um sich mit dem evangelischen Glauben vertraut zu machen.

Mit dem Erfurter Urteil wurde die Freiheit der Kirchen als Arbeitgeber im Punkt Mitarbeiteranforderungen jetzt höchstrichterlich beschnitten. Fachleute sind sich einig: Die erfolgreiche Klage der Berlinerin wird die Praxis der Kirchen bei jährlich tausenden Neueinstellungen verändern. Allein die Diakonie beschäftigt in Deutschland mehr als 525000 Menschen. Deshalb gilt das BAG-Urteil als Präzedenzfall.

Seit Jahren wurde in Deutschland kontrovers diskutiert, ob das vom Grundgesetz geschützte Selbstbestimmungsrecht der Kirchen bei ihren Angelegenheiten, also ihre Autonomie, Vorrang hat oder das Diskriminierungsverbot, das neben Alter und Geschlecht auch für Religionszugehörigkeit gilt. Außerdem war die jetzige BAG-Entscheidung die erste nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum kirchlichen Arbeitsrecht aus dem April 2018.

Von Jutta Abromeit

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