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„Man muss erst zueinander finden“

Nachgefragt „Man muss erst zueinander finden“

Seit knapp zwei Jahren ist Ellen Radtke jetzt Pfarrerin in der Gemeinde Golzow-Planetal. Wenn im Januar mehrere Gemeinden fusionieren, bringt das Radtke echte Terminschwierigkeiten, etwa wenn zu Weihnachten überall zeitgleich Gottesdienste gefeiert werden. Doch ob sie dann überhaupt noch im Fläming tätig sein wird, ist unklar.

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Pfarrerin Ellen Radtke.

Quelle: Andreas Koska

Golzow. Seit Januar 2015 ist die heute 31 Jahre alte Ellen Radtke Pfarrerin in der Gemeinde Golzow-Planebruch. Mit ihrer Frau Stefanie, die als Vikarin in der Bad Belziger Kirchengemeinde tätig ist, lebt sie im Golzower Pfarrhaus. Ob und wie lange die beiden bleiben werden, ist jedoch offen.

Frau Radtke, wie fühlen Sie sich in ihrer Gemeinde? Sind Sie als Pfarrerin gut angenommen worden?


Ellen Radtke : Die Aufnahme durch die Kirchenglieder war für mich überwältigend gut. Ich habe einen guten Stand in der Gemeinde und vor allem den Eindruck, nicht nur als Pfarrerin, sondern auch als Mensch gut aufgenommen worden zu sein. Schön fand zum Beispiel, wenn ich bei geburtstagsbesuchen nach meiner Frau gefragt werde. Aber sie muss ja auch arbeiten und kann nicht immer mitkommen.

Also bleiben Sie weiter der Gemeinde treu?

Radtke: Nein, das kann ich so nicht sagen. Es kann durchaus passieren, dass ich eine Zeit lang bleibe. Allerdings hat sich meine Frau Stefanie entschieden, nach Beendigung des Vikariats nicht in den Pfarrdienst zu wechseln. Sie will in der Beratung oder als Religionslehrerin tätig sein. Jetzt bewirbt sie sich in ganz Deutschland und wenn sich etwas ergibt, werden wir umziehen. Es hat also private Gründe, dass es mich fortzieht. Meine Familie wohnt im Rheinland – es wäre schön, ihr etwas näher zu sein.

Das heißt, Sie würden sich dann dort bewerben, wo ihre Frau einen Job findet?

Radtke: Ja, so kann man es sagen. Ende des Jahres erhalte ich nach zwei Jahren Entsendungsdienst meine Anstellungsfähigkeit und kann mich überall bewerben.

Werden sie die anstehende Gemeindefusion mit Krahne, Reckahn und Göttin noch begleiten können?

Radtke: Ich übernehme schon im November die Vakanz für die drei Gemeinden. Eine Fusion zu einem Gemeindeverbund erfolgt im Januar. Dann bin ich als Pfarrerin an acht Kirchen mit sieben Predigtstätten tätig, einzig in der Pernitzer Kirche finden keine Gottesdienste statt. Ich überlege jetzt schon, wie es am Ewigkeitssonntag und zu Weihnachten zu organisieren ist. Schließlich finden dann eigentlich in jeder Kirche Gottesdienste statt.

Gab es Widerstände seitens der Gemeindekirchenräte gegen die Fusion?

Radtke: Widerstände nicht, aber es sind Ängste vorhanden. Man muss erst zueinander finden. Schön wäre es, wenn wir noch drei bis vier Lektoren hätten. Bisher haben wir nur einen einzigen in Damelang.

Wie wird man denn Lektor?

Radtke: In unserer Gemeinde gibt es eine Ausbilfung mit Unterricht an sechs Terminen in Blockmodulen. Danach dürfen die Lektoren Gottesdienste abhalten und predigen. Für mich und jeden möglichen Nachfolger wäre das eine Entlastung.


Von Andreas Koska

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