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Potsdam-Mittelmark Meusebach-Grundschule erneut vorne mit dabei
Lokales Potsdam-Mittelmark Meusebach-Grundschule erneut vorne mit dabei
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11:38 06.07.2016
(v.l.n.r.) Schulleiterin Monika Nebel , AG-Leiterin Sylvia Körle und Sechstklässler bereiten sich auf die Preisverleihung am Freitag vor. Quelle: F. SCHIEK
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Geltow

Götter sind die Schüler der Meusebach-Grundschule in Geltow noch nicht, der „Olymp“ gehört ihnen aber trotzdem schon. Hinter dem Namen verbirgt sich der Zukunftspreis für Kulturbildung, den die Kulturstiftung der Länder und die Deutsche Bank Stiftung vergeben. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck werden am Freitag im Konzerthaus Berlin drei Schulen für ihr kulturelles Schulprofil ausgezeichnet. Sie haben sich bundesweit gegen mehr als 200 Mitbewerber durchgesetzt und wollen nun die Spitze des mit 5000 Euro dotierten „Olymp“ erklimmen.

Ein möglichst kreatives Lernumfeld für die Schüler

Unter den drei Kandidaten ist auch die Meusebach-Grundschule aus Geltow. Dass diese Platzierung mehr als beachtlich ist, wird schnell klar, wenn man die Schule und ihre Vergangenheit einmal näher betrachtet. Noch 2005 lernten dort nur 76 Schüler, damals noch klassenübergreifend im DDR-Neubau. Heute sind es 167 und die Nachfrage nach Plätzen steigt.

Dafür verantwortlich sind Schulleiterin Monika Nebel und ihr Team von Lehrern. Sie versuchen den Kindern ein möglichst kreatives Lernumfeld zu bieten. So will man hier Probleme bei der Lernaufgabe mit Kreativität überwinden, statt mit stupidem Pauken. Um dies zu ermöglichen, arbeitet man mit zahlreichen Kooperationspartnern zusammen und hat in der Vergangenheit schon viele Projekte auf die Beine gestellt. Neben dem Komponieren einer Schulhymne findet sich gemeinsames Singen mit dem Männerchor, das Organisieren einer jährlichen Kunstausstellung in Zusammenarbeit mit Potsdamer Galerien und das Produzieren kleiner Filme mit Filmemachern.

Auch beim Deutschen Schulpreis stand die Meusebachschule im Finale

Bei all dem werden die Kinder in die Projektfindung einbezogen. So bald eine Idee entstanden ist, wird nach außerschulischen Partnern gesucht und eine Finanzierung mit Fördermitteln geplant. Auch Eigenfinanzierung sei bei manchen Projekten durch Preisgelder und Spenden möglich. Die Faustregel dabei ist: „Alles was mit Kunst eingenommen wird, das wird auch wieder für Kunst ausgegeben“, sagt Schulleiterin Monika Nebel.

Dass dieses Konzept funktioniert sehe man an der Zufriedenheit der Eltern und Kinder. Auch Ortsvorsteher Heinz Ofcsarik, der die Schule seit 1959 kennt und selbst einmal hier Lehrer war, pflichtet dem bei. Über die ganze Zeit seien die letzten Jahre „der Höhepunkt der Bildungsstätte“. Recht gibt dem 78-jährigen wohl auch die Platzierung unter den ersten 15 des deutschen Schulpreises 2015. Damals reichte es leider nicht für den Sieg.

Mindestens so gespannt wie die Schüler ist die Bürgermeisterin

Jetzt gilt es, die Jury von der Kompetenz der Schule zu überzeugen. Den dritten Platz des Bildungswettbewerbs hat man sicher. Ob die Kinder am Ende mit einem siebenminütigen Live-Act, inklusive selbst gedrehtem Film punkten können, wird sich zeigen. Mindestens genau so gespannt wie die Schüler, ist Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Sie sagte vorab: „Ich freue mich, dass auch eine kleine Schule eine Chance hat. Wir sind sehr stolz auf das Lehrerkollegium und die Schüler.“ Alle warten jetzt gespannt auf Freitag. Dann wird sich zeigen, ob elf Jahre Arbeit, die Umstellung der Lehrpläne und viel Zeitaufwand erneut belohnt werden.

Von Frederik Schiek

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