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Merkels „Triangel der Einheit“ in Borkheide

Baum-Dreieck als Einheits-Denkmal Merkels „Triangel der Einheit“ in Borkheide

Nun recken die „kleinen Drei“ ihre Kronen als ein gleichschenkliges Dreieck in die Höhe: die Kiefer, die Buche und die Eiche. Gepflanzt wurden die Bäume Samstag durch Borkheider Gemeindevertreter. Damit hat die Gemeinde die Initiative „Deutscher Wald“ (ISDW) umgesetzt, die vorschlug, jede deutsche Gemeinde solle genau diese drei Bäume pflanzen. .

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Die Einheits-Bäume in den Boden gesetzt – Abgeordnete schwitzen.

Quelle: Andreas Koska

Borkheide. Nun recken die „kleinen Drei“ ihre spärlichen Kronen als ein gleichschenkliges Dreieck in die Höhe: die Kiefer, die Buche und die Eiche. Gepflanzt wurden die Bäume Samstag durch Borkheider Gemeindevertreter unter der Führung von Bürgermeister Andreas Kreibich am Marktplatz des derzeit entstehenden Gemeindehauses. Damit hat die Gemeinde die Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (ISDW) in die Tat umgesetzt, die vorgeschlagen hatte, jede deutsche Gemeinde solle diese drei Bäume als ein gleichseitiges Dreieck pflanzen. Jeweils eine Buche, eine Kiefer und eine Deutsche Eiche sollen Wachstum und Aufschwung sowie das Zusammenwachsen Ost- und Westdeutschlands thematisieren. Dabei symbolisiert die Buche den Westen, die Kiefer den Osten Deutschlands und die traditionsreiche Eiche das wiedervereinte Deutschland. Am Samstag um 14 Uhr war es soweit. Die Abgeordneten Andreas Kreibich, Wolfgang Nagorsni, Frank Seibicke, Uwe Schomburg sowie der Einwohner Herbert Pollak schritten zur Tat. „Die Bodenvorbereitung wurde erst vor einer halben Stunde abgeschlossen“, berichtete Bürgermeister Kreibich. Die fünf Männer nahmen unter Beobachtung von fünf weiteren Gemeindevertretern und drei Bürgern sowie Michael Lenz vom Amt Brück die Spaten in die Hand, um die Pflanzgruben auszuschachten. Die zwischen sieben und zehn Jahre alten Pflanzen, alle um die zwei Meter hoch, stammen von der Borkheider Gärtnerei Mahs und wurden in einem Abstand von sechs Meter eingesetzt. „Eine Tafel ist geplant und wird zu Erklärung an diesem Einheitsdenkmal angebracht“, berichtete der Ortschef.

In der Mitte soll zukünftig eine Bank Platz finden, damit man sich hier im Schatten der Kronen ausruhen kann. Dabei wurden die Kiefer und die Eiche in der „Fastigiata-Variante“ ausgewählt, also so genannte Säulenbäume. Damit will man ein allzu frühes zusammenwachsen der Kronen vermeiden, denn der von der IGDW vorgeschlagenen Abstand von zehn Metern konnte aus Platzgründen nicht realisiert werden. „Auf dem Vorplatz des Gemeindehauses sollen auch noch eine Feuerschale und ein Seniorenspielplatz Platz finden“, berichtete Kreibich. Unter den wenigen Anwesenden war auch Alexander Schomburg. „Ich bin hier als Vertreter der Borkheider Jugend, außerdem finde ich die Idee meiner Eltern gut“, sagt der Elftklässler, der das Sally-Bein-Gymnasium in Beelitz besucht. „Schade nur, dass es nicht wie geplant, schon am 3.Oktober hat stattfinden können“, setzte er hinzu. Das Gemeindehaus am Kirchanger, an der Nordseite des Marktplatzes, steht kurz vor der Fertigstellung und soll am 30. April 2016 im Rahmen der Maibaum-Aufstellung offiziell eingeweiht werden. Bis dahin sollen die Bäume vom Gemeindearbeiter gepflegt werden. Am Samstag war allerdings die Freiwillige Feuerwehr hilfreich zu Stelle. Durch einen eigens ausgelegten Schlauch wurden die neugepflanzten Bäume angegossen. Soviel Hilfe hatten die Mitglieder des Naturbadvereins nicht, die zeitgleich ihren Einsatz auf dem Badgelände absolvierten und neugierig hinüber lugten. „Wir haben nicht besonders zu der Pflanzung eingeladen“, begründet Kreibich den geringen Zuspruch. Eine dankbare Stimme erklang zum Abschluss dennoch: „Vielen Dank für diese wunderbare Idee“, sagte Abgeordnete und Lehrerin Ina Dorbritz in Richtung des Ideengebers Uwe Schomburg. Nach Mörz, wo am Tag der Deutschen Einheit ein solches „Triangel der Bäume“ gepflanzt wurde, ist Borkheide die zweite Gemeinde im Fläming, die diese Initiative aufgegriffen hat. Mehr als 33 000 Bäume würden deutschlandweit gepflanzt werden, wenn sich alle Gemeinden an dieser Aktion beteiligten. Schirmherrin der Aktion ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Von Andreas Koska

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