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Tiefe Narbe im Ortsbild

Wohnhaus am Stahnsdorfer Hof bleibt unsaniert Tiefe Narbe im Ortsbild

Das Tor zu Stahnsdorf aus Richtung Teltow und Kleinmachnow entwickelt sich mit dem neuen Eiscafé zu einem einladenden Treffpunkt. Allerdings trübt jetzt ein anmutiges, aber marodes Wohnhaus das aufblühende Ortseingangsbild. Ob und wann die Gemeindeverwaltung die Villa aus dem Jahre 1910 sanieren lässt, ist derzeit völlig ungewiss.

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Das marode Haus in der Ruhlsdorfer Straße 1 zieht eine tiefe Narbe in den einladender werdenden Bereich am Ortseingang von Stahnsdorf.

Quelle: Claudia Krause

Stahnsdorf. Was die Beelitzer geschafft haben, sollen auch die Stahnsdorfer fertigbringen. Sanierte Häuser (mit einer Ausnahme) begrüßen den Besucher am Tor zur Spargelstadt. Auch die Ortseinfahrt nach Stahnsdorf aus Richtung Teltow und Kleinmachnow soll einladender werden. Dafür setzen sich die örtliche CDU und ihre Junge Union ein. Mit renovierten Häusern und einem neuen Eiscafé ist die Kreuzung Stahnsdorfer Hof schon attraktiver geworden. Eine tiefe Narbe in das hoffnungsvolle Bild zieht aber das anmutige, aber völlig marode Haus in der Ruhlsdorfer Straße 1, sagt Stahnsdorfs CDU-Fraktionschef Daniel Mühlner. Das 1910 für den Gutsherren-Nachkommen Albert Pardemann gebaute Wohnhaus gehört nun der Gemeinde.

„Mit dem geplanten Bau der neuen Landesstraße 77 und dem Umbau der Kreuzung muss auch die Gemeinde überlegen, wie sie diesen Bereich vielleicht mit einem Springbrunnen und ein paar Bänken aufwerten wollen“, fordert Mühlner. In der Villa, die umfassend saniert werden müsste, könne er sich ein kulturelles Zentrum vorstellen, auf das die Stahnsdorfer Künstler schon lange warten.

Doch Gudrun Angelika Hoffmann vom Stahnsdorfer Kunstmeile-Verein steht diesem Vorschlag kritisch gegenüber. „Das Haus ist als Kulturzentrum ungeeignet, weil es unter anderem im Umfeld keine Parkplätze für die Besucher gibt“, meint sie. Ihr Verein setzt vielmehr auf das geplante Bürgerhaus am Dorfplatz nach dem Umzug der Freiwilligen Feuerwehr an einen neuen Standort.

Darauf verweist auch die Gemeindeverwaltung. „In dem Haus wohnt eine Familie mit zwei schulpflichtigen Kindern. Darum sind jede andere Planungen im Augenblick ausgeschlossen“, erklärt Gemeindesprecher Stephan Reitzig. Die Verwaltung habe bereits die Erarbeitung eines Gestaltungskonzeptes ausgeschrieben und wolle noch in diesem Jahr ihre Vorstellungen dazu präsentieren, so Reitzig.

Von Heinz Helwig

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