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Hier wird das Einzelgrab richtig teuer

Friedhöfe in Michendorf Hier wird das Einzelgrab richtig teuer

Nach 14 Jahren beschlossen die Michendorfer Gemeindevertreter mehrheitlich höhere Gebühren für Grabstätten und Bestattungen auf den beiden kommunalen Friedhöfen in Michendorf und Langerwisch. Die Gemeindeverwaltung begründet die Teuerung mit Instandhaltungskosten für die Ruhestätten.

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Sterben wird in Michendorf teurer: Die Gemeinde erhöht ihre Gebühren für die Grabanlagen und die Bestattungen auf ihren beiden kommunalen Friedhöfen in Michendorf und in Langerwisch.

Quelle: Gemeinde

Michendorf. Das Sterben wird in Michendorf teurer. Nach 14 Jahren beschlossen die Gemeindevertreter am Montagabend mehrheitlich höhere Gebühren für Grabstätten und Bestattungen auf den beiden kommunalen Friedhöfen in Michendorf und Langerwisch. Eine Erdbestattung in einem Einzelgrab mit einer Nutzung für 20 Jahre kostete bisher 1060 Euro. In Zukunft müssen Hinterbliebene dafür 1630 Euro zahlen. Die Kosten für ein Urnengrab steigen von 365 Euro auf 660 Euro. Die Gemeindeverwaltung begründet die Gebührenerhöhung mit Ausgaben für die Instandhaltung der Friedhöfe in den vergangen Jahren. So wurden beispielsweise Wasserleitungen gelegt, die Friedhofsmauer und die Trauerhalle saniert sowie neue Bänke für sie beschafft, zählt Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) auf.

„Damit liegen wir noch immer im unteren Bereich der Sätze, die in umliegenden Kommunen verlangt werden“, erklärt das Gemeindeoberhaupt. Wegen der günstigen Preise wären schon Bestattungswünsche aus ganz Deutschland und sogar aus einem Nachbarland an die Gemeinde herangetragen worden. Diesem „Friedhofstourismus“ sei jetzt mit einer ebenfalls neuen Friedhofssatzung ein Riegel vorgeschoben worden, nach der auf den kommunalen Ruhestätten nur noch Einwohner der Gemeinde bestattet werden dürften, so Mirbach.

Kritik an den neuen Gebühren kommt unter anderem vom FDP-Fraktionsvorsitzenden Hartmut Besch, von seinem SPD-Kollegen Volker-Gerd Westphal und dem Bündnisgrünen Volker Wiedersberg. Sie halten die rund 300-prozentige Erhöhung für überzogen und hätten sich mehr Beratungszeit gewünscht, um eventuell eine moderatere Lösung oder zumindest eine Übergangsregelung finden zu können.

Von Heinz Helwig

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