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Michendorf kauft Rodelberg

Gemeinde will von Bahn Flächen erwerben und sie als Erholungsareale sichern Michendorf kauft Rodelberg

Die Gemeinde Michendorf will der Deutschen Bahn Flächen an der Schmerberger Straße abkaufen, um den Bereich langfristig für Erholungszwecke zu sichern. Auf den Grundstücken findet sich auch eine Hügellandschaft, die im Winter von den Michendorfern gern zum Rodeln genutzt wird.

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Die Gemeinde will das Rodeln in Michendorf dauerhaft sichern.

Quelle: Archiv

Michendorf . Das winterliche Rodelvergnügen soll in Michendorf dauerhaft gesichert werden. Die Gemeinde hat jetzt dafür zumindest jene Schritte eingeleitet, die in ihrer Macht liegen. Am Ende muss freilich auch Frau Holle mitspielen und im Winter den nötigen Schnee liefern. Tut sie das, dürfte dem Rodeln auch in den nächsten Jahren nichts im Wege stehen. Die Gemeinde Michendorf jedenfalls will der Deutschen Bahn knapp ein Dutzend Flurstücke an der Schmerberger Straße abkaufen, um den Bereich langfristig als Erholungsfläche zu sichern. Auf dem Areal befindet sich auch eine Hügellandschaft, die im Winter als Rodelberg genutzt wird.

Den Kauf der Flächen haben die Gemeindevertreter jüngst hinter verschlossenen Türen beschlossen. Es geht um insgesamt 23 875 Quadratmeter, die im Außenbereich liegen und momentan noch im Besitz der Deutschen Bahn sind. Über Summen wurde nichts gesagt, weil der Kauf noch nicht vollzogen ist. Da sich die Grundstücke aber im Außenbereich befinden und daher kein Bauland sind, dürfte sich der Preis in Grenzen halten.

„Wir kaufen die Flächen selbst, bevor jemand auf die Idee kommt, sie zu erwerben, um dort zum Beispiel Pferdekoppeln oder ähnliches daraus zu machen“, sagte Michendorfs Ortsbürgermeister Hartmut Besch (FDP) der MAZ. Es gehe um die langfristige Sicherung eines „Grünflächen-Ensembles“, das von den Leuten angenommen werde – im Winter zum Rodeln, im Sommer zum Spazieren, so Besch. Das Areal ist auch bei Hundebesitzern beliebt, weil die Vierbeiner Auslauf haben. „Man kann dort eine zusammenhängende Erholungsfläche für die Michendorfer schaffen“, sagte er. Gleich in der Nähe befindet sich zum Beispiel auch der Entenpfuhl, der wieder renaturiert werden soll. Geplant ist, den Entenpfuhl zusammen mit dem Herthasee einer Gewässersanierung zu unterziehen – als eine der Ausgleichsmaßnahmen, die für den geplanten Ausbau der A 10 fällig werden. Beide Gewässer in Michendorf haben schon wesentlich bessere Zeiten erlebt und sind heute nur noch Tümpel. Im fast verlandeten Herthasee konnte man früher baden. Er hatte einst eine kleine Insel, viele Seerosen, Fische und zwischenzeitlich sogar einen Fischer.

„Am Entenpfuhl gab es früher Stege, es wurde geangelt. Und im Winter sind die Kinder auf dem Teich Schlittschuh gelaufen“, weiß der Ortsbürgermeister. Das soll noch in den 1970 Jahren so gewesen sein. Inzwischen ist aus dem Dorfteich ein zugewachsener Tümpel geworden.

Als Michendorf noch eine eigenständige Gemeinde war, gab es erste Versuche, den Entenpfuhl wiederzubeleben. In einer Expertise kamen Planer zu dem Schluss, dass sein Renaturierung damals etwa 100 000 D-Mark (51 130 Euro) gekostet hätte.

Von Jens Steglich

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