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Potsdam-Mittelmark Lutherbrunnen sorgt für Streit
Lokales Potsdam-Mittelmark Lutherbrunnen sorgt für Streit
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15:36 17.10.2017
Der Lutherbrunnen in Dietersdorf ist mehr als 500 Jahre alt. Martin Luther soll sich hier einst erfrischt haben. Quelle: Victoria Barnack
Dietersdorf

Seit mehreren Wochen sorgt der Lutherbrunnen in Dietersdorf für Ärger bei Familie Erdner. Dabei haben sie gar nichts gegen das Denkmal, das an den berühmten Reformator erinnern soll. Der Sage nach hatte sich Martin Luther in dem kleinen Ort, der heute zur Stadt Treuenbrietzen gehört, erfrischt. Alles andere als erquickend finden heute, 500 Jahre später, Paul und Doris Erdner, was der Brunnen regelmäßig auf ihrem Grundstück anrichtet. „Zuletzt stand unser Hof eine ganze Woche lang unter Wasser“, erzählt Paul Erdner.

Übeltäter ist offenbar der Abfluss des Brunnens. Denn bis heute fördert er Grundwasser zutage. Unter dem Platz, auf dem der Lutherbrunnen steht, wird es durch Rohre vorbei an zwei Gullydeckeln abgeleitet. So bleibt das Denkmal trotz des ständig nachfließenden Wassers trocken.

Der Dietersdorfer bereinigte das Problem bisher selbst

„Früher wurde das ganze Dorf von diesem Brunnen versorgt“, berichtet der Rentner. Als der Ort in den 1930er Jahren an das Trinkwassernetz angeschlossen wurde und eine ordentliche Straße bekam, war Schluss damit und ein Abfluss musste her, damit das Wasser abfließen konnte. Direkt nebenan, unter dem Grundstück von Familie Erdner, verläuft dieser Abfluss bis heute allerdings so altertümlich wie eh und je. „Von drei Seiten sind Steinplatten aufgestellt“, erklärt Paul Erdner, „aber von unten ist er zur Erde hin offen und verstopft deshalb regelmäßig.“

Als der Rentner dazu noch körperlich in der Lage war, kümmerte er sich selbst darum, dass der Abfluss regelmäßig durchgespült wird. Seit einiger Zeit geht das allerdings nicht mehr. Eine Freiwillige Feuerwehr gibt es in dem Ort ebenfalls nicht. So blieb der Abfluss monatelang ohne Pflege. Nun mussten Paul Erdner und seine Frau Doris die Konsequenzen spüren. Vor einer Woche nahm sich schließlich ihr Sohn des Problems an. „Er hat den Abfluss aufgeschippt und die Stelle gefunden, an der er verstopft war“, berichtet Paul Erdner.

Stadtverwaltung schlägt „vernünftige Lösung“ vor

Von der Stadtverwaltung in Treuenbrietzen sind er und seine Frau Doris enttäuscht. Viel zu selten lassen sich jemand aus dem Rathaus in Dietersdorf blicken. „Wenn die ganze Sache im Stadtzentrum läge, würde bestimmt viel eher etwas passieren“, ist Erdner überzeugt. Dass auf seine Anrufe im Bauamt erst niemand reagierte und er schließlich abgewimmelt wurde, verstärkte diesen Eindruck. „Der Mitarbeiter meinte, was hier fließt, ist Regenwasser“, erzählt seine Frau Doris, „aber es fließt doch auch im Sommer bei über 20 Grad, wenn es wochenlang nicht regnet.“

Erst ein Gespräch mit Bürgermeister Michael Knape (parteilos) sorgte nun für Erleichterung bei der Familie. „Jetzt gibt es endlich eine halbwegs vernünftige Lösung“, berichtet der Rentner. Im Rathaus habe man dem Paar versprochen, mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Dietersdorf auch den alten Brunnen an den neuen Regenabwasserkanal anzuschließen. „Damit hat das Debakel auf unserem Grundstück ein Ende“, sagt Paul Erdner zufrieden. Bis das Problem aus der Welt ist, wird er aber noch mindestens zwei Jahre warten müssen. Erst dann sollen die Straßen- und Kanalbauarbeiten in Dietersdorf beginnen.

Von Victoria Barnack

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