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Potsdam-Mittelmark Medonstraße ist teuerstes Pflaster
Lokales Potsdam-Mittelmark Medonstraße ist teuerstes Pflaster
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03:01 25.03.2018
Die Medonstraße in Kleinmachnow ist die Schlossallee im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Quelle: Archiv
Potsdam-Mittelmark

Im Berliner Umland werden die Grundstückspreise weiter steigen, im weiteren Metropolenraum werden sie nicht sinken – das hatte Wilk Mroß, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Potsdam-Mittelmark, vor einem Jahr prognostiziert. Jetzt, nach Bekanntgabe der Bodenrichtwerte für unbebaute Grundstücke im Landkreis für 2017, zeigte sich, dass er mit seiner Vorhersage den Nagel auf den Kopf getroffen hat: Die Grundstückspreise in Kleinmachnow sind weiter unaufhaltsam gestiegen, Stahnsdorf hat aufgeholt. Teltow hat leichte Steigerungen zu verzeichnen, während generell im gesamten Landkreis kaum negative Veränderungen verzeichnet wurden.

Lediglich 20 Bodenrichtwerte sind um nur ein bis zehn Euro gesunken. Angehoben wurden dagegen 175 der 347 Werte, und zwar um bis zu 140 Euro pro Quadratmeter. Die höchste Steigerung – von 240 auf 380 Euro pro Quadratmeter, was einem Plus von 60 Prozent entspricht – verzeichnete dabei Stahnsdorf nördlich der Potsdamer Allee. Dort wird derzeit ein Wohngebiet entwickelt. Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen, die Infrastruktur ist bereits hergestellt worden. Doch auch alle anderen beurteilten Lagen in der Gemeinde sind teurer geworden: Im Kernort Stahnsdorf gibt es inzwischen keine Wohngegend mehr, bei der ein Bodenrichtwert von unter 230 Euro angegeben wird. Lediglich Sputendorf und Schenkenhorst liegen noch unter 200 Euro pro Quadratmeter. Wohngrund im Ortsteil Güterfelde kostete im vergangenen Jahr bereits 210 bis 250 Euro.

Mit Steigerungen in allen Wohnlagen unangefochten an der Spitze

Damit hat Stahnsdorf Platz zwei hinter Kleinmachnow errungen und Teltow überholt. Die Stadt schlägt mit Wohnflächen von 150 Euro (östlich vom Bahnhof) bis 330 Euro pro Quadratmeter (Flussviertel) zu Buche. Hier haben sich die Richtwerte weitestgehend stabilisiert, die größten Steigerungen liegen knapp unter 20 Prozent (Blumensiedlung von 270 auf 320 Euro). Erstmals wurde auch ein Bodenrichtwert für die Altstadt, das ehemalige Sanierungsgebiet, ermittelt: Hier kostete ein Quadratmeter Grund im Vorjahr stolze 300 Euro.

Kleinmachnow bleibt zwar mit Steigerungen in allen Wohnlagen unangefochten an der Spitze, doch innerhalb der Gemeinde hat es Veränderungen gegeben: Die Ginsterheide musste ihre Spitzenposition abgeben. Dort kostete der Grund im vorigen Jahr „nur“ 660 Euro. Nach 640 Euro im Jahr 2016 bedeutet dies auch nur eine geringe Steigerung von drei Prozent. Platz eins im Ort und damit auch im Landkreis hat jetzt die Medonstraße übernommen, die mit einem Richtwert von 690 Euro pro Quadratmeter zwar die 700-Euro-Marke knapp verfehlt, aber immerhin eine Erhöhung um 15 Prozent (2016: 600 Euro) verzeichnet.

Bodenrichtwerte bei Gewerbeflächen stabil

Bei den Gewerbeflächen ist Stabilität eingekehrt: Der Europark Dreilinden in Kleinmachnow ist mit 310 Euro gleichbleibend hoch geblieben. Auch in der Oderstraße in Teltow hat sich zum Vorjahr nichts verändert (130 Euro). Stahnsdorfs Ruhlsdorfer Straße stieg von 60 auf 75 Euro pro Quadratmeter. Gemeindesprecher Stephan Reitzig: „Die Neuansiedlung von Unternehmen im mittlerweile fast ausverkauften Stahnsdorfer Gewerbegebiet führt auch dazu, dass die neuen Arbeitnehmer dort nach Grundstücken Ausschau halten.“

Auch im Rest des Landkreises dürfen sich die meisten Gemeinden über gestiegene Richtwerte freuen. Ob Nuthetal mit Steigerungen von 63 Prozent (von 160 auf 260 Euro – Rehbrücke Wohnparks), Michendorf mit Erhöhungen bis zu 56 Prozent, Groß Kreutz mit Verteuerungen bis zu 60 Prozent, Borkwalde, Kloster Lehnin, Schwielowsee, Seddiner See oder Werder – beinahe überall wurden die Grundstücke im Vorjahr teurer als im Jahr davor verkauft. Selbst Kloster Lehnin, das seit vielen Jahren keine Änderungen verzeichnete, weist diesmal in den meisten Gebieten Preissteigerungen um ein paar Euro auf.

Auch Ackerland hat sich im Vorjahr erneut um sechs Cent pro Quadratmeter verteuert, wie schon im Jahr davor. Grünland verlor an Wert (von 0,57 auf 0,52 Euro).

Von Konstanze Kobel-Höller

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