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Potsdam-Mittelmark Manager, die Holz hacken
Lokales Potsdam-Mittelmark Manager, die Holz hacken
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19:09 15.08.2016
Axel Mesing (l.) und Thomas Lehrling kümmerten sich ums Holz. Quelle: Jens Steglich
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Bergholz-Rehbrücke

Die Kita-Kinder haben zur Begrüßung das passende Lied parat: „Wer will fleißige Handwerker seh’n, der muss zu uns Kindern geh’n...“ Nach dem Einstimmungssong legt sich die junge Generation freilich zum Mittagsschlaf ins Bett, während ihre Gäste sich ins Zeug legen. Holz hacken, Wände malern, Möbel abschleifen, Pavillon streichen stehen unter anderem auf dem Programm. Die da zur Axt oder zu Farbeimer und Pinsel greifen, sind freilich von Haus aus keine Handwerker. Die acht Männer und zwei Frauen, die am Montag in und an der Nuthetaler Kita „Anne Frank“ kräftig zupackten, sind Kaufleute, Marketingexperten, IT-Spezialisten, Elektroingenieure oder Betriebsleiter. Sie gehören zur Führungsmannschaft des Stromnetzbetreibers Edis, die zum Arbeitseinsatz ausgerückt ist.

Einmal im Jahr passiert das. Dann fahren Lenker des Unternehmens zum Führungskräftetreffen, vor der Beratung aber erledigen sie andere, ungewohnte Aufgaben – zum Beispiel in der Kita „Anne Frank“ im Ortsteil Bergholz-Rehbrücke. „Wir haben uns gefreut, dass Nuthetal ausgewählt wurde“, sagte Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke). Der Kindergarten der Kommune liegt an einem Wald, man könnte sogar sagen: Er liegt mitten drin. Da fällt eine Menge Holz an, die Edis-Mann Thomas Lehrling (Leiter Betrieb Verteilnetze im Bereich Prignitz-Havelland) in kleine Scheide zerhackte und mit Axel Mesing (Leiter des Edis-Regionalbereichs Mecklenburg-Vorpommern) am Lehmbackofen der Kita stapelte. „Es macht Spaß“, sagte Mesing und fügte noch hinzu: „Eins ist heute klar: Man sieht am Ende, was man gemacht hat. Das ist sonst nicht immer so.“ Die Holzscheide, die er aufstapelte, werden für den Lehmbackofen gebraucht, der zum Sankt-Martinsfest oder bald im Oktober zur Nuthetaler Gesundheitswoche befeuert wird. Dann backen die Kinder mit Eltern und Erziehern Brot und Pizzabrötchen. „Zur Gesundheitswoche zeigen wir auch, wie man ein gesundes Abendbrot im Lehmbackofen herstellt“, sagte Kita-Leiterin Sylvia Böhme. Dann gibt’s Vollkornbrötchen mit Gemüse und Aufstrichen, die mit Käse überbacken werden.

Die körperliche Arbeit auf dem Kita-Gelände bringt offenbar auch den Edis-Führungskräften etwas. „Man lernt seine Kollegen persönlicher und von einer anderen Seite kennen und bekommt mal den Kopf frei“, sagte Rainer Marten, Leiter der Netzkundenbetreuung in Ost-Brandenburg. Er hat gestern mit Rüdiger Brandt (Leiter Steuerung Netzdienste) den Kita-Pavillon gestrichen. Macht körperliche Arbeit vielleicht sogar zufriedener? „Man ist anders zufrieden“, sagte Brandt. „Es ist greifbarer, was man am Ende geschafft hat“, meinte sein Kollege Tobias Felten (Betriebsingenieur), der mit anderen Edis-Mitarbeitern einen Kita-Raum neu malerte.

Ob sie wirklich etwas geschafft haben, kann ein Mann am besten bewerten: Frank Plischke, der Hausmeister der Kita, den die Kita-Leiterin „unser Goldstück“ nennt, weil er immer gute Laune hat und alles in Schuss hält. Er war der Mann vor Ort, der den Führungskräften sagte, was sie zu tun haben. Eine Woche vorher waren schon einmal Lenker des Unternehmens in der Kita und haben zum Beispiel das Dach an der Finnhütte neu gedeckt. „Die haben Spaß gehabt und wirklich etwas geschafft“, lobt der Hausmeister. „Von mir aus könnten sie öfter kommen.“

Von Jens Steglich

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