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Menschenbilder von stiller Kraft

Werder Menschenbilder von stiller Kraft

Malerei, Grafik und Kleinplastik von Gisela Neuenhahn und Ute Safrin werden aktuell in der Stadtgalerie Werder gezeigt. Nichts drängt sich beim Betrachten der Bilder und Skulpturen auf, nichts buhlt vordergründig um Aufmerksamkeit. Die Arbeiten der beiden Künstlerinnen verschmelzen zu einer Schau, für die der Titel „Stille Kraft“ treffend gewählt wurde.

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Ute Safrin: Serie „Helmut“ mit verschiedenen Materialien.

Quelle: E. Mende

Werder. Voller Leben und doch von Zurückhaltung bestimmt präsentiert sich die aktuelle Ausstellung in der Stadtgalerie Werder. Nichts drängt sich beim Betrachten der Bilder und Skulpturen auf, nichts buhlt vordergründig um Aufmerksamkeit. Angenehm in Zeiten schreiend bunter Werbewelt. Die Arbeiten der beiden Künstlerinnen verschmelzen zu einer Schau, für die der Titel „Stille Kraft“ treffend gewählt wurde.

Vielleicht ist die farblich reduzierte Malerei von Gisela Neuenhahn ein Charakteristikum ihrer Persönlichkeit. Menschen sind ihr Motiv. Menschen, auch in ganz intimen und innigen Momenten. Dennoch gelang der Potsdamer Malerin, dass der Besucher sich nicht als Voyeur fühlt. Man genießt die Ästhetik der Formen, der verschlungenen Körper. Es überrascht, wenn aus tiefem Blau ein Gesicht auftaucht, das einen anblickt. Denn meist sind Gisela Neuenhahns Figuren in ihre eigene Welt zurückgezogen. Der feurige Tanz des „Jetzt“ setzt einen weiteren Aha-Effekt. Zeichnungen ergänzen die Ölbilder. Mehrere Serien widmete die Künstlerin dem Baumleben, wie sie es betitelt. In den Formen und Rinden alter Bäume entdeckt sie Gesichter, Körper, Gesten. Gisela Neuenhahn hat mehrere Talente. Sie studierte Musik, später auch Malerei. Nachdem alle großen Potsdamer Orchester abgewickelt worden waren, wurde aus der Violinistin eine freischaffende Malerin.

Selbstbewusst sitzen, stehen oder lümmeln die überwiegend aus Ton geformten Figuren von Ute Safrin auf ihren Sockeln. Keine klassischen Heldenfiguren oder Schönheitsideale, sondern Alltagsmenschen. Mit Bäuchlein, den Spuren des Älterwerdens. „Ich bin wie ich bin“, scheint jeder von ihnen ganz selbstverständlich sagen zu wollen. Einige suchen mit ihrem Blick den Kontakt zum Betrachter, andere sind in sich gekehrt. Herrliche Charakterstudien gelangen der Berliner Künstlerin mit ihren Kleinplastiken.

Interessant die Serie „Helmut“, die bewusst macht, wie das Material die Wirkung einer Skulptur verändern kann. Denn in acht Varianten steht Helmut mit sich selbst Seit an Seit, als Zementguss, Terrakotta, Wachsguss, Gipsguss, Acrystal, Pappmaché und Holzmaschee.

Info : „Stille Kraft“ ist noch bis zum 23. Oktober in der Stadtgalerie Werder, Uferstraße 10, zu sehen. Geöffnet ist donnerstags, samstags und sonntags immer von 13 bis 18 Uhr.

Von Edith Mende

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