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Brandenburger Angler schwört auf Norwegen

Meeresangler aus Brandenburg an der Havel Brandenburger Angler schwört auf Norwegen

Wenn sich ein Brandenburger in Norwegens Hotspots auskennt, dann ist es Michael Völzke. Der erfahrene Meeresangler bricht im Mai zu seiner 67. Tour in die Reviere von Leng, Dorsch und Co. auf. Diesmal geht es wieder zum Nordkap. Dorthin, wo er den Fisch seines Lebens fing.

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Michael Völzke mit seinen selbst entworfenen Vorfächern für die Meeresangelei.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Brandenburg/H. Gleich nach der Wende packte ihn das Norwegenfieber – und ließ ihn nie wieder los. Michael Völzke (48) gehört zu Brandenburgs bekanntesten Hochseeanglern. Vom Oslofjord im Süden über die aus dem Atlantik ragenden Lofoten bis zu den Hotspots 500 Kilometer nördlich des Polarkreises hat der Abenteurer die größten Fische seines Lebens aus dem Wasser gezogen. Im Mai steht seine 67. Reise in das gelobte Land der Skandinavienfahrer an. Wieder einmal geht es zum Nordkap. Der Zielfisch heißt natürlich Heilbutt. Da kommen Erinnerungen hoch an ein 174 Kilo schweres Exemplar. „Viereinhalb Stunden dauerte der Drill, bis wir den Butt mit vereinten Kräften ins Boot ziehen konnten“, erinnert sich Völzke.

Jetzt das nächste Angelabenteuer planen

Die Wintermonate gelten als die ideale Planungszeit für das nächste Angelabenteuer in Norwegen. Erfahrene Meeresangler haben ihre Reviere und Anfahrten für 2018 bereits gebucht.

Die Meeresangeltage bei Fishing Pro sind inzwischen zu einer Tradition geworden. Als Hausmesse sind sie zu einem Treffpunkt für Sportfischer aus Brandenburg und Umgebung geworden.

Wichtig für Neueinsteiger: Schwimmwesten sind beim Bootsangeln in Norwegen Pflicht. Sinnvoll sind Auftriebsoveralls. Sie schützen auch vor Regen, Wind und Kälte.

Seit 2018 dürfen 20 Kilo Meeresfisch aus Norwegen ausgeführt werden, sofern der Hausvermieter als Touristenfischereibetrieb registriert ist. Ansonsten liegt das Limit nur bei 10 Kilo.

Es sind diese Sternstunden der Angelei, die den in Ketzin aufgewachsenen Meeresprofi immer wieder in Richtung Norden ziehen. Doch für den Brandenburger zählt nicht allein der Fangerfolg. Auch ein erfahrener Mann wie Völzke weiß, dass das Anglerglück launisch sein kann. „Die überwältigende Natur Norwegens mit ihren Fjorden, Gletschern und Bergen lässt einen nicht mehr los“, schwärmt er über die andere Seite seiner Reisen. Seine Begeisterung für das Angeln teilt er mit Lebensgefährtin Stefanie und Sohn Justin, die ihn auf einigen Touren begleiten. Zu Völzkes engen Mitstreitern gehört Sven Pfeiffer. Auch ein Brandenburger, der wie hunderte anderer Norwegen-Fans aus der Havelstadt nicht mehr von der Hochsee-Angelei lassen kann.

Michael Völzke mit einem Leng-Kracher vor Norwegens Küste

Michael Völzke mit einem Leng-Kracher vor Norwegens Küste.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Nordlandfahrten sind im Land von Plötze, Aal, Zander und Hecht längst zu einem Umsatzfaktor für die heimischen Angelausrüster geworden. Bei einem von ihnen ist Michael Völzke seit Jahren als Fachberater tätig. Frank Pietzarka, Inhaber von Fishing Pro in der Upstallstraße, kann sich kaum einen besseren Experten für seine Meeresangelabteilung vorstellen.

„Michas reicher Erfahrungsschatz wird von Anfängern und erfahrenen Anglern überaus geschätzt“, berichtet der Chef des Angelgeschäftes, der selbst 2004 das erste Mal mit Freunden nach Norwegen aufbrach – und seitdem jedes Jahr dem Ruf von Dorsch, Leng und Co. folgt. Kein Wunder, dass Fishing Pro zu den wichtigsten Nachrichtenbörsen für Meeresangler aus Brandenburg und Umgebung gehört. Zum Beispiel erklärt Völzke gerne seine selbst entwickelten Vorfächer, in denen die Erfahrung unzähliger Bootstouren entlang steiler Felswände, über Unterwasserberge und Krautfelder stecken. Oder er zeigt Filme von seinen Angelausflügen, die stets abspielbereit im DVD-Player seines Arbeitgebers liegen.

Doppelschlag mit Michael Völzke (r) und Mitstreiter Sven Pfeiffer

Doppelschlag mit Michael Völzke (r.) und Mitstreiter Sven Pfeiffer.

Quelle: privat

Das Angeln entdeckte Völzke nicht erst 1990 für sich. Bereits seit Kindertagen ist die Havel sein Heimatrevier. Er weiß, wo der Zander steht und der Hecht auf Beute lauert. Bekanntschaft mit den ersten Dorschen machte der Brandenburger allerdings schon vor der Wende. „Ich hatte das große Glück an einigen Bootstouren auf der Ostsee teilnehmen zu dürfen. An Norwegen war damals nicht zu denken“, erinnert sich Völzke. Norwegen-Einsteigern rät er es nicht gleich auf die harte Tour am Nordkap zu versuchen. „Es gibt tolle Reviere in Fjord Norwegen an der Westküste, die man auch noch mit dem Auto erreichen kann. Für eine Schnuppertour reicht selbst der Süden“, empfiehlt der Fachberater von Fishing Pro.

Wer mit Völzke vor der Norwegensaison über Angelgeräte und Techniken fachsimpeln möchte, kann dies während der Meeresangeltage am 16. und 17. Februar bei Fishing Pro tun. Dabei geht es auch um das Thema Sicherheit beim Angeln. Ein Rat vom Profi: „So schön ist kein Fisch, dass ich wie ein Schneider auf’s Meer fahren würde“

Von Frank Bürstenbinder

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