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Lühnsdorf: Münzfund wird präsentiert

Glänzende Bodenschätze Lühnsdorf: Münzfund wird präsentiert

Am Sonntag nachmittag werden die historischen Münzen, die der Lühnsdorfer Martin König im Herbst vorigen Jahres in seinem Garten zu Tage förderte, vor Ort gezeigt. Numismatiker werden in einem Vortrag versuchen, das Rätsel der Herkunft zu lösen. Wenn alles klappt, gibt es noch eine Fundsache zu bestaunen.

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Martin König aus Lühnsdorf hat beim Aussieben alte Münzen im Garten gefunden.

Quelle: Stefan Specht

Lühnsdorf. Münz- und Geschichtsfreunde aus dem Hohen Fläming sollten sich den Sonntagnachmittag frei halten. Dann kommen die historischen Münzen, die Martin König in seinem Garten fand, zurück in ihre Heimat. Für einen Tag werden die Potsdamer Numismatiker Hans-Dieter Dannenberg und Wilko Krone Teile des rund 700 Münzen umfassenden Schatzes in der Alten Schmiede in Lühnsdorf ausstellen.

Mit dabei haben sie Fotos und einen Vortrag, in dem sie die aus den Jahren 1270 bis 1300 stammenden Denare einordnen werden. Wie berichtet, hatte Martin König bei Schachtarbeiten in seinem Garten die Münzen entdeckt und dem brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege übergeben. Das wiederum reichte die Münzen an die Potsdamer Experten weiter, die den Fund im November vergangenen Jahres genau prüften. „Nun stehen die Ergebnisse fest und werden interessierten Menschen aus Lühnsdorf und Umgebung vorgetragen“, sagt Hans-Dieter Dannenberg.

Thema dürfte dann auch sein, wie die Münzen rund 100 Jahre vor der Ersterwähnung Lühnsdorfs an diese Stelle kamen. „Lösen können wir das Rätsel jedoch nicht, höchstens Vermutungen anstellen“, so Hans-Dieter Dannenberg.

Vorstellung am Wochenende

Für ausgewiesene Münzexperten und solche, die es erst noch werden wollen, könnte der Vortrag in Lühnsdorf so etwas wie eine Generalprobe sein. Denn am 18. Juni wird noch einmal von diesem Münzfund berichtet. Dann allerdings vor einem ganz anderen Publikum. Die Potsdamer Münzfreunde richten in diesem Jahr das 13. Deutsche Münzsammlertreffen der Deutschen Numismatischen Gesellschaft aus. Einer der Programmpunkte vor erlesenem Kreis ist der Vortrag Hans-Dieter Dannenbergs zur Bedeutung des Fundes von Martin König im Hohen Fläming.

Das Finden von Schätzen hat in der Historie der Lühnsdorfer Familie indes eine gewisse Tradition, wie Thomas Kersting jetzt verriet. Der Mitarbeiter vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege fand bei seinen Nachforschungen heraus, dass schon Martin Königs Vater Werner einen Fund gemeldet hatte. „Das war allerdings schon im Jahr 1966“, so der Wissenschaftler. Dabei handelte es sich um eine Urne aus der Bronzezeit, also aus den Jahren 1800 bis 1000 vor Christus. Derzeit ist Thomas Kersting dabei, die Urne im Archiv aufzustöbern. „Wenn das bis zum Wochenende gelingt, bringe ich sie auch mit zur Ausstellung“, versprach er.

info: Die Ausstellung zum Münzfund von Martin König findet am 17. Januar ab 15 Uhr in der Gaststätte „Alte Schmiede“ in Lühnsdorf statt. Der Eintritt ist frei.

Von Stefan Specht

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