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Luthers Leben in Miniaturformat

Ausstellung in Werder Luthers Leben in Miniaturformat

Auf der Werderaner Wachtelburg zeigen die Adventisten zum Baumblütenfest an zwei Tagen eine ganz besondere Ausstellung. Sie bezieht sich auf den 500. Jahrestag der Reformation und ihren Protagonisten Martin Luther. Obwohl sie den Zusatz „im Kinderzimmer“ trägt, ist sie auch für Erwachsene interessant. Sie gleicht einem Wimmelbild in 3D.

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Die Werderaner Wachtelburg auf dem gleichnamigen Berg ist Sitz des Fördervereins und der Adventisten-Gemeinde.

Quelle: Luise Fröhlich

Werder. 30 Luther-Figuren auf sechs Quadratmetern – wie das funktioniert, zeigt eine Ausstellung auf der Werderaner Wachtelburg zum Leben des Reformators. „Martin Luther im Kinderzimmer“ heißt die Playmobil-Ausstellung, angefertigt von Pastor Stefan Filter aus Zwickau, die zum Baumblütenfest am Sonntag, 30. April, und am Montag, 1. Mai, zu sehen sein wird. Organisiert wird sie von der Adventistengemeinde in Werder, die seit vielen Jahren die Räume der ehemaligen Höhengaststätte auf dem Wachtelberg nutzt. „Im Prinzip handelt es sich um ein Wimmelbild in 3D, das Szenen aus Luthers Leben darstellt“, erklärt Martin Kendzia, Pastor der Gemeinde. „Als protestantischer Freikirche ist es uns zum Jubiläumsjahr der Reformation ein Herzensanliegen“, sagt er.

Luthers Leben im Kleinformat

Luthers Leben im Kleinformat.

Quelle: Privat/Schubert

Stefan Filter ist ein Kollege von Martin Kendzia und hat angeboten, sein Werk auch in Werder auszustellen. Zuletzt war es in Pirna, Erfurt und Leipzig zu sehen. Seit acht Jahren sammelt der Pastor Playmobil-Figuren. 20 Gebäude, 280 Figuren, 80 Tiere und 30 Bäume hat Filter unter anderem darin verbaut – die meisten sind Originalteile. Zu den Szenen gibt es kleine erklärende Texte. Die Ausstellung zeigt Luther aber nicht nur im klassischen Abbild mit Bibel und Schreibfeder, sondern unter anderem auch als Kind, beim Schneider oder während des Thesenanschlags 1517 an der Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Fehlen darf natürlich auch nicht die Szene, in der er auf der Wartburg das Neue Testament ins Deutsche übersetzt.

Aufbauen wird Stefan Filter die Schau am 27. April im Gemeinderaum. Die Spanplatten für die Unterlage sind bereits angekommen. Wenn die Wachtelburg an den beiden Tagen für Besucher geöffnet ist, wird es Vladimir Pircalabu, einem Vertreter der Gemeinde, zufolge auch wieder ein Kuchen und Kaffee gegen Spenden geben. Das Geld soll an den Förderverein Freundeskreis Wachtelburg gehen und somit in die Restaurierung des historischen Gebäudes fließen.

Aussichtsturm zieht Touristen an

Neben der Luther-Ausstellung können sich die Besucher auch die Schautafeln zur Geschichte der Wachtelburg ansehen. Diese ist zwar dauerhaft aufgebaut, aber die Burg sei normalweise nicht für den Publikumsverkehr geöffnet, so Pircalabu. Im vorigen Jahr zeigte Klaus Kosse aus Potsdam seine geschnitzten Werke. Pircalabu spricht von etwa 350 Besuchern an einem Tag. Viele von ihnen wagten auch den Aufstieg zum Aussichtsturm und genossen den Ausblick auf Werder in alle Himmelsrichtungen.

Seit 69 Jahren ist die Burg im Besitz der Freikirche und dient als christliches Jugendzentrum und Begegnungsstätte der Adventisten in Werder. Teile der Burg sind seit Jahren eine Baustelle. Nach und nach restauriert der Förderverein in kleinen Schritten die in die Jahre gekommenen Räume und die Fassade.

Einst eine Höhengaststätte

Die Wachtelburg befindet sich 58 Meter über dem Meeresspiegel auf der nördlichen Kuppe des Wachtelberges und damit inmitten der Blütenstadt.

Einst eine Höhengaststätte im Dreiergespann mit der Friedrichshöhe und der Bismarckhöhe ist sie heute die Begegnungsstätte der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Werder. Regelmäßig finden dort auch Gottesdienste statt.

Seit 1999 ist der gemeinnützige Förderverein Freundeskreis Wachtelburg für die Restaurierung und die Nutzung der Wachtelburg zuständig.

Geöffnet ist die Playmobil Ausstellung nur am 30. April von 12 bis 16 Uhr und am 1. Mai von 12 bis 15 Uhr.

Von Luise Fröhlich

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