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Potsdam-Mittelmark Mehr Erzieher für den Hohen Fläming
Lokales Potsdam-Mittelmark Mehr Erzieher für den Hohen Fläming
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00:38 06.08.2015
Birgit Kölbl ist Erzieherin der Kleinsten in der Treuenbrietzener Tagesstätte „Spielkiste“. Quelle: Foto: Uwe Klemens
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Bad Belzig

Im Erzieherkollektiv der Gemeinde Wiesenburg/Mark vollzieht sich gerade ein Generationswechsel. „Insofern waren die jüngsten zwei Neueinstellungen sowieso geplant“, sagt Marko Beckendorf (Die Linke). Doch habe die Verwaltung gerade Anlass gehabt, die Personalstruktur in ihren fünf Tagesstätten und dem Hort der Grundschule „Am Schlosspark“ insgesamt unter die Lupe zu nehmen, wie der Bürgermeister bestätigt.

Ab sofort soll nämlich vor allem den Jungen und Mädchen im Krippenalter – statistisch – mehr Augenmerk geschenkt werden. Zumindest sind die Kommunen und die von ihnen betrauten freien Träger angehalten, den sogenannten Betreuungsschlüssel zu verbessern. Das hat der Landtag Brandenburg beschlossen. Während bisher für sechs Unter-3-Jährige eine Stelle vorgesehen war, wird jetzt das Verhältnis von 1:5,5 – langfristig sogar von 1:5 – realisiert.

Neue Herausforderung

Lange hatten Eltern und Pädagogen gemeinsam für diese Änderung gekämpft. Nicht zuletzt nachdem am Ende des vergangenen Jahres das Bundesförderprogramm „Bürgerarbeit“ zu Ende gegangen war und viele Einrichtungen die seinerzeit helfenden Hände nun sehr vermissten.

Die Rathäuser im Hohen Fläming sind auf die neue Herausforderung durchaus vorbereitet, wie eine MAZ-Umfrage ergeben hat. „Die Mehrkosten waren wegen der schon lange geführten Diskussion bereits im Haushalt der Stadt Treuenbrietzen eingestellt“, sagt beispielsweise Ralf Gronemeier. Allerdings ergibt sich nach Aussage des Bürgeramtsleiters in der Sabinchenstadt derzeit kein Mehrbedarf. Dieser sei laut vorliegende Anmeldungen eher im Herbst absehbar.Wie dann verfahren wird, werde kurzfristig entschieden.

Personalmanagement ist gefragt, bestätigt Heinz Friese. Der Leiter der zentralen Verwaltung der Stadt Bad Belzig zeichnet für 45 Mitarbeiter in den städtischen Einrichtungen verantwortlich. Er glaubt ebenfalls vorerst mit Aufstockung der Stundenzahlen in den meistenteils bestehenden flexiblen Teilzeitverträgen die Anpassung zu schaffen. Finanziell kann die Kur- und Kreisstadt die Mehrausgaben von 10.000 bis 15.000 Euro verkraften. Den größten Teil der Personalkosten für die Kindertagesbetreuung trägt ohnehin die Landesregierung.

Tagesstätte in Borkheide ist eine Ausnahme

Im Amt Brück kann der ob der Gesetzeslage gestiegene Personalbedarf ebenfalls zunächst aufgefangen werden, sagt Lars Nissen. Eine Ausnahme benennt der Hauptamtsleiter allerdings. Die Tagesstätte „Sonnenschein“ Borkheide. Da dort parallel vermehrte Nachfrage von Betreuungsplätzen zu verzeichnen ist, werden zwei Einstellungen vorgenommen. „Eine Kraft beginnt diese Woche und eine weitere wird zum 1. September ihre Tätigkeit aufnehmen. Weiterhin beabsichtigen in der Waldgemeinde die Einstellung eines Erziehungshelfers, berufsbegleitend im Rahmen einer Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher, ebenfalls zum 1. September.“

Gleichwohl also Betreuer landauf landab gefragt sind, wird die Bewerberlage als gut bezeichnet. Schließlich ist gerade das Ausbildungsjahr zu Ende, wie Lars Nissen erklärt. Genau aus dem Grund war das Inkrafttreten des Gesetzes bereits für diesen Sommer gefordert worden.

Von René Gaffron

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