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Potsdam-Mittelmark Lütte hat einen neuen Ortsbeirat
Lokales Potsdam-Mittelmark Lütte hat einen neuen Ortsbeirat
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13:33 26.06.2017
Auszählung der Wahlzettel mit Andreas Klembt, Carola Peter, Kerstin Klembt und Jörg Ziehm (von links). Quelle: Christiane Sommer
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Lütte

Die Bewohner von Lütte haben entschieden: René Zarbock, Dennis Stephan (beide von der Wählergruppe „Bürger für Lütte“) sowie Herbert Grüneberg (SPD) bilden ab sofort den neuen Ortsbeirat des Bad Belziger Ortsteils. Das ist das Ergebnis der Wahl am Sonntag. Insgesamt waren sieben Kandidaten der Wählergruppe und der SPD ins Rennen gegangen. Bei einer Wahlbeteiligung von 65 Prozent – 246 von 378 wahlberechtigten Bürgern machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch – entfielen 419 Stimmen auf die Kandidaten der Wählergruppe und 291 auf die der SPD. Damit hat die Gruppe „Bürger für Lütte“ zwei Sitze im neuen Ortsbeirat, für die SPD bleibt nur eines der drei Mandate.

Besetzt werden die Plätze mit den Kandidaten, die innerhalb der jeweiligen Liste die meisten Stimmen erhalten haben. Das sind bei der Wählergruppe René Zarbock, für den 267 Bürger ein Kreuz auf dem Wahlzettel setzten, und Dennis Stephan, der auf 64 Stimmen kam. Die meisten Stimmen im SPD-Lager konnte Herbert Grüneberg einsammeln, der auf 128 kam. Anne Böttcher (SPD) erzielte mit 102 Stimmen zwar das drittbeste Einzelergebnis, geht aufgrund des Gesamtergebnisses ihrer Partei zunächst aber leer aus. Ebenfalls nicht in den Ortsbeirat gewählt wurden Rainer Bätz (SPD, 61 Stimmen) sowie Jörg Säger (50) und Frank Grote (38) von der Wählergruppe „Bürger für Lütte“.

Rutscht Anne Böttcher für Herbert Grüneberg nach?

„Dass auf unsere Wählerliste jetzt zwei Sitze im Ortsbeirat fallen, freut mich am meisten“, so René Zarbock am Tag nach der Wahl. Der erste Anruf nach Auszählung aller Stimmen galt seiner Lebensgefährtin. Mit einem Glücksbringer um den Hals, den Sohn Moritz für ihn gebastelt hatte, verfolgte Zarbock das Prozedere nach Schließung des Wahllokals.

Nach der Wahl rief René Zarbock erst einmal bei seiner Lebensgefährtin an. Quelle: Christiane Sommer

Herbert Grüneberg indes wollte sich am Montag zum Ausgang der Wahl nicht äußern. Auch nicht darüber, ob er sein Mandat annehmen wird oder nicht. Sollte er sich dagegen entscheiden und die Wahl nicht annehmen, hat nach Aussage von Wahlleiter Heinz Friese Anne Böttcher ein Anrecht auf den Sitz im Ortsbeirat.

Böttcher freut sich über hohe Wahlbeteiligung

„Zunächst ist es für Lütte ein tolles Ergebnis, dass 65 Prozent unserer Lütter wählen gegangen sind. Das zeigt, dass viele ein Interesse an der Wahl haben. Die Entscheidung, ein personelles Angebot über zwei Listen und keine Einzelkandidaturen zu machen, hat gewirkt. Dies sichert bis zur nächsten ordentlichen Wahl 2019 die Arbeitsfähigkeit“, so Böttcher. Zum Ergebnis des bisherigen Ortsvorstehers René Zarbock sagte sie: „Dies ist auch eine Anerkennung unserer gemeinsamen Arbeit in den letzten drei Jahren und dem großartigen gewachsenen Miteinander der Vereine.“

Als „großen Mehrwert“ wertet Böttcher die kürzlich zwischen Feuerwehrverein, Jagdgenossenschaft und dem Verein „Altes Haus“ getroffene Vereinbarung, künftig gemeinsam mit dem noch zu wählenden Ortsvorsteher die wichtigsten Belange zu besprechen und gemeinschaftlich zu entscheiden. Mit ihrem eigenen Ergebnis ist sie naturgemäß zufrieden: „Ich freue mich sehr über das Ergebnis, auch wenn es zunächst nicht für einen Sitz im Ortsbeirat aufgrund der Sitzverteilung gereicht hat.“

Konstituierende Sitzung am 18. Juli geplant

Eine Neuwahl des Gremiums zum jetzigen Zeitpunkt war notwendig, weil Roland Leisegang (parteilos) und Herbert Grüneberg ihre Mandate niedergelegt hatten. Bei Leisegang wurde die Rückgabe mit Antritt des Bürgermeisteramtes in Bad Belzig nötig. Grüneberg hatte dem Ortsbeirat wegen interner Querelen – unter anderem mit René Zarbock – den Rücken gekehrt. Zuletzt war Lütte daher ohne Ortsbeirat, die Stadtverordneten Bad Belzigs waren stellvertretend für die Belange des Dorfes zuständig.

Es bleibt nun abzuwarten, wie die Zusammenarbeit im neuen Ortsbeirat funktioniert. Eine der ersten Aufgaben ist die Bestimmung eines Ortsvorstehers. Das wird vermutlich bei einer konstituierenden Sitzung am 18. Juli passieren.

Von Norman Giese und Christiane Sommer

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