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Malerei, Grafik und Keramikfiguren

Ausstellung in der Galerie Töplitz Malerei, Grafik und Keramikfiguren

In der Galerie Töplitz steht die nächste Ausstellung ins Haus. Drei Künstler, die auf der Burg Giebichenstein ausgebildet wurden, stellen ab Samstag ihre Werke aus. Was sie präsentieren, ist vielfältig, und birgt für Kunstliebhaber manche Überraschungen.

Werder, Töplitz 52.4411714 12.9138823
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Franziska Heller, Nikolaus Faßlrinner mit Töchterchen Oda und Anna Dorothea Klug (v .l.).

Quelle: Edith Mende

Töplitz. Sie haben allesamt in Halle auf der Burg Giebichenstein studiert, erhielten 2013 und 2014 ihr Diplom. Und sie sind nach der Ausbildung in der Saalestadt geblieben, obwohl ihre Wurzeln viel weiter südlich in Bayern oder Baden-Württemberg liegen. Damit erschöpfen sich aber die Gemeinsamkeiten der jungen Künstler, die ab Samstag in der Galerie Töplitz ausstellen. Denn jeder von ihnen hat seinen Bereich der Kunst, seine eigene Handschrift gefunden.

Die Grafik ist das Feld von Franziska Heller. Mit Farben ist die zierliche Frau eher zurückhaltend. Schwarze Tusche und ganz sparsam eingesetzte Aquarellfarben bestimmen die kleinformatigen Arbeiten, die sie hier zeigt. Vor allem die Blätter mit Landschaften aus ihrer Heimat um Bayreuth sind wunderschön, halten eine fast unwirkliche Stimmung fest.

Anna Dorothea Klug stellt Keramikfiguren vor. Die größeren gehören zu ihrer Diplomarbeit. Es gehe um Gefühle, gute wie auch negative, erläutert sie. Wenn ein kleiner Mensch sich gelassen auf die Knie eines großen Tieres stützt, das hinter ihm sitzt, fühle er sich beschützt und nicht bedroht. In anderen Figuren sieht sie Begleiter, die sie Freunden zuordnet. Oft entdeckt Anna Dorothea Klug Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tier, die sie in ihren tönernen Gestalten verarbeitet.

Nikolaus Faßlrinner ist jetzt Meisterschüler bei Professor Peter Bömmels an der Hochschule für Bildende Kunst Dresden. Er hat nach Töplitz ausschließlich Malerei mitgebracht, darunter ein Selbstbildnis mit einem Geist, zwei Porträts, die nach der Lektüre von Henri Charrières Roman „Papillon“ entstanden, sowie phantasievolle Landschaften. Er liebe es, wenn man immer wieder Neues in ein Bild hineininterpretieren könne, sagt er. „Ich bin Realist in meinen Träumen.“

Der Vernissage am Samstag geht ab 16 Uhr wieder ein Konzert in der benachbarten Dorfkirche voraus. Diesmal mit Solisten der Berliner Philharmoniker.

Die Ausstellung kann man an diesem sowie dem folgenden Wochenende von 14 bis 18 Uhr sowie von Montag und Freitag zwischen 16 und 18 Uhr besuchen.

Von Edith Mende

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