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Luftwaffe muss Ultraleichtflieger retten

Drama am Himmel Luftwaffe muss Ultraleichtflieger retten

Es wurde brenzlig für einen Ultraleichtflieger, der auf dem Weg von Lübeck in den Harz war. Er geriet in eine Schlechtwetter-Front und verlor die Orientierung. Ein Treibstoffmangel konnte nicht mehr ausgeschlossen werden – Rettungskräfte in Brandenburg wurden alarmiert. Dann kam die Luftwaffe zur Hilfe.

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Ein Ultraleichtflugzeug fliegt über Felder.

Quelle: Symbolbild/dpa

Bad Belzig . Einen unfreiwilligen Stopp hat am Montagnachmittag ein Ultraleichtflugzeug auf dem Weg von Lübeck nach Ballenstedt/Harz vor den Toren der Kur- und Kreisstadt eingelegt. Die Freiwilligen Feuerwehren Bad Belzig und Lüsse, der Rettungsdienst sowie die Bundeswehr waren immerhin alarmiert worden. Doch alles ging glimpflich ab.

Der Pilot soll dem Vernehmen nach noch weit nördlich in schlechtes Wetter geraten sein, konnte nicht mehr auf Sicht fliegen und ist dann über die Wolken gestiegen. Dort habe er offenbar die Orientierung verloren und daher eine auf einer speziellen Sicherheitsfrequenz korrekt um Hilfe gebeten, berichtet Herbert Märtin von seinen Erkenntnissen. Der langjährige Vorsitzende des Flugsportclubs Charlottenburg, der den Landeplatz Lüsse seit 1992 betreibt, war laut eigenem Bekunden zufällig vor Ort gewesen.

Besatzung der Luftwaffe leitet Piloten sicher zu Boden

Er habe gegen 14 Uhr zunächst die Geräusche eines tief fliegenden Hubschraubers wahrgenommen. Wie Herbert Märtin sagt, sei der Helicopter am Luftwaffen-Standort Holzdorf aufgestiegen. Per Radarführung aus Bremen ist die dreiköpfige Besatzung schließlich in den Hohen Fläming gelotst worden, wo sie dann den Ultra-Leichtflieger ins Schlepptau genommen und sicher zu Boden geleitet hat.

Herbert Märtin

Herbert Märtin.

Quelle: Privat

Niemand wurde verletzt. Es war kein Sachschaden zu beklagen, heißt es. Letztlich habe der Pilot nach dem Auftanken seines Gerätes und einer Wetterberatung doch noch sein Ziel ansteuern können. In Lüsse herrscht derzeit Winterpause. Die Zahl der dort zulässigen Motorflugzeuglandungen ist unter anderem wegen des Trappenschutzgebietes in unmittelbarer Nähe begrenzt.

Indes war der etwa fünf Kilometer entfernte Flugplatz Locktow, wo eigentlich die Ultraleichtflugzeuge regulär starten und landen, nicht angefragt worden. Das hat Betreiber Frank Miklis auf MAZ-Nachfrage berichtet. Immerhin war laut Feuerwehr auch Treibstoffmangel nicht mehr auszuschließen.

Nicht immer läuft eine Notlandung glatt

Erst im September hatte ein 72 Jahre alter Pilot im Luftraum um Berlinchen Probleme mit seinem Ultraleichtflugzeug. Der 72- jährige Pilot eines Ultraleichtflugzeuges verlor aufgrund eines Motorschadens seinen Propeller und musste eine Notlandung auf dem dortigen Segelflugplatz einleiten. Trotz auftretender starker Vibrationen gelang es dem Piloten, die Maschine sicher auf den Boden zu bringen. Bei der Landung stieß er jedoch gegen einen Betonpoller, wodurch die Maschine erheblich beschädigt wurde.

Von René Gaffron

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