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Potsdam-Mittelmark Lühnsdorferin hilft bei der Kirchensanierung
Lokales Potsdam-Mittelmark Lühnsdorferin hilft bei der Kirchensanierung
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00:28 24.10.2015
Lisa Kienow inmitten der von ihr entworfenen Kunstpostkarten-Galerie. Quelle: Uwe Klemens
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Lühnsdorf

Die Lühnsdorfer Kirche ist ein schmuckes Gebäude. Dass ihr Turm vom Einsturz bedroht ist, würde man nicht sofort vermuten. Vor knapp einem Jahr gründeten die Lühnsdorfer deshalb einen Förderverein zum Erhalt ihres Gotteshauses. Auf der Suche nach Fördermöglichkeiten kam Ortschronist Fritz Moritz auf die Idee, mit dem Verkauf von Kunstpostkarten mehr Geld in die Vereinskasse zu bekommen. Bei der Neu-Lühnsdorferin Lisa Kienow stieß er damit auf offene Ohren.

„Meine erste Reaktion war, dass ich dazu eigentlich keine Zeit habe“, sagt die 28-jährige studierte Kunsthistorikerin, die derzeit an der Potsdamer Fachhochschule ihr Zweitstudium als Restauratorin für Wandmalerei absolviert. „Der Lehrplan ist eng gestrickt und nur zu bewältigen, wenn man sich ins Zeug legt – da bleibt nicht viel Zeit und das angeblich so leichte Studentenleben bleibt ein Mythos“, räumt sie mit einem Vorurteil auf, das ihr oft begegnet.

Persönliche Verbindung zur Kirche

Moritz’ Idee, sie könne doch mit ihrer künstlerischen Ader ein paar Kunstpostkarten gestalten, gefiel ihr dann aber doch sehr. Abends, wenn Ruhe ins Haus eingekehrt und Sohn Oskar eingeschlafen war, machte sie sich ans Werk. In die Lühnsdorfer Kirche hatte Kienow sich ohnehin bereits verguckt, als sie vor sechs Jahren zum ersten Mal davor stand. Ein Jahr später zog die gebürtige Wiesenburgerin zu ihrem Freund Marco nach Lühnsdorf. Vor zwei Jahren traten sie hier auch gemeinsam vor den Altar. Dass sie sich den Mann passend zur Kirche ausgesucht habe, sei trotzdem nicht der Fall, versichert die Künstlerin.

Auf der Suche nach einem Thema für ihre Bachelorarbeit entschied sie sich für die Erforschung der Wandmalerei in ihrer neuen Heimatkirche, deren Ausmalung die Handschrift des selben Hofzimmermalers trägt, der vor 117 Jahren auch die baugleiche Trebitzer Kirche gestaltet hat – und über den nur wenig bekannt ist: Max André. „Also ein spannendes Thema“, sagt Lisa Kienow, die schnell über die Schönheit der Vorhangmalerei, der Apsis und Details der Gesamtausmalung ins Schwärmen kommt.

Helfen dank künstlerischer Ader

Mit ihrer Arbeit die Bemühungen des Fördervereins zu unterstützen und Anteil am Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft zu haben, war ein weiteres, wichtiges Motiv, das für die Lühnsdorfer Kirche sprach.

Für die Aufgabe mit den Kunstpostkarten kam ihr natürlich die künstlerische Ader zugute. Sowohl das Gotteshaus als auch die Landschaft rund um ihr Heimatdorf hatte sie bereits mehrfach zu Ausflügen mit der Kamera und zur Arbeit an der Staffelei inspiriert. Zusammen mit den historischen Ansichten, die Fritz Moritz aus seinem Fundus gekramt hat, gestaltete sie daraus 17 verschiedene Motive, die nun in verschiedenen Geschäften in der Region für einen Euro erworben werden können und, abgesehen von den Druckkosten, zu einhundert Prozent der Turmsanierung zugute kommen.

Wer mehr über die Arbeit von Lisa Kienow erfahren will, kann ab dem 29. November im Lühnsdorfer Landgasthaus „Alte Schmiede“ einen Blick in ihre Ausstellung werfen.

Von Uwe Klemens

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