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Potsdam-Mittelmark „Markus der Bäcker“ kommt
Lokales Potsdam-Mittelmark „Markus der Bäcker“ kommt
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20:44 16.08.2017
Markus Magdziarz will ab September der Brötchengeber für Michendorfer im wachsenden Wohngebiet an der Bahnstraße werden. Quelle: H. Helwig
Michendorf

Seine zweite Filiale will „Markus der Bäcker“ am
1. September im Schwalbenweg 1 in Michendorf eröffnen. Er ist der erste sogenannte Versorger in dem noch relativ jungen Wohngebiet an der Bahnstraße. „Dort gibt es wirklich einen großen Bedarf, weil das Wohngebiet noch wächst. Vielleicht kommen ja bald auch noch andere Geschäftsleuten in dieses Viertel“, meint Bäckermeister Markus Magdziarz. Erst im Frühjahr kam der 37-Jährige mit seiner Frau Elisabeth und seinen beiden Töchtern Abigail und Salome aus Berlin nach Caputh und hatte dort im April mit der Übernahme der traditionsreichen Backstube seines verstorbenen Vorgängers Knut Karus den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt.

„Ich brauche das zweite Geschäft auch, um den großen Backofen in Caputh wirklich auslasten zu können“, sagt Magdziarz. Die bisherige Zweigbäckerei im Potsdamer Havel-Nuthe-Center konnte und wollte der gebürtige Potsdamer nicht weiterführen. Mit dem Vermieter habe er sich nicht einigen können, sagt er. Außerdem sei der Backstand zwischen zwei Lebensmitteldiscountern nicht gerade geschäftsfördernd gewesen.

Innerhalb eines Monats will Magdziarz die früheren Büroräume zum Backshop umgebaut haben. Vieles erledigt er in Eigeninitiative. Den Mietvertrag hatte er am 1. August unterschrieben. „Die Räume sind schon im Bebauungsplan als Bäckerei mit Café ausgewiesen. Doch der frühere Investor fand angeblich keinen Bäcker und nutzte die Räume als Vermarktungsbüro“, so der Bäckermeister. Die Nähe zum Hauptgeschäft in Caputh sei äußert vorteilhaft. So müsse er die frische Ware nicht erst kilometerweit in eine Niederlassung fahren.

Kurze Wege in seiner Arbeit sind Magdziarz auch bei der Qualitätssicherung seiner Backware wichtig. So kommt beispielsweise das Obst für den Kuchen aus der Werder Frucht GmbH in Groß Kreutz. Sein Mehl bezieht er aus Müllrose. Zwei Drittel seines Angebotes bäckt er mit Bio- und Dinkelmehl. Der nächsten Lieferung in der nächsten Woche sieht der Bäckermeister allerdings etwas besorgt entgegen. „Die langanhaltende Feuchtigkeit während der Getreideernte kann sich auch qualitätsmindernd auf das Mehl auswirken“, befürchtet er.

Für die Filiale in Michendorf hat Magdziarz zwei Verkäuferinnen eingestellt. Sie erweitern sein junges Team mit zwei Bäckern und drei Verkäuferinnen in Caputh. Auch Ehefrau Elisabeth, die eine gebürtige Eberswalderin ist, gehört dazu. Mindestens einen Tag in der Woche will Magdziarz selbst hinter dem Verkaufstresen stehen. „Der Kontakt zum Kunden ist mir sehr wichtig. Manche haben Fragen zu Inhaltsstoffen im Backwerk oder wollen zu bestimmten Sorten beraten werden.“ Der Bäcker freut sich, dass sein Geschäft oft auch ein Treffpunkt für die Leute ist, die sich die Neuigkeiten aus dem Ort erzählen.

Vielleicht erweitert Magdziarz seine Michendorfer Bäckerei später einmal noch um ein kleines Eiscafé, überlegt er. Abgepacktes Eis wird es ohnehin schon mit der Eröffnung geben. Auch ein Frühstücksmenü, ein Mittagssnack sowie ein Kaffee-Kuchen-Gedeck am Nachmittag will er anbieten. Nur bei ihm werden die „Chia-Splitterbrötchen“ zu haben sein. „Das ist ein Samen aus Südamerika, der sättigt, dabei gesund ist und auch noch lecker schmeckt“, erläutert Magdziarz.

Schon in seiner Jugend entdeckte Magdziarz seine Liebe zum weißen Handwerk. In der Potsdamer Bäckerei Braune absolvierte er ein Schülerpraktikum und ging beim Werderaner Bäcker Lenz in die Lehre. Danach knetete er im Familienbetrieb Kühnbaum in Töplitz den Teig, bevor er in eine Großbäckerei nach Berlin wechselte. Dort legte er seine Meisterprüfung ab und war als Abteilungsleiter Herr über mehr als
300 Filialen. Den Schritt in die Selbstständigkeit bereut er nicht: „Es ist toll, wieder kreativ tätig zu sein“, sagt Markus, der Bäcker.

Von Heinz Helwig

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