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Mehr Platz für Kutschen und Busse

Zufahrt zur Rabener Burg Mehr Platz für Kutschen und Busse

Touristen, die mit großen Fahrzeugen oder mit dem Kremser die Rabener Burg ansteuern, müssen zuvor durch ein Nadelöhr. Das soll sich nach Willen der Gemeindevertreter nun ändern. Im kommenden Frühjahr sollen die Baumaßnahmen beginnen.

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Engpass zur Burg. Schon für Pkw-Fahrer, die sich hier begegnen, wird es knifflig.

Quelle: Uwe Klemens

Raben. Wenn früher ein Pferdewagen zur Rabener Burg hinauf fuhr und ein andere hinab, war die Regelung einfach: Der Ranghöhere darf zuerst passieren. Wenn heutige Touristen mit größeren Fahrzeugen oder gar Reisebussen die Burg erobern, siehts anders aus.

„Das Problem, dass Fahrzeuge auf der engen Straße nicht aneinander vorbei kommen, gibt’s schon lange“, sagt Niemegks Bauamtsleiter Thomas Griesbach. Auf der jüngsten Zusammenkunft der Rabensteiner Gemeindevertreter erläuterte er die baulichen Möglichkeiten, das Problem zumindest zu lindern.

Ausweichen nicht möglich

Dabei darf man das Problem gut und gerne als hausgemacht bezeichnen. Denn als die sich sanft durch den Wald windende Straße Anfang der 90er Jahre gebaut wurde, gestattete die Obere Denkmalschutzbehörde lediglich eine Ausbaubreite von 4.30 Meter. „Das ist mit keiner geltenden Straßenbau-DIN vereinbar“, sagt Griesbach. „4,75 Meter sind das Mindeste.“ Auch ein Ausweichen auf den Randbereich ist wegen der gesetzten Hochborde nicht möglich. Dass Fahrzeuge rückwärts den halben Berg wieder zurückfahren müssen, weil sie nicht am Gegenverkehr vorbei passen, sei längst keine Ausnahme mehr“, berichtete mehrere Gemeindevertreter. Wenn sich zwei Kutschen begegnen, was bei einer als Ausflugsziel beliebten Burg nicht ungewöhnlich sei, ginge gleich gar nichts mehr.

Nun haben sich Bauamt und Denkmalschützer auf einen Kompromiss geeinigt. Die Asphaltdecke soll auf das Niveau der Hochborde angehoben und eine Aufschotterung ein Ausweichen ermöglichen. Innerhalb zweier Ausweichstellen darf die Fahrbahn auf die genannten 4,75 Meter ausgebaut werden. Knapp 156 000 Euro sollen laut Kostenvoranschlag in die Baumaßnahme investiert werden.

Den Löwenanteil übernähme dabei das Land, dessen Fördermittelbescheid in Höhe von 117.000 Euro sei praktisch schon in Sicht, versicherte Thomas Griesbach. Für den verbleibenden Rest von rund 39.000 Euro hoffe man auf Mittel aus dem Kreisentwicklungsbudget, so dass die Maßnahme unterm Strick die Kommune nichts koste“, so der Bauamtsleiter.

„Burg ist das Aushängeschild“

Wie wichtig einen ordentliche Zugfahrt zur Burg sei, kann auch Bürgermeister Ralf Rafelt nur unterstreichen. „Die Burg ist unser Aushängeschild und unsere Zukunft und wir müssen versuchen, sie für Touristen noch attraktiver zu machen um dadurch höhere Einnahmen zu erzielen.“

Ob das ausgerechnet durch eine Straßenbaumaßnahme zu schaffen sei, habe er so seine Zweifel, äußerte sich Bernd Moritz aus Rädigke als einziger kritischer Gemeindevertreter zu Wort. Er selbst schätzte es als Tourist durchaus, wenn es am Urlaubsort beschaulich zugeht und der Verkehr so fließt, wie es die Verhältnisse eben zulassen. Seiner Überlegung, ob man den Arbeits- und Ausbildungsförderverein Potsdam-Mittelmark (AAfV) als derzeitigem Pächter der Burg nicht an den Kosten für den Straßenbau beteiligen solle, stellte Thomas Griesbach entgegen, dass dies nach geltendem Recht Sache der Kommune, die zugleich Vermieter der Burg ist, sei.

Nach ausgiebiger Erörterung des Projektes stimmten am Ende alle Gemeindevertreter für die Baumaßnahme, die bereits im kommenden Frühjahr beginnen könnte.

Von Uwe Klemens

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