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Mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Brück Mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Ein 17-jähriger Mopedfahrer musste sterben, damit Kindern und Jugendlichen in Deutschland mehr Sicherheit im Straßenverkehr geboten wird. Die Stiftung für den verstorbenen Jürgen Pegler stellt nun Gemeinden digitale Anzeigetafeln zum Messen der Geschwindigkeit zur Verfügung. Im Amt Brück warnen sie bereits an drei Stellen vor zu schnellem Fahren.

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Kinder der Kita „Planegeister“ in Brück freuen sich, dass ihr Weg zum Kindergarten ein bisschen sicherer ist.
 

Quelle: Victoria Barnack

Brück.  Seit einem Jahr weist die digitale Anzeigetafel in der Bahnhofstraße in Brück Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit hin. Tempo 50 gilt dort. Nicht alle Verkehrsteilnehmer halten sich daran. Als die Kinder der Kita „Planegeister“ am Donnerstag vor der Anzeigetafel Position beziehen, bremsen einige Fahrer gerade einmal auf 49 Stundenkilometer ab. Mehrere hundert Mal queren Schüler und Kitakinder hier täglich die Bundesstraße. Die Voraussetzungen der Jürgen-Pegler-Rettungsstiftung, die das mehrere tausend Euro teure Gerät zur Verfügung stellt, erfüllte der Standort deshalb ohne Probleme. Nun hat die Anzeigetafel nach einem Jahr auch die Probezeit überstanden und wurde offiziell eingeweiht.

Gegründet wurde die Rettungsstiftung 1976 nach dem tragischen Tod eines 17-jährigen Mopedfahrers: Jürgen Pegler starb auf einer Landstraße bei Heilbronn, nachdem ihn ein Auto-Raser unter Alkoholeinfluss angefahren und Fahrerflucht begangenen hatte.

„Damit es anderen Kindern und Jugendlichen in Deutschland besser ergeht, gründete sein Vater die Stiftung, die uns nun drei Geschwindigkeitsanzeigetafeln zur Verfügung stellt“, erklärt Marion Jahn, Leiterin für die Fachbereiche Bauen und Ordnung in Brück.„Uns geht es mit diesem Gerät primär darum, die Geschwindigkeit der Autofahrer zu reduzieren“, sagt sie.

Von der Stiftung, die sich für Sicherheit im Straßenverkehr und schnellere Hilfen bei Unfällen einsetzt, erhielten neben Brück auch die Gemeinden Golzow und Linthe eine digitale Tempo-Anzeige. In der Brandenburger Straße, quasi vor der Golzower Grundschule, soll eine von ihnen ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen. „An dieser Stelle herrscht aus Sicht der Gemeinde der meiste Bürgerverkehr“, erklärt Bürgermeister Ralf Werner die Wahl des Standortes, „gleichzeitig ist dort die Sicherheit am meisten gefährdet.“ Das dritte Gerät soll nach einem Vor-Ort-Termin in Linthe in der Chausseestraße aufgestellt werden.

Daten werden in den nächsten Wochen ausgewertet

Golzows Bürgermeister sieht nach der mehrmonatigen Testphase der Anzeigetafeln in Brück und Golzow bereits erste Erfolge. „Allein wegen des visuellen Signals reagieren die Autofahrer bereits“, sagt er. Ob sein Eindruck stimmt, lässt sich nicht konkret nachweisen. Denn dauerhafte Geschwindigkeitsmessungen gab es an den beiden Standorten vorher nicht. In den kommenden Monaten sollen die Daten der Geräte ausgewertet werden. So kann analysiert werden, wie viele Autos die Straßen nutzen, ob sie zu schnell fahren und wo die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt.

Diese neuen Erkenntnisse möchte Bau- und Ordnungsamtsleiterin Marion Jahn anschließend für mögliche Maßnahmen nutzen. „Wir können mit den Geräten herausfinden, ob überhaupt Handlungsbedarf besteht“, sagt sie. Eine generelle Begrenzung auf Tempo 30 sei in der Bahnhofstraße bisher jedoch nicht vorgesehen.

Von Victoria Barnack

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