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Potsdam-Mittelmark Mehr Platz für Flüchtlinge
Lokales Potsdam-Mittelmark Mehr Platz für Flüchtlinge
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00:17 28.10.2013
Fern der Heimat: Bewohner des Asylbewerberheimes Bad Belzig. Quelle: Michael Greulich
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Bad Belzig

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark rechnet für nächstes Jahr mit bis zu 300 Plätzen, die er für Flüchtlinge und Asylbewerber zusätzlich bereitstellen muss. Das hat Andreas Burdag angekündigt. Wie der Fachdienstleiter des Landratsamtes Bad Belzig informierte, läuft die Suche nach Quartieren bereits. Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales berichtete er am Donnerstagabend, dass aktuell Bedarf und Angebot exakt übereinstimmen. Demnach sollen bis 31.Dezember 374 Personen aus der zentralen Aufnahmestelle in Eisenhüttenstadt aufgenommen werden. Diese Quote sei jetzt zu 80 Prozent erfüllt.

Die Unterbringung erfolgt wenn möglich dezentral in Wohnungen sowie an vier zentralen Standorten - zwei in Teltow mit 160 bzw. 72 Personen; in Bad Belzig mit 100 Personen sowie in Beelitz-Heilstätten mit 36 Personen. Während das Übergangswohnheim in der Kur- und Kreisstadt seit Beginn der 90er-Jahre besteht und in der nächsten Zeit für rund 2,7 Millionen Euro um- und ausgebaut werden soll (die MAZ berichtete), wurden die drei anderen Domizile erst im Frühling und Sommer dieses Jahres in Betrieb genommen. Insbesondere in Teltow sei eine bemerkenswerte Willkommenskultur ausgeprägt. In Beelitz-Heilstätten hätte sich die Lage nach anfänglicher Skepsis ebenfalls entspannt, schätzte Andreas Burdag ein.

Doch besteht weiterhin steigende Nachfrage. Denn der Zustrom aus den Krisengebieten hält unvermindert an, während gegenwärtig kaum Rückführungen in die Herkunftsländer stattfinden. Lediglich in drei Fällen zwischen Havel und Fläming seien sie dieses Jahr durchgesetzt worden. Solange in Afghanistan, Syrien und Tschetschenien Krieg herrsche, gebe es selbst bei abgelehnten Aufnahmeanträgen keine Abschiebungen dorthin, erklärte der Verwaltungsangestellte. In dieser Woche sind außerdem 24 sogenannte Kontingentflüchtlinge angekommen. Insgesamt 5000 würden nach Festlegungen der Bundesregierung aus dem syrischen Kriegsgebiet ausgeflogen. Potsdam-Mittelmark hat die ersten im Land Brandenburg zugeteilt bekommen.

Mit der Unterbringung in angemessen ausgestatteten Häusern ist es indes nicht getan, wie Politik und Verwaltung gleichermaßen betonten. Neben der internen und externen Sicherheit gebe es soziale Aspekte zu beachten. Vor allem Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung und Kinderbetreuung müssten in erreichbarer Nähe organisiert werden. Vor dem Hintergrund betonte Thomas Schulz die gute Kooperation mit Kommunen und Mitarbeitern des staatlichen Schulamtes. "Gleichwohl kümmern wir hier uns um die Menschen weit über unsere Zuständigkeit hinaus, während die Landesregierung Brandenburg ihrer Verantwortung nicht nachkommt", kritisierte der Amtsleiter.

Dem Vernehmen nach ist vorgesehen, die ausländischen Kinder - voraussichtlich in Bad Belzig - in eigenen Vorbereitungsklassen auf die spätere Teilnahme am Regelunterricht vorzubereiten. Dies setze voraus, dass sie in passendem Alter zugewiesen würden.
"In jedem Fall werden die Bedingungen für die Unterbringung sehr genau geprüft und wird rechtzeitig mit Städten und Gemeinden gesprochen", versicherte Andreas Burdag der MAZ. Wo gerade Nutzungen ins Auge gefasst werden, hat er nicht gesagt.

Von René Gaffron

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