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Städtepartner bauen Kontakte aus

Michendorf Städtepartner bauen Kontakte aus

Auf der XIV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz im südrussischen Krasnodar traf sich Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) mit dem Bürgermeister von Novoje Devjatkino, Dimitri Majorov, zu einem Gespräch. Die märkische Gemeinde unterhält seit vier Jahren partnerschaftliche Beziehungen zur Stadt bei St. Petersburg.

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Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU, l. oben) und Matthias Platzeck, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums (SPD, M.oben) gratulieren dem Team der SG Michendorf zum 4. Platz im Fußballturnier.

Quelle: Gemeinde Michendorf

Michendorf. Auf der XIV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz unlängst im südrussischen Krasnodar trafen sich Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) und seine Gruppe mit dem Bürgermeister von Novoje Devjatkino, Dimitri Majorov, und seiner Abordnung zu einem Gespräch. Die märkische Gemeinde unterhält seit vier Jahren partnerschaftliche Beziehungen zur Stadt bei St. Petersburg. In der dreitägigen Konferenz, in deren Mittelpunkt der Ausbau der wirtschaftlichen und kulturellen Kontakte zwischen den Kommunen beider Länder standen, riefen Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow das Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018 aus.

„Unser langfristiger Wunsch ist es, Menschen aller Altersgruppen und Ebenen in die zukünftige Städtepartnerschaft einzubinden und somit die Beziehungen mit Leben zu erfüllen“, sagte Mirbach nach dem Treffen. Ein Austausch im Kitabereich sei bereits erfolgt. In der Städtepartnerkonferenz habe der Sport im Fokus gestanden und Jens Dreyer, Vorsitzemder des Allgemeinen Sportvereins (ASV) Michendorf, erste Kontakte zu russischen Sportlern geknüpft, so der Bürgermeister. Er ruft Vereine, Politiker, Firmen, Musiker, Sportler und Künstler auf, diesem Beispiel zu folgen. Für das nächste Jahr kündigt Mirbach eine Doppelausstellung an, die von Matthias Jurke und seinem Wildenbrucher Kunst- und Kulturverein „atelier of art“ koordiniert werden soll. Diese Ausstellung soll Arbeiten von Schülern aus den beiden Partnerstädten zeigen.

„Wir haben mit Novoje Devjiatkino einen Partner gefunden, mit dem uns einige Gemeinsamkeiten verbinden“, erklärt Mirbach. So liege die russische Stadt ebenfalls im „Speckgürtel“ einer Metropole. Michendorf könne aktuell verfolgen, wie bei stetigem Bevölkerungszuwachs auch die Infrastruktur ausgebaut werden müsse. Beim Abschluss der Städtepartnerschaft 2013 hätte Novoje Devjatkino mit rund 12 000 Bürgern etwa noch genauso viele Einwohner wie die Gemeinde Michendorf gehabt. Mittlerweile sei die Bevölkerungsdichte des russischen Partners auf mehr als 20 000 Einwohner gestiegen.

Parallel zur Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz fand erstmals im Rahmen einer solchen Tagung ein Jugendforum statt. Mehr als 100 junge Leute aus deutschen und russischen Partnerstädten entwarfen gemeinsam Ideen für einen kommunalen Jugendaustausch. Mit Blick auf die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland standen dabei besonders sportliche Initiativen im Vordergrund. Als Beispiel wurde während der Konferenz ein Turnier „Straßenfußball für Toleranz“ veranstaltet. Bei diesem Turnier konnte das Team der SG Michendorf mit Mannschaftskapitän Steve Görmer unter 12 deutschen und russischen Mannschaften den 4. Platz belegen. Außenminister Gabriel nutzte die Veranstaltung zu einem offenen Gespräch mit den Jugendlichen. Besonders interessierten ihn dabei die Erfahrungen in der bisherigen Partnerschaft zwischen Michendorf und Novoje Devjatkino.

Veranstaltet werden die Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenzen vom Deutsch-Russischen Forum, dessen Vorsitzender Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) ist, und dem Verband der russischen Städte auf russischer Seite. Die Konferenzen finden alle zwei Jahre abwechselnd in Deutschland und in Russland statt und sollen ein Netzwerk zwischen den Partnerstädten auf beiden Seiten aufbauen.

Von Steffi Amelung und Heinz Helwig

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