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Lüdendorfer scheuen zu viel Licht im Dorf

Neue Straßenlampen geplant Lüdendorfer scheuen zu viel Licht im Dorf

Im Treuenbrietzener Gemeindeteil Lüdendorf will die Stadt in Zuge von Leitungsarbeiten des Stromversorgers neue Straßenlaternen errichten. Einige Bürger wollen indes kein helles LED-Licht im Dorf und fordern eine abgespeckte Variante und gemütlichere Stimmung bei der neuen Beleuchtung.

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In Bardenitz leuchten neue LED-Lampen schon deutlich heller als ihre Vorgänger.

Quelle: Uwe Klemens

Lüdendorf. Lieber gemütlich als modern und hell wünschen sich einige Lüdendorfer ihre neue Straßenbeleuchtung. Das machten fünf Anwohner in der Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Ortsteilentwicklung deutlich. Dort standen zwei Varianten zur Debatte. Die erste sieht 26 neue Straßenleuchten mit LED-Technologie vor. Dies entspräche einer normgerechten Ausleuchtung. Jedoch empfahl Bauamtsleiter Christoph Höhne, auch aus Kostengründen von dieser Norm abzuweichen. Das sei zulässig und versicherungstechnisch vertretbar. Wesentlich sei die Ausleuchtung von Kreuzungsbereichen und Übergängen. Daher sieht die zweite Variante 14 Leuchten vor. Hierbei sei jedoch keine lückenlose Ausleuchtung gegeben, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Ausschuss folgte der Empfehlung mit der Ergänzung, Kreuzungspunkte und Ortseingänge noch spezieller zu berücksichtigen. Mit den Bauarbeiten werden alle Wohngrundstücke in Lüdendorf mit Beleuchtung erschlossen.

Auch die in der öffentlichen Sitzung zumindest bis zum Ende der Einwohnerfragestunde anwesenden Anwohner hatten sich gegen die Maximalvariante ausgesprochen. „Für 32 Häuser wären 26 Leuchten wirklich zu viel“, sagte Gastwirt Manfred Gaßka. Martina Olbrich schlug zudem vor, ansprechendere Leuchte zu wählen, „die besser zum Dorf passen“. Das von der Stadt nun schon mehrfach in den Orten eingesetzte und zuletzt auch in Bardenitz verbaute Modell erfülle diesen Anspruch nicht. „Das sieht doch furchtbar aus“, sagte die Anwohnerin.

Bauamtsleiter Höhne zeigte sich bereit, über andere Modelle zu reden, „sollte sich im Ort eine Mehrheit der Anlieger dafür finden, die auch bereit ist, die Mehrkosten zu tragen“. Pro Leuchte, wie sie im Treuenbrietzener Sanierungsgebiet verbaut wird, lägen diese circa 50 Prozent höher als die nun vorgeschlagenen Modelle.

Allgemein strebe die Stadt an, möglichst einheitliche Lampen zu errichten. „Dafür bekommen wir bei höheren Stückzahlen gute Rabatte und können so auch die Wartung und Ersatzteilbeschaffung vereinfachen“, erklärt Höhne. Dennoch empfahlen diese, die Lampenmodelle samt Kostenschätzung noch mit den Anliegern zu beraten. Dies soll vor der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 18. Juli erfolgen.

Immerhin müssen Anwohner laut Treuenbrietzener Satzung allgemein für derartige Projekte 80 Prozent der umlagefähigen Kosten tragen. 20 Prozent verbleiben bei der Stadt. Sie habe sich ein Kostenlimit für das Lüdendorfer Projekt gesetzt, das aktuell bei insgesamt 50 000 Euro ausgewiesen ist, erklärte Christoph Höhne.

Anlass für das kommunale Projekt sind Pläne des Stromversorgers Edis, im Dorf Hausanschlüsse zu erneuern und die heutigen Freileitungen in die Erde zu verlegen. Im Zuge dieser Erdarbeiten will die Stadt Treuenbrietzen ihr neues Kabel für die Straßenbeleuchtung mit in die Erde verlegen, um Kosten zu sparen. Eine von der Edis AG angebotene Übernahme der Freileitungen und Masten in Regie der Stadt empfahl der Bauamtsleiter nicht. „Deren Zustand ist zu marode und würde für die Kommune hohe Folgekosten haben“, sagte Höhne.

Derzeit verfügt der Ort über 13 Leuchtpunkte mit Natriumdampflampen, die jeweils eine Leistung von 72 Watt haben. Die geplanten LED-Leuchten benötigen lediglich eine Leistung von 28 Watt für Gehwege sowie 38 Watt an Kreuzungspunkten und liefern dabei bei deutlich geringeren Stromkosten noch eine stärkerer Leuchtkraft.

Von Thomas Wachs

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