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Potsdam-Mittelmark Massenunfall auf A9: Auto gerät in Gegenverkehr
Lokales Potsdam-Mittelmark Massenunfall auf A9: Auto gerät in Gegenverkehr
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14:23 10.09.2017
Dieser Audi krachte auf der Autobahn 9 durch die Leitplanke in den Gegenverkehr. Drei Pkw-Insassen werden bei der Kollision dreier Autos teils schwer verletzt. Quelle: : FFW Niemegk
Klein Marzehns

Die jüngste Reihe schwerer Unfälle in Autobahnbaustellen reißt nicht ab. Bei einer Karambolage auf der A 9 sind am Freitagabend drei Insassen von Autos teils schwer verletzt worden. Drei Fahrzeuge waren in die Kollision verwickelt. Es kam zu erheblichen Staus auch auf den Umfahrungsstrecken im weiteren Umland von Niemegk.

Wegen der für die ersten Einsatzkräfte zunächst unübersichtlichen Lage war für Polizei und die Rettungsdienste zunächst ein Großeinsatz ausgelöst worden. Dazu waren auch Feuerwehren aus Sachsen-Anhalt angefordert worden.

Ausgelöst wurde der Unfall gegen 17 Uhr kurz vor der Abfahrt Klein Marzehns durch einen Audifahrer. Auf der Fahrt in Richtung Süden war er mit seinem Leipziger Wagen im zweispurigen Baustellenbereich auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern geraten und hatte die provisorische Mittelleitplanke durchbrochen. Der Audi stand sodann entgegen der Fahrtrichtung in der Gegenspur. Ein Ford aus Rostock und ein VW aus Berlin krachten in die Unfallstelle. Auch diese beiden Autos wurden schwer beschädigt.

Feuerwehrleute mussten die in den Gegenverkehr geschobene Leitplanke demontieren. Quelle: FFW Niemegk

„Der verletzte Fahrer des Audis wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert. Die beiden Insassen des VW kamen mit zwei Rettungswagen in eine Klinik. Die Insassen des Ford blieben unverletzt“, berichte Einsatzleiter Tino Bastian von der Feuerwehr Niemegk. Er rückte mit den Rettungstrupps über den gesperrten Baustellenbereich zur Unfallstelle vor. „Wir informieren uns inzwischen immer aktuell bei den Baufirmen, welche Abschnitte wir befahren können“, so Bastian. „Bei Stau auf den zweispurigen Behelfsfahrbahnen im Baustellenbereich habe auch wir sonst keine Chance mit einem Löschfahrzeug durchzukommen“, erklärt der Niemegker Feuerwehrchef am Sonntag gegenüber der MAZ.

Gemeldet worden war zunächst ein Unfall mit einem Auto. „Vor Ort stellte sich die Lage aber den umfangreicher dar“, berichtet der Niemegker Amtsbrandmeister. Viele Personen und Fahrzeuge standen in der Einsatzstelle. „Angesichts der unübersichtliche Lage entschieden wir uns mit der Leitstelle für eine Alarmmeldung mit Massenanfall an Verletzten“, so Bastian. Dadurch wurden weitere Rettungsdienst- und Feuerwehrkräfte auch aus Sachsen-Anhalt entsandt. „Nach einer weiteren Lageerkundung waren dann drei verletzte Personen festgestellt werden, so dass ein Großteil der angeforderten Kräfte die Anfahrt abbrechen konnte“, erzählt der Einsatzleiter.

Die Bergung der Verletzten erfolgte über die Leitplanke hinweg. Quelle: FFW Niemegk

Die Feuerwehrleute unterstützten den Rettungsdienst, banden ausgelaufene Betriebsstoffe und beräumten die Fahrspuren. Dafür mussten Teile der Mittelschutzplanke demontiert werden. Der Einsatz dauerte zunächst bis 22 Uhr an. Es kam immer wieder zur Vollsperrung der A 9 in Richtung Süden. Der Verkehr Richtung Berlin wurde einspurig über den angrenzenden Parkplatz geleitet. Die Bergung der Fahrzeuge und die Reparatur der Schutzplanke dauerte noch bis in den Samstagvormittag an.

Zu Großeinsatz angefordert waren Feuerwehren aus Niemegk, Dahnsdorf, Bad Belzig und Wiesenburg sowie aus Cobbelsdorf in Sachsen-Anhalt. Ein Rettungshubschrauber sowie insgesamt sieben Fahrzeuge des Rettungsdienstes waren ausgerückt. Sie kamen von den Stützpunkten in Niemegk, Bad Belzig, Jeserig/Fläming und Treuenbrietzen sowie Coswig.

Von Thomas Wachs

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