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Potsdam-Mittelmark Michendorf: Bauboom sprengt Kita-Kapazitäten
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf: Bauboom sprengt Kita-Kapazitäten
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18:51 18.03.2016
Quelle: dpa
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Michendorf

Der deutschlandweit agierende Projektentwickler NCC plant den Bau von 78 neuen Wohnhäusern auf einem Areal an der Michendorfer Bahnstraße. Wie das Fürstenwalder Unternehmen mitteilte, sollen dort ab Ende dieses Jahres 52 Reihenhäuser, 18 Doppelhaushälften und acht freistehende Einfamilienhäuser vor allem für junge Familien entstehen.

Auf dieser Fläche sollen die Wohnhäuser entstehen. Quelle: Dieter Herrmann

Der neue Bauboom – auch auf dem früheren Teltomat-Gelände könnten weitere Häuser errichtet werden – bringt die Kommune in die Bredouille. „Damit werden die Kapazitätsgrenzen in unseren Kitas und Schulen überschritten“, sagte Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU). Er hält deshalb einen zusätzlichen Kindergarten für notwendig und will einen entsprechenden Grundsatzbeschluss in die nächste Gemeindevertretersitzung einbringen. Der Beschluss-Vorschlag sieht vor, eine private Immobilie in Michendorf zu kaufen, um darin eine Kita einzurichten. Um welches Gebäude es sich handelt, wollte Mirbach noch nicht sagen. Für die Erweiterung des Michendorfer Grundschulstandorts sind die Weichen von den Gemeindevertretern bereits gestellt worden. Die Pläne dafür sind derzeit in Arbeit und sollen in einer der nächsten Bauausschuss-Sitzungen vorgestellt werden.

Michendorf knackt 12000-Marke

Die Gemeinde Michendorf wächst kontinuierlich weiter und hat inzwischen die 12 000-Marke geknackt.

Laut Bettina Krämer vom Einwohnermeldeamt leben in der Kommune derzeit 12 243 Menschen. Ende 2006 waren es 9512, Ende 2008 schon 10 500 und Ende 2011 wurden 11 787 gezählt.

Die Firma NCC hat die Grundstücke in der Bahnstraße im Februar erworben, um dort in den nächsten zwei Jahren das neue Viertel zu bauen. „Michendorf ist ein hochattraktiver Wohnort, der dank der perfekten Anbindung an den Großraum Berlin-Potsdam schon seit Jahren kontinuierlich wächst“, sagte NCC-Projektleiter Robert Mantzke. Die Firma will auch dafür sorgen, dass das gesamte Wohngebiet an der Bahnstraße vor dem Zug-Lärm der nahegelegenen Bahnstrecke geschützt ist. „Der Gemeinde ist es gelungen, den Bau der Lärmschutzwand in einem städtebaulichen Vertrag festzuschreiben“, sagte Mirbach. Verabredet war ihr Bau schon vor 20 Jahren mit einem damaligen Investor. Jetzt soll die Schutzwand noch 2016 entstehen.

Von Jens Steglich

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