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Märchenhaftes Titanen-Wochenende in Brück

Brück (Potsdam-Mittelmark) Märchenhaftes Titanen-Wochenende in Brück

Zum 16. Mal waren am Wochenende in Brück die Titanen der Rennbahn angesagt. 380 Kaltblüter sorgten in der Arena für ein beeidruckendes Spektakel, an dem sich rund 20.000 Zuschauer erfreuten. Für den traditionellen Umzug durch Brück wurden sogar Bauarbeiten verschoben.

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Beim diesjährigen Motto „Märchenhafte Titanen“ durften auch Schneewittchen und ihre sieben Zwerge nicht fehlen.

Quelle: Andreas Trunschke

Brück. Zwischen spannenden Wagenrennen und Hindernisfahrten mit Zwei- und Vierspännern, Rennreiten und Römerwagenrennen konnten die Besucher bei der 16. Veranstaltung Titanen der Rennbahn in Brück in diesem Jahr Märchenhaftes erleben. In einem groß inszenierten Schaubild gaben sich unter anderem ein Einhorn, Schneewittchen und ihre sieben Zwerge, die Goldene Gans, Aschenbrödel, Frau Holle, die Schöne und das Biest, die Heinzelmännchen, Rapunzel, der Froschkönig, Aschenputtel sowie Indianer und Cowboys ein Stelldichein.

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Rund 20 000 Besucher folgten dem Spektakel bei den 16. Titanen der Rennbahn in Brück. Das Motto in diesem Jahr lautete „Märchenhafte Titanen“. Die Zuschauer konnten sich daher an schönen Schaubildern unter anderem mit den sieben Zwergen oder einem Einhorn erfreuen.

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Die poetische Geschichte um die Rettung von Olympo, dem letzten Einhorn, hatte sich Dajana Pfeifer aus Klein Marzehns ausgedacht. Die aus einer Zirkusfamilie stammende Pfeifer hat auch den Titelsong geschrieben und die Hauptrolle der Fee Marielle gespielt. Gemeinsam mit ihrem Mann Nicki begeistert sie mit ihrer Excalibur Horse Show ansonsten in ganz Europa ein fasziniertes Publikum. Titanen-Veranstalter Thomas Haseloff war von einem Besuch im Palast der Pferde und der Show begeistert, sodass er sie nach Brück holte.

Zwei Jahre Vorbereitung für die märchenhafte Show

Ungeachtet aller Erfahrung stellte die Rennbahn der Titanen eine besondere Herausforderung für Pfeifer dar: „Die Arena ist riesig. Dennoch war es mein Ziel, dass alle aus dem Publikum auf ihre Kosten kommen. Schließlich haben alle bezahlt.“ Diesem Anspruch ist die Show gerecht geworden. Gekonnt wechselte die Hauptdarstellerin über die 2003 eingeweihte Lindenbrücke in der Mitte der Arena die Schauplätze. An dem Spektakel nahmen nicht nur 20 ihrer eigenen Leute teil, sondern auch Sportler, Pferde und Kutschen anderer Teilnehmer dieses Wochenendes.

Die Kostüme stammen aus dem Fundus der Excalibur Horse Show oder wurden in eigener Arbeit mit Liebe zum Detail und Witz von den Teilnehmern selbst angefertigt. Fast zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen. Geprobt werden konnte das Ganze jedoch nur einmal kurz vorher. Dass die fest eingeplanten Fallschirmspringer aus Cottbus, darunter die 62-jährige mehrfache Weltmeisterin Carola Wiesner, erst zehn Minuten nach dem Märchen landen konnten, tat der Faszination sowohl des mit Pferde inszenierten Märchens als auch den akkuraten Sprüngen keinen Abbruch. Nicht nur die Kinder waren begeistert. Vielleicht ergibt sich im nächsten Jahr wieder eine Gelegenheit, Dajana Pfeifer und ihr Team im Fläming zu erleben.

Bürgermeister ist begeistert von der Veranstaltung

Genauso begeistert haben natürlich auch die zahlreichen Wettkämpfe, die ein sehr fachkundiges Publikum haben. Alle gelungenen Manöver und ausgefeilten Strategien werden ebenso ausführlich kommentiert wie natürlich auch die Patzer, Fehler und Missgeschicke. Sehr zufrieden mit der Veranstaltung ist auch der neue Bürgermeister von Brück, Matthias Schimanowski (Pro Brück). Er ist von Anfang an mit dabei und packt gern selbst mit zu. „Was die Brüder Haseloff auf die Beine gestellt haben, hat sich zu einem Magnet für die ganze Region entwickelt“, freut sich Schimanowski. „Das Ganze ist organisch gewachsen. Jedes Jahr kommt ein neuer Baustein hinzu.“

Natürlich lässt sich auch die Politprominenz bei einem Erfolgsereignis gern sehen, in diesem Jahr mit dem Ex-Minister Jörg Schönbohm, dem Fraktionsvorsitzenden im Landtag Brandenburg, Ingo Senftleben, und der Bundestagskandidatin, Saskia Ludwig, ausschließlich die von der CDU. Der Bundestagskandidat der SPD, Erardo Rautenberg, wollte eigentlich auch kommen, musste aber wegen seiner Erkrankung absagen. Auch international findet das Brücker Spektakel Aufmerksamkeit. So konnten in diesem Jahr Gäste der Kaliningrader Gebietsregierung begrüßt werden.

Brücker erfreuen sich am traditionellen Umzug

Das gesamte Ereignis erscheint perfekt organisiert. Nirgends gab es Staus oder Engepässe. Der Zeitplan wurde fast auf die Minute eingehalten. So konnten sich die Brücker am Samstagabend pünktlich entlang der Ernst-Thälmann-Straße und der Straße des Friedens auf dem Gehweg versammeln. Der Baubeginn an der Straße des Friedens war extra auf Montag verschoben worden. Viele Brücker und ihre Gäste brachten Stühle, Tische, Bier, Sekt und Alkoholfreies mit. Sie alle wollten den traditionellen Umzug der Titanen durch das Planestädtchen genießen. Zuschauerin Uta Köpenick, die auch in der Arena war, findet: „Es ist jedes Jahr wieder schön.“ Die Umstehenden nicken zustimmend. Schmunzelnd fügt Köpenick hinzu: „Nur die Preise, die waren beim ersten Mal schöner.“

Von Andreas Trunschke

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