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Mehr Einsätze am Schwielowsee

Caputher Wehr wird 110 Jahre Mehr Einsätze am Schwielowsee

Schon bis Oktober 2015 musste die Caputher Wehr mit 73 Einsätzen so oft ausrücken wie im gesamten vergangenen Jahr. Mehr als einmal waren Autos aus dem Wasser zu ziehen, zuletzt vor wenigen Tagen, als ein Jeep von der Fähre kopfüber in die Havel gerutscht war.

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Beim großen Brand einer Firma in Neuseddin mussten auch die Kameraden aus Caputh löschen und helfen.

Quelle: Julian Stähle

Schwielowsee. Als am 20. Januar 1997 ein Gebäude im Strandbad lichterloh brannte, musste die Caputher Feuerwehr beim Löschen in der Nacht bis zum nächsten Abend alles geben. „Das war einer der spektakulären Einsätze der vergangenen Jahre, die mir sofort einfallen“, sagt Jens Begeschke, Vizewehrführer in der Gemeinde Schwielowsee. Ein Jahr später mussten die Caputher Kameraden einen BMW an der Fähre aus dem Gemünde ziehen, weil das Navi dem Fahrer keinen Hinweis auf die Fähre gegeben hatte und Schilder nicht beachtet wurden. „Die Einsatzzahlen der Caputher Wehr sind in den vergangenen Jahren gestiegen, schon jetzt sind wird bei 73, sonst waren es 70 im ganzen Jahr“, sagt Begeschke. Vor allem die Hilfeleistungen bei Unfällen haben zugenommen. Erst vor wenigen Tagen musste erneut ein Auto aus dem Gemünde geborgen werden, weil der Fahrer damit von der Fähre gerutscht war.

Doch die Caputher rücken nicht nur zu Bränden, Katastrophen und bei Unfällen auf dem Land und zu Wasser aus, sondern sind gegenwärtig dabei, die Chronik der Wehr aufzuschreiben. Das hat seinen guten Grund, denn am 26. Februar 2016 begeht die Wehr mit inzwischen 44 aktiven Mitgliedern das 110-jährige Bestehen. Aus diesem Anlass will sie am 25. Juni 2016 am Feuerwehrhaus im Gewerbepark ein großes Fest veranstalten. „Bis dahin sind wir für eine inhaltsreiche und spannende Chronik und den Umzug durch Caputh auf die Mitwirkung der Bürger angewiesen. Bilder, Fotos oder andere Erinnerungsstücke sind sehr gefragt“, sagt der Caputher Vizewehrführer Jens Hoffmann. Bei der Vorbereitung des Festes und Ausgestaltung der Chronik engagiert sich auch der Förderverein der Feuerwehr. Sie hatte ihren Ursprung mit Löschspritze vor über 100 Jahren im Krughof, dem alten Ortskern. Nach einer Zwischenstation an der Kirche wurde im Oktober 2003 die Station im Gewerbegebiet eröffnet. Mit einem Altersdurchschnitt von 31 Jahren fühlt sich Caputher Mannschaft gut aufgestellt. „Bei den Jüngsten, Löschdrachen genannt, üben schon 17 Mädchen und Jungen mit“, sagt Jens Begeschke. Ein Problem für die Mannschaft sind die Einsätze in der Woche, wenn die Kameraden gebraucht werden, aber Arbeitgeber sie nicht freistellen. Stolz sind sie auf ihr Schlauchboot, dass der Wehr 2011 übergeben wurde. „Im nächsten Jahr hoffen wir, dass es mit dem Mannschafts-Transportfahrzeug klappt“, sagt Begeschke. Für ein abwechslungsreiches, gesellschaftliche Leben sind die Feuerwehrleute seit Jahren bekannt, werden auch deshalb besonders geschätzt. Ohne sie findet kein Fährfest statt, weil sie sich mit anderen Helfern um die Ordnung und Sicherheit beim Höhepunkt im Gemeindeleben einsetzt. Die Kleinen wollen niemehr auf den Fackelumzug verzichten, die Familien freuen sich immer auf das Knustfest und das Osterfeuer. 2016 gibt es eine Feier mehr, wenn die Wehr 110 Jahre wird.

Von Regine Greiner

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