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Potsdam-Mittelmark Marko Köhler ist neuer Amtsdirektor in Brück
Lokales Potsdam-Mittelmark Marko Köhler ist neuer Amtsdirektor in Brück
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16:23 10.01.2017
Der Polizist Marko Köhler (43) wird neuer Amtsdirektor in Brück. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Die Brücker Amtsverwaltung hat einen neuen Chef. Marko Köhler wird nun im zweiten Anlauf Brücker Amtsdirektor. Mit acht zu sieben Stimmen setzte sich der im Brücker Stadtteil Gömnigk wohnende Polizeibeamte am Montag im ersten Wahlgang gegen Lars Fähling durch.

Marko Köhler ist 43 Jahre alt, SPD-Mitglied und derzeit stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Teltow-Fläming. Der verheiratete Vater von drei Kindern kennt die Gegebenheiten vor Ort, engagiert sich in der Elternvertretung der Brücker Grundschule. Seine Priorität sieht er in einem zu erarbeitenden Entwicklungskonzept für das Amt, das er gemeinsam mit den Gemeinden erstellen will.

Widersprüche führen zu zweiter Ausschreibung

Köhler hatte sich schon im April vorigen Jahres bei dem ersten Auswahlverfahren beworben und war nur knapp gegen den damaligen Amtsinhaber Christian Großmann unterlegen. Köhler ging in Widerspruch. Nach weiteren Widerspruchsverfahren und dem Wechsel von Großmann auf den Posten des Ersten Beigeordneten im Rathaus von Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) war die Direktorenstelle im Herbst neu ausgeschrieben worden. Im Dezember fand eine Bewerbungsrunde mit insgesamt sechs Kandidaten statt.

Zwei Ausschreibungen erfolgt

Bei der ersten Ausschreibung für den Posten des Amtsdirektors hatte der Amtsausschuss im Mai 2016 aus 19 Bewerber zu wählen. Zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden fünf Bewerber.

Gewählt wurde im Juni dann Amtsinhaber Christian Großmann mit acht Stimmen für eine dritte Amtszeit. Sieben stimmen entfielen damals auf Marko Köhler. Er legte fristgerecht Widerspruch ein.

Gestoppt wurde die Wahl dann jedoch nach mehreren wegen Verfahrensfehlern geplatzten Sitzungen.

Im Oktober 2016 fand eine komplett neue Ausschreibung für den Chefposten statt. Sie hat mit der Wahl am Montag nun ein Ende gefunden.

„Ich schlage vor, dass alle Kandidaten auch zur Wahl zugelassen werden“, gab der amtierende Amtsausschussvorsitzende, Ulf Dingelstaedt, in der Sitzung am Montagabend vor. Dagegen gab es keinen Widerspruch. Der Borkheide Bürgermeister, Andreas Kreibich (SPD), und der amtierende Brücker Bürgermeister, Michael Klenke (SPD), bildeten den Wahlausschuss. Sie riefen die 15 Mitglieder des Amtsausschusses einzeln an die Wahlurne. Nur 15 Minuten nach Eröffnung der Wahl stand das Ergebnis fest. Siebenmal landete der Name Lars Fähling in der Wahlurne. Für Marko Köhler gab es acht und für die übrigen vier Kandidaten keine Stimme. Somit war Marko Köhler knapp gewählt.

Blumen erst nach Einspruchsfrist

„Ich war ziemlich nervös, die Pumpe ging. Jetzt bin ich glücklich“, sagte der zukünftige Amtsdirektor gegenüber der MAZ. Als nächstes wird er noch schriftlich und offiziell über die Wahl informiert. Danach läuft eine 14-tägige Widerspruchsfrist. Nach deren Ablauf kann die Ernennung erfolgen. „Erst dann gibt es auch Blumen“, sagte Ulf Dingelstaedt, Bürgermeister der Gemeinde Planebruch.

Michael Klenke und Andreas Kreibich (re.) werten die Stimmzettel aus. Mitarbeiter der Amtsverwaltung verfolgen den Wahlgang. Quelle: Andreas Koska

Lars Fähling zeigte sich leicht enttäuscht. „Ich wäre gern Amtsdirektor geworden, es ist eine attraktive Verwaltung. Die Bürger habe ich als sympathisch erlebt. Ich wünsche dem Amt alles Gute und sehe es auf einem guten Weg, um die Querelen auszuräumen“, sagte Fähling. Der 34-Jährige ist Jurist und arbeitet als Referent an der Universität Potsdam.

Blockbildung prägt weiter den Amtsausschuss

Ob er mit seiner Einschätzung recht hat, bleibt abzuwarten. Das Wahlergebnis von acht zu sieben Stimmen für Marko Köhler zeigt weiterhin eine Blockbildung im Amtsausschuss. Diese war schon bei den ersten Wahlgängen im Juni 2016 vorhanden. Für Fähling votierten offenbar die beiden Waldgemeinden Borkheide und Borkwalde sowie Golzow. Für Köhler gab es Zuspruch aus Brück, Linthe und Planebruch.

Geteilte Lager gab es am Montagabend bei der Wahl des neuen Verwaltungschefs im Brücker Amtsausschuss. Quelle: Andreas Koska

„Die Mehrheit hat entschieden“, sagte Andreas Kreibich. Für den Borkheider Bürgermeister stehe jetzt die Zusammenarbeit im Vordergrund. Borkwaldes Bürgermeisterin, Renate Krüger (Die Linke), war zu keiner Stellungnahme zu bewegen. Anders Michael Klenke (SPD): „Ich sehe in Marko Köhler einen guten Amtsdirektor, der die Fähigkeit mitbringt, nicht nur dabei zu unterstützen und die Verwaltung bürgernah und dienstleitungsorientiert für die Zukunft aufzustellen, sondern auch durch sein Handeln den dennoch bestehenden verschiedenen Interessen aller amtsangehörigen Gemeinden ausgleichend und mit Augenmaß gerecht zu werden“, so der amtierende Brücker Stadtchef.

Auch Ulf Dingelstaedt knüpft Hoffnungen an die Wahl. „Marko Köhler wird alle Gemeinden wieder gleich behandeln. Er wird sich für die Entwicklung der Region einsetzen, die Leistungsträger in der Verwaltung stärken und fördern, den Schulstandortvorteil bewerben und er wird die Bürgernähe herstellen“, glaubt der Planebrucher Bürgermeister. Dies seien alles Punkte, die er beim Amtsvorgänger, Christian Großmann, vermisst habe.

Von Andreas Koska

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