Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Ohne Heimvorteil beim Nachtpokal
Lokales Potsdam-Mittelmark Ohne Heimvorteil beim Nachtpokal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:17 12.08.2018
Beim Nachtpokal in Lütte sind einmal mehr die Feuerwehren der Region bei verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander angetreten. Quelle: Andreas Koska
Lütte

 Zwei Pokale konnte Lüttes Ortsvorsteher René Zarbock nach dem Nachtlauf am Sonnabend wieder mitnehmen. Denn für den Frauenwettbewerb hatte er zwar vier Pokale besorgt – es sind aber nur zwei Teams angetreten. Anders bei den Männern: Hier sind 18 Mannschaften an den Start gegangen und haben im Dunkel der Nacht um den Sieg beim Löschangriff gekämpft.

Zum Lütter Nachtpokal sind 18 Männermannschaften und zwei Frauenteams gegeneinander angetreten, um bei verschiedenen Feuerwehrwettkämpfen ihr Können unter Beweis zu stellen. Bereits zum 15. Mal ist das Stadion „An der Hufeiseneiche“ zur Arena geworden.

Nachdem die 14. Austragung im Vorjahr als „Jugendweihe“ bezeichnet worden war – in Anlehnung an das Alter der Jugendweihlinge – hieß der Lauf diesmal „Lebenslänglich“. Schließlich kann man nach einer Verurteilung zu lebenslanger Haft frühestens nach 15 Jahren entlassen werden.

Die Teams sind unter dem Beifall des von Jahr zu Jahr immer größer werdenden Publikums voller Ernst an die Wettbewerb rangegangen. Die Pumpen, die Kupplungen und die Schläuche wurden vorab geputzt und geölt, um jedwede Panne zu vermeiden. Fünf Minuten hatten die Mannschaften Zeit, um ihre Gerätschaften aufzubauen.

Rieben vor Wolsier und Gräfendorf

Bei den Frauen hat die Mannschaft aus Plötzin mit 31,6 Sekunden vor den Damen aus Neschholz mit 36,6 Sekunden gesiegt.

Bei den Männern hatten die Kameraden aus Rieben mit 28,3 Sekunden deutlich die Nase vorn.

Ihnen folgten die Männer aus Wolsier mit 28,9 Sekunden, Gräfendorf mit 29,4 Sekunden und Neschholz mit 29,7 Sekunden.

Die Lütter sind auf dem fünften Platz gelandet – mit 31,5 Sekunden – gefolgt von den Kameraden aus Deetz mit 31,8 Sekunden.

Abgeschlagen und auf dem letzten Platz ist mit einer Zeit von 107,9 Sekunden Wollin gelandet.

Als danach Moderator und Oberjuror Richard Münder, ein Klepziger, der jetzt in Bad Belzig zu Hause ist, die Anweisung „Licht aus“ gab, konnte er sich auf Helmuth Wagner verlassen. Der Lütter Senior war der Herr über den Lichtschalter und reagierte gewohnt zuverlässig.

Die einheimischen Teams staunten nicht schlecht, als im ersten Durchgang die Kameraden aus Wolsier bei Rhinow (Havelland) die Nase vorne hatten. Allerdings wurden sie am Ende doch nur Zweiter. Die Kameraden aus Rieben hatten sich zwar erst am Freitag angemeldet – am Sonnabend trugen sie aber getreu dem Motto „Die Letzten werden die Ersten sein“ den Sieg davon.

Junggesellinnenabschied gefeiert

Die Konkurrenz bei den Damen könnte indes im kommenden Jahr größer werden. Laura Schützler und Jennifer Schultze aus Brandenburg an der Havel waren eigens gekommen, um die Veranstaltung zu begutachten. „Vielleicht machen wir im kommenden Jahr mit“, sagte Schützler.

Eigentlich waren die beiden mit weiteren Freundinnen nach Lütte gekommen, um die 23-jährige Jennifer Schultze in den Ehestand zu verabschieden. „Ich heirate am 31. August“, erzählt die zukünftige Braut, die mit Krone und Schleier bekleidet über den Rasen des Stadions „An der Hufeiseneiche“ laufen musste. „Es ist auf jeden Fall ein top Event“, lobte Laura Schützler.

Älteste Veranstaltung in der Region

So empfinden es auch viele der Wehren, die nicht nur aus dem gesamten Landkreis Potsdam-Mittelmark, sondern auch aus dem Havelland und Teltow-Fläming angereist sind. Immerhin ist der Nachpokallauf am Fläminghügel die älteste Veranstaltung dieser Art in der Region. Inzwischen gibt es aber auch ähnliche Wettkämpfe in Medewitz und Gräfendorf sowie in Absdorf jenseits der Grenze zu Sachsen-Anhalt.

Die Lütter Mannschaft ging geschwächt in den Wettbewerb, denn ein ganzer Zug war bei der Waldbrandbekämpfung bei Werbig dabei. „Leider konnte der erste Höhepunkt, der geplante Fallschirmsprung, wegen des starken Windes nicht stattfinden“, bedauert René Zarbock. Der Stimmung auf dem Platz tat das jedoch keinerlei Abbruch – nach der Siegerehrung wurde bis in den frühen Morgen gefeiert.

Von Andreas Koska

Mit 143 statt der erlaubten 70 km/h ist eine Audi-Fahrerin am Samstagabend auf der L 95 bei Lübnitz geblitzt worden. Die 31-Jährige wird nun erstmal eine Zeit lang auf ihren Führerschein verzichten müssen.

12.08.2018

Auch wenn das beliebte Kuh-Bingo in diesem Jahr ausfallen musste, die Damelanger haben sich bei ihrem Dorffest trotzdem nicht lumpen lassen. Es ging einmal mehr sportlich zu. Am Abend hat ein DJ aufgelegt.

12.08.2018

Zum zehnjährigen Bestehen des Festivals „DamsStock“ feiern die Fans in der Damsdorfer Waldbühne. „My Inner Circle“ ist eine von acht Bands, die am 18. August auftreten werden.

09.08.2018