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Michael Grubert bleibt Bürgermeister

Kleinmachnow hat gewählt Michael Grubert bleibt Bürgermeister

Die Kleinmachnower haben ihren bisherigen Bürgermeister im Amt bestätigt. Nach dem vorläufigen Endergebnis entfielen 5093 Stimmen auf den 57-Jährigen. Das entspricht 57,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,4 Prozent. Seine Herausforderin von der CDU, Uda Bastians, erhielt 42,2 Prozent der abgegebenen Stimmen.

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Beide gut gelaunt nach spannendem Duell: Wahlsieger Michael Grubert (SPD) mit seiner Gegenkandidatin Uda Bastians in Kleinmachnow.

Quelle: Christel Köster

Kleinmachnow. Der alte ist der neue: In Kleinmachnow hat am Sonntagabend Amtsinhaber Michael Grubert (SPD) die Bürgermeisterwahl für sich entschieden. Nach dem vorläufigen Endergebnis entfielen 5093 Stimmen auf den 57-Jährigen. Das entspricht 57,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,4 Prozent. Seine Herausforderin von der CDU, Uda Bastians, erhielt 42,2 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Erster Gratulant mit Blumenstrauß war der Linke Klaus-Jürgen Warnick, Fraktionschef von Linke/Piraten. Danach lagen sich der Wahlsieger und seine Ehefrau Jana in den Armen. „Ich freue mich“, rief Grubert sichtlich gelöst von der Bühne den Kleinmachnowern im proppenvollen Bürgersaal des Rathauses zu. Gleich nach dem Dank an Frau und Familie nach dem „sehr anstrengenden Wahlkampf“ würdigte der Gewinner seine Herausforderin: „Sie war eine sehr gute Gegenkandidatin.“ Als Uda Bastians auf die Bühne trat, um zu gratulieren, brach tosender Applaus los. Den Arm um ihre Schulter gelegt, sagte Grubert: Dass ihnen beiden das Wohl von Kleinmachnow am Herzen liege und er auf gute Zusammenarbeit rechne. „Ich bin sehr zufrieden. Das Ziel ist erreicht. Ich danke allen Unterstützern. Es wird eine schöne Amtszeit werden, in der wir den Ort weiter gestalten“, sagte Grubert der MAZ.

Ehefrau Jana Grubert drückt ihren Mann und gratuliert ihm zu seinem Wahlerfolg

Ehefrau Jana Grubert drückt ihren Mann und gratuliert ihm zu seinem Wahlerfolg.

Quelle: Christel Köster

Auf dem Weg zum klaren Vorsprung hatte zunächst allerdings die 44-jährige Kandidatin, die von CDU und FDP nominiert worden war, die Nase vorn. Entsprechend fiel auch der Beifall ihrer Unterstützer aus, als das erste Ergebnis auf der Leinwand aufploppte: Die Christdemokratin lag mit 52, 8 Prozent vor Grubert mit 47, 2 Prozent. „Im Augustinum wird immer schwarz gewählt“, hieß es ringsum. Dennoch blieb die Stimmung im Saal bei Bier, Wein, Wasser, Brezeln, Buletten und auf dem Boden sitzenden Kindern angespannt. Der Amtsinhaber ließ sich lange nicht blicken, sondern per Handy von seiner Tochter die Ergebnisse nach Hause durchgeben. Als Grubert das erste Mal mit 52 Prozent Bastians überholt hatte, wagten seine Anhänger den ersten erleichterten Applaus. Beim Stand von 56,5 Prozent raunten sich später an den Tischen die CDU-Freunde zu „wenn das so weitergeht, müssen wir Frusttrinken machen“.

Doch Uda Bastians zeigte sich nach der Niederlage nicht niedergeschlagen: „Alles, was über 40 Prozent ist, ist okay“, sagte sie der MAZ. Es sei „natürlich schade, aber dieser Wahlkampf hat dem Interesse an Kommunalpolitik einen Schub gegeben. Wir werden nachhaken, was Herr Grubert versprochen hat“, so Bastians. Hoch zufrieden mit dem Ergebnis zeigten sich die SPD, Pro Kleinmachnow und die Grünen. Für Henry Liebrenz, Kreischef der Grünen und Gemeinderatsmitglied in Kleinmachnow, ist das Ergebnis von Bastians allerdings „nicht nur ein Achtungserfolg, sondern auch ein Statement von der Bürgerschaft an den Bürgermeister, über einige Sachen noch einmal nachzudenken“. Für Roland Templin (BiK) ist der Sieg Gruberts „nicht unerwartet, wenn auch unverdient“. Für die BiK bedeute das, dass „wir weiterhin mit leeren Versprechungen in acht Jahren rechnen müssen“, so Templin. Der Linke Warnick ist froh, dass wir hier, anders als in den USA, zwei gute Kandidaten hatten und mein Kandidat gewonnen hat“.

Aufmerksam verfolgen die Kleinmachnower den Verlauf der Wahl im Bürgersaal

Aufmerksam verfolgen die Kleinmachnower den Verlauf der Wahl im Bürgersaal.

Quelle: Christel Köster

Auch die beiden Amtskollegen der Nachbargemeinden sind zufrieden: Jetzt könne die „ehrliche, angenehme und konstruktive Zusammenarbeit weitergehen“, so der Teltower Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD). Auch Bernd Albers (BfB), in Stahndorf im Frühjahr ebenfalls wiedergewählt, lobte die bisherige Zusammenarbeit der beiden Kollegen und befand, „dass die Kontinuität für die Region gut ist“.

Ergebnisse der Kleinmachnower Bürgermeisterwahl

57,8
Prozent der abgegeben Stimmen fielen auf Amtsinhaber Michael Grubert (SPD). Insgesamt votierten 5093 Kleinmachnower für den 57-Jährigen.

Der SPD-Politiker war 2009 zum Bürgermeister gewählt worden.

42,2
Prozent der abgegeben Stimmen erhielt Herausforderin Uda Bastians (CDU). Die 44-Jährige erhielt 3718 Stimmen.

Die unterlegene Kandidatin setzt sich als Referentin beim Deutschen Städtetag für Kommunen ein.

54,4
Prozent betrug die Wahlbeteiligung . Von 16 393 Wahlberechtigten sind demnach 8921 zur Wahl gegangen.

In vier von 18 Stimmbezirken (inklusive der Briefwahlbezirke) konnte sich CDU-Kandidatin Uda Bastians durchsetzen, am deutlichsten im Bezirk der Maxim-Gorki-Gesamtschule mit 54,8 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Im Wahlbezirk der Wasserbauschule fuhr Amtsinhaber Michael Grubert sein bestes Ergebnis ein: Dort erreichte der SPD-Politiker mit 73,2 Prozent der abgegebenen Stimmen einen Spitzenwert.

Von Claudia Krause

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