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Potsdam-Mittelmark Lühsdorf: Liebe auf den zweiten Blick
Lokales Potsdam-Mittelmark Lühsdorf: Liebe auf den zweiten Blick
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15:12 23.11.2015
Luise und Werner Richter in der Wohnstube des Hauses, das sie seit 60 Jahren gemeinsam bewohnen. Quelle: Uwe Klemens
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Lühsdorf

„In unserer Generation war man es einfach gewöhnt, dass jeder mit zupackt und die ganze Familie zusammenarbeitet“, sagt Luise Richter, die aus Lühsdorf stammt und auf dem elterlichen Bauernhof groß wurde, wo sie noch heute zusammen mit ihrem Mann Werner lebt.

Dass sie diesem, auf den Tag genau vor 60 Jahren, das Ja-Wort gab, war kein Zufall. Denn auch der Kolzenburger wurde auf einem Bauernhof groß und schätzte an seiner Tanzbekanntschaft, die damals noch Luise Käthe hieß, vor allem ihr zupackende Art, mit der sie sich jeder Herausforderung stellte. Nicht nur das Geburtsjahr 1930 verband die beiden, sondern auch die Freude an der Arbeit auf der eigenen Scholle.

„Na, hübsch war er natürlich auch und ganz Kavalier“

Richtig kennengelernt haben sich die beiden beim Fastnachtstanz, zum dem Werner Richter regelmäßig nach Lühsdorf kam, wo Verwandte von ihm wohnten. „Schon beim Hahnreiten im Sommer davor hab ich Luise gesehen. Auf der Tanzfläche dann hat es zwischen uns gefunkt. Ihre Klugheit und dass sie so hübsch war, haben mich beeindruckt.“ „Was soll ich jetzt noch sagen“, antwortet Luise Richter auf die Frage, womit ihr Mann sie damals betörte. „Na, hübsch war er natürlich auch und dann war da seine Art, so ganz Kavalier zu sein.“

Vor 60 Jahren. Quelle: privat

Ein Jahr lang haben die beiden ihre Liebe versteckt. Nur die Frauen in der Poststelle haben sicher etwas geahnt, weil die beiden so regelmäßig zum Telefonieren kamen. Wenn die Kraft nach der schweren noch Arbeit, setzte sich Werner Richter eineinhalb Stunden auf’s Fahrrad, um seine heimliche Geliebte zu besuchen.

Die erste Hürde war schnell genommen

Auf der Silberhochzeit ihrer Eltern im März 1955 lüftete Luise Käthe dann das Geheimnis und lud ihren Werner mit ein. „Er war der einzige Kandidat, jedenfalls zu diesem Zeitpunkt“. Ab dann galten sie als verlobt und die Hochzeit war so gut wie beschlossen. Damit, dass beide Elternpaare mit der Wahl einverstanden waren, war die erste Hürde bereits genommen.

Die Initiative zum Ringetausch ging von Werner Richter aus. Die Zeit nach der Ernte, wenn nicht mehr ganz so viel auf dem Acker und auf Hof zu tun war, schien die beste Zeit. Am 24 November 1955 traten sie in der Lühsdorfer Kirche vor den Altar. 60 Hochzeitsgäste und eine Kapelle vorneweg hatten sie dorthin begleitet. Gefeiert wurde im Gasthaus. Belegte Brote, die zu Hause geschmiert wurden und waschkörbeweise dorthin gebracht wurden, waren der Festschmaus. „Denn mit Fleisch und Wurst war es damals ja noch recht knapp“ erinnern sie sich. Während um Mitternacht die Musiker wegen Erschöpfung ausgetauscht wurden, hielten die Gäste bis früh um sieben durch.

Böse streiten mögen sie beide bis heute nicht

Zwei Jahre später kam Sohnemann Jörg zur Welt, sieben Jahre danach Ingo. Zeit für Hobbys gab es keine, auch nicht der Eingliederung in die LPG, der beide bis 1990 die Treue hielten. Das Einzige, was sie sich gönnten, waren die Urlaubsreisen mit der Familie in die Tschechei und, nach dem Beginn ihres Rentnerdaseins, die Arbeit im eigenen Garten. „Wir haben immer alles gemeinsam gemacht und nie wirklich böse gestritten, denn das mögen wir beide nicht“, verraten sie das Geheimnis, warum ihre Ehe bis heute hält.

Von Uwe Klemens

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