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Potsdam-Mittelmark Mal schnell die Welt retten
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16:26 18.10.2017
Darya (l.) und Rebecca haben es geschafft: Sie studieren an ihrer Traum-Uni in den USA, dem MIT. Quelle: Foto: Linus Höller
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Kleinmachnow

An der vielleicht besten Universität der Welt – dem amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT) – finden sich jetzt zwei Kleinmachnowerinnen unter den Studenten. Jährlich bewerben sich mehr als 18 000 Schüler um die begehrten Plätze am MIT, doch nur rund acht Prozent der Kandidaten entsprechen den strengen Auswahlkriterien, wie außergewöhnliche schulische Leistungen, aber auch eine ausgewogene und aufgeschlossene Persönlichkeit. Damit liegt das Massachusetts Institute of Technology im Jahr 2017 auf Platz sieben der selektivsten Universitäten in den Vereinigten Staaten.

Rebecca Eisenach (20) ist eine der Kleinmachnowerinnen, die einen Studienplatz am MIT erhalten haben. Sie studiert seit zwei Jahren dort als Hauptfach Material- und Ingenieurwissenschaften sowie als Nebenfach Energiestudien und Erneuerbaren Energien – eine durchaus ambitionierte Fächerwahl. „Sie wird die Welt retten!“, wird sie von einem ihrer ehemaligen Lehrer begrüßt, als sie zum Interview ihre alte Schule wieder besucht.

Das Leben und Lernen am Massachusetts Institute of Technology ist dank der vielen Arbeit und hohen Ansprüche freilich nicht einfach. Es gibt immer enorm viel Arbeit, doch das liegt nicht nur am Lernpensum, sondern auch an außerschulischen Aktivitäten. „Ich bin die Präsidentin des Energie-Clubs. Insgesamt haben wir mehr als 500 Clubs an der Uni“, erklärt Rebecca.

Die Klischeevorstellung von MIT-Studenten als stereotypische „Nerds“ treffe nicht zu. „Man mag es gar nicht glauben, aber auch am MIT gibt es Sportler! Und wenn es noch keinen Club für etwas gibt, was dich interessiert, ist es sehr einfach, einen neuen zu gründen.“

Die beste Uni der Welt

Das Massachusetts Institute of Technology, MIT, gilt je nach Ranking als eine der besten, oder sogar als die beste Universität der Welt.

Gegründet wurde die Uni vor über 150 Jahren, im April 1861. Heute sind 11 319 Studierende dort eingeschrieben. Bewerber hat das MIT aber deutlich mehr: Nur acht Prozent jener, die sich um ein Studium an der Elite-Uni bemühen, werden aufgenommen, bei internationalen Bewerbern liegt die Quote noch niedriger.

Insgesamt kostet das MIT mehr als 60 000 US-Dollar im Jahr. Allerdings bietet die Uni Stipendien an, die auf akademischen und sonstigen Leistungen basieren. So ist die Uni für außergewöhnliche Leute aus jeder Gesellschaftsschicht zu erreichen.

Die anderen Studenten am MIT seien gleichermaßen offen wie unterschiedlich, erzählt Rebecca: „Aus allen sozialen Schichten und von überall auf der Welt gibt es bei uns Studenten. Ursprünglich hatte ich mir echt Sorgen darüber gemacht, wie meine zukünftigen Mitstudierenden so sein würden – rückblickend aber war das unbegründet.“ Natürlich gebe es einige Merkmale, auf die bei der Bewerbung besonders geachtet werde, sagt Rebecca: „Die Bewerbung am MIT war anders als an anderen Unis. Man hatte hier mehr das Gefühl, sie suchen Leute, die zusammen die Welt verändern wollen.“

Die Studenten, die nach dem Selektionsprozess angenommen werden, seien alle „gut informiert, interessiert, aber von den unterschiedlichsten Schulen, mit den unterschiedlichsten Abschlüssen und aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt“.

Trotzdem: „Bewerbungen in den Vereinigten Staaten sind immer auch Glückssache“, betont Rebecca. Deswegen habe auch sie sich an insgesamt zehn unterschiedlichen Universitäten in den USA beworben – auf der Liste befanden sich neben dem MIT auch andere bekannte Namen wie Stanford, Princeton und die New Yorker Cornell University. Eigentlich hatte sie aber schon seit der elften Klasse davon geträumt, auf das MIT zu gehen. „Im Sommer davor habe ich mir einige US-Unis vor Ort angeschaut. Für mich ragte das MIT heraus.“

Dieses Jahr ist noch Rebeccas Freundin aus Schulzeiten, Darya, an das MIT aufgenommen worden. Sie haben sogar einen Computer-Coding-Kurs zusammen. Ob das Wettbewerb auslösen werde? „Ich glaube nicht“, antwortet Rebecca, „Wettbewerb ist am MIT sowieso kein großes Thema. Die Aufgaben, die wir von den Professoren bekommen, sind in der Regel so kompliziert, dass man gewissermaßen dazu gezwungen ist, zusammen zu arbeiten.“

Mit dem Studium am MIT geht für die Kleinmachnower Studentinnen ein Traum in Erfüllung – und es gibt ihnen vielleicht sogar die Chance, die Welt wirklich zu verändern.

Von Linus Höller

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