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Lühnsdorf: Hoffen auf die Störche

Aus Liebe zu Adebar Lühnsdorf: Hoffen auf die Störche

Kommen sie oder kommen sie nicht. In den letzten Tagen erlebte Bernd-Roderich Thiele aus Lühnsdorf ein Wechselbad der Gefühle. Seit dem die Nachricht von der Ankunft der ersten Störche in der Region die Runde machte, gehörte seine ganze Aufmerksamkeit dem Storchennest in seinem Garten.

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Bernd-Roderich Thiele – im Hintergrund der Lühnsdorfer Horst.l

Quelle: Christiane Sommer

Lühnsdorf. Kommen sie oder kommen sie nicht. In den letzten Tagen erlebte Bernd-Roderich Thiele aus Lühnsdorf ein Wechselbad der Gefühle. Seit dem die Nachricht von der Ankunft der ersten Störche in der Region die Runde machte, gehörte seine ganze Aufmerksamkeit dem Storchennest in seinem Garten.

Jeden Morgen und jeden Abend, bei jedem Weg – ob zur Arbeit oder durch das Dorf - wanderte der erste Blick des 62-Jährigen in Richtung Horst.

Doch der blieb bis auf den heutigen Tag leer - und die Sorge, dass dem Lühnsdorfer Storchenpaar auf seinem Weg gen Süden oder zurück ein Unheil geschah, wächst. Längst trübt der noch immer unbesetzte Horst die Freude auf den bevorstehenden Sommer. Nicht nur im Hause Thiele - im ganzen Dorf.

Hoffen auf Nachwuchs im Horst

Schließlich hat Rotstrumpf seit 2012 in Lühnsdorf erfolgreich gebrütet - mehr noch. Im Dorf und bei den Thieles gab es seitdem ordentlich Nachwuchs. Fast wollte man dort glauben, dass in dem Märchen vom Kinder bringenden Storch ein Fünkchen Wahrheit liegt. Immerhin wurden Bernd-Roderich Thiele und seine Ehefrau während dieser Zeit sechsmal Großeltern. Sogar von einem Zwillingspärchen.

Solches Bild wünscht man sich auch in Lühnsdorf

Solches Bild wünscht man sich auch in Lühnsdorf

Quelle: Peter Geisler

Entsprechend traurig blicken die Lühnsdorfer derzeit auf das noch immer leere Storchennest und etwas neidisch in die Nachbarorte, wo Adebar längst mit dem Brutgeschäft begonnen hat.

Nicht einmal ein paar halbwüchsige Rotstrümpfe, die noch auf Wohnungssuche sind, machten Station in Thieles Garten. Dabei ist der dort leer stehende Horst fast ein Luxusappartement. Storchenvater Thiele sorgt sich schließlich nicht nur während der Sommermonate um seine Sommergäste, sondern auch wenn dieselben den Winter in warmen Gefilden verbringen.

Beste Brutbedingungen

Damit Familie Storch alljährlich beste Brutbedingungen vorfindet, hat Bernd-Roderich Thiele eine Nestabdeckung entworfen, die nach der Abreise der Rotstrümpfe über dem Horst installiert wird. „So ist das Nest in den Wintermonaten besser geschützt“, erklärt er die aus einem alten Lampenschirm und einer Plane erdachte Konstruktion. Wie ein Zelt wird dieselbe mittels Steiger installiert - so, dass das Storchenquartier trotz Abdeckung immer gut belüftet ist. Das nach der Adebars Abreise alljährlich in Storchens guter Stube auch noch groß reine gemacht wird, versteht sich da fast von selbst.

Weshalb der Lühnsdorfer Horst in bester Lage und mit Aussicht auf eine zuverlässige Verpflegungsquelle dennoch leer geblieben ist, darüber wird derzeit noch gerätselt.

Bleibt zu hoffen, dass der Leerstand sich unter den Rotstrümpfen noch herumspricht und Thieles Schwiegertochter Nancy doch noch entsprechende Notizen vornehmen kann. Sie führt seit 2012 Buch über das Storchenglück im heimischen Garten - auch wenn es für eine erfolgreiche Brut in diesem Jahr schon fast zu spät ist.

Von Christiane Sommer

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