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Potsdam-Mittelmark Mehrgenerationskita vollendet Dorfmitte
Lokales Potsdam-Mittelmark Mehrgenerationskita vollendet Dorfmitte
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19:07 05.11.2017
Die kleinen „Landwichtel“ in Wittbrietzen sollen in der Dorfmitte bald ein neues und größeres Haus bekommen. Quelle: Th. Lähns
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Wittbrietzen

Die Kinder der Kita in Wittbrietzen und die Senioren des Dorfes sollen sich bald noch näher kommen. Schon jetzt besuchen die kleinen „Landwichtel“ die älteren Leute im Ort zu deren Geburtstag. Umgekehrt kommen die Rentner regelmäßig zu einem Oma-/Opa-Tag in die Kindertagesstätte und singen oder basteln mit den Kleinen. Nun will Ortsvorsteherin Simone Spahn (Unabhängiges Kommunalbündnis) das Angenehme mit dem Notwendigen verbinden. Auf einer Fläche neben dem Bürgerladen im Ortszentrum soll in den nächsten Jahren ein Ensemble mit Mehrgenerationenhaus, neuer Kindertagesstätte und Herberge für Radwanderer sowie andere Übernachtungsgäste die Neugestaltung der Dorfmitte vollenden.

Ein halbes Jahr Wartezeit auf einen Kita-Platz

„Unsere Kita ist in einem ehemaligen LPG-Gebäude untergebracht, das vom Schwamm befallen ist und aufwendig saniert werden müsste. Unabhängig davon ist das Haus zu eng für die Kinder. Wir haben nur eine Übergangsgenehmigung für die Kita. Das Problem lässt sich nur mit einem größeren Neubau lösen“, sagt Spahn. Neue Eltern müssen derzeit meist bis zu einem halben Jahr auf einen Kitaplatz warten.

Für das Mehrgenerationenhaus eignen sich die vorhandenen Gebäude auf der Fläche – ein Wohnhaus, ein früherer Stall und eine einstige Backstube – allerdings nicht. Wohnhaus und Stall sollen einem Neubau weichen. Das Backhaus haben die Wittbrietzener in einem Arbeitseinsatz entkernt. Es soll rekonstruiert und mit einem Backofen, einem Kochkessel und einem Verkaufsfenster zum Dorfplatz ausgestattet werden, um bei Veranstaltungen als Schaubackstube zu dienen.

„Die unmittelbare Nachbarschaft von Kita und Mehrgenerationenhaus sowie die gemeinsame große Küche bietet den Kindern und Senioren viele Möglichkeiten für Begegnungen und gemeinsame Aktionen“, verspricht sich Spahn.

Eine Herberge mit zehn Betten

Das Dachgeschoss des Mehrgenerationenhauses soll zur Herberge mit zehn Betten ausgebaut werden. Da viele Touristen und Ausflügler auch über den Radwanderweg F 5 von Beelitz nach Rieben durch Wittbrietzen kämen, ist die Ortsvorsteherin von einer guten Auslastung überzeugt. Auch Nutzer des Dorfgemeinschaftshauses und andere Gäste des Ortes sollen gegebenenfalls die Zimmer buchen können.

Aus Kostengründen hat Spahn ihr Gesamtprojekt in drei Entwicklungsabschnitte unterteilt. Zuerst sollen das Mehrgenerationenhaus gebaut werden, später die Kita und zuletzt die Herberge . Läuft alles reibungslos, soll das Ensemble bis 2020 abgeschlossen sein. Nach derzeitigen Berechnungen liegen die Gesamtkosten bei rund anderthalb Millionen Euro. Ein Teil der Kosten soll mit dem Erlös aus dem Verkauf des alten Kitagebäudes beglichen werden. Einige Firmen in Wittbrietzen haben sogar schon Geld für das Vorhaben gespendet. Simone Spahn hofft aber auch auf Bundes- und Landeszuschüsse. Die Stadt Beelitz hat für den ersten Abschnitt bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Fläming-Havel einen Förderantrag gestellt. Bis zum 4. Dezember will die LAG das Projekt prüfen und entscheiden, ob sie dem zuständigen Ministerium eine Förderung des ersten Abschnittes empfiehlt.

Auch für Vereine und Eltern-Kind-Zentrum

In der Kita „Landwichtel“ betreuen fünf Erzieher derzeit 35 Kinder.

In Wittbrietzen leben derzeit 512 Einwohner.

Das Mehrgenerationenhaus kann auch von den Vereinen des Ortes und vom Eltern-Kind-Zentrum in Beelitz für Veranstaltungen genutzt werden.

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Fläming-Havel prüft eingereichte Projekte auf Förderfähigkeit und berät die Landesregierung bei der Entscheidung über eine Förderung.

Von Heinz Helwig

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