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MAZ-Leser rettet Schildkröte aus dem Teich

Wiesenburg MAZ-Leser rettet Schildkröte aus dem Teich

Einen speziellen Fang hat Volkmar Felgentreu gemacht. Beim Nachtangeln im Wiesenburger Park holte er nicht den erhofften Aal aus dem Wasser, sondern eine Rotwangenschildkröte. Es wird spekuliert, wie sie dorthin gekommen ist.

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Vorsichtig blinzelt das Tier aus seinem Gehäuse: Volkmar Felgentreu und sein exotischer Fang

Quelle: privat

Wiesenburg. Dass dieser Fang außergewöhnlich wird, hat Volkmar Felgentreu binnen Sekunden erkannt. „Schon als er noch im Wasser war und sich spürbar mit dem Köder beschäftigte, war das zu merken“, erklärt der Petrijünger. In der Dämmerung beim jüngsten Nachtangeln im Wiesenburger Park hat es sich schließlich zugetragen, dass der 58-Jährige einen Exoten an Land zog.

Es handelt sich um eine Rotwangenschildkröte, hatten die Mitstreiter vor Ort alsbald gedeutet. 25 Zentimeter groß und etwa ein Kilo schwer mag sie gewesen sein. Damit dürfte das eigentlich in Nordamerika beheimatete Tier ausgewachsen sein. Wie alt der Panzerträger ist und auf welchem Wege er in den Schlossteich gelangte, ist bislang ein Rätsel.

Klar ist jedenfalls, dass die Art vor nicht allzulanger Zeit noch in Zoogeschäften zu haben war. handelüblich war. Um die Gefahr einzuschränken, dass diese Tiere in Freiheit gelangen, sich ausbreiten und so die heimische Fauna verfälschen könnten, ist der Verkauf der Schildkröten erst vor kurzem eingeschränkt worden. So wird nun spekuliert, ob die Schildkröte irgendwo ausgerissen ist oder vielleicht von einem Besucher ganz gezielt ausgesetzt wurde. Denn ungestörte Teiche mit schlammigem Grund und dichter Ufervegetation gehören allemal zum bevorzugten Lebensraum.

„Bei dem Abwehrverhalten war besonders behutsames Herangehen gefragt“, sagt Volkmar Felgentreu. Erfahren im Umgang mit Rute und Rolle behielt er die Geduld und so ist das Reptil quasi ohne Verletzungen geblieben. Es konnte schließlich an einen Bekannten vermittelt werden, der artgerechte Haltung garantiere, berichtet der Angler.„Ich hatte an dem Abend eigentlich auf einen Aalbiss gehofft“, berichtet er über seine eigentlichen Erwartungen. „Aber der Tauwurm hat offenbar andere gelockt.“

Volkmar Felgentreu – und sein Bruder Harald – gelten als Angel-Koryphäen im Hohen Fläming. Ihre größten Fische holten sie allerdings nicht aus heimischen Seen oder Flüssen. Fast jährlich geht’s für sie nach Norwegen. „Ein Dorsch mit 1,30 Meter Länge und 18 Kilo Gewicht dürfte der Rekordfang gewesen sein“, sagt Volkmar Felgentreu.

Der Rettungssanitäter geht seinem Hobby immerhin schon seit dem zehnten Lebensjahr nach. Anglerlatein braucht er bei solchen Erlebnissen jedenfalls nicht zu erfinden.

Von René Gaffron

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