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Potsdam-Mittelmark Asphalt für die Straße und Wasser für den Irissee
Lokales Potsdam-Mittelmark Asphalt für die Straße und Wasser für den Irissee
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19:24 28.02.2018
Die Albert-Schweitzer-Straße bekommt beim Ausbau zum großen Teil eine Asphaltschicht, nur ein kleiner Abschnitt behält Pflastersteine. Quelle: Jens Steglich
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Wilhelmshorst

Die Gemeinde Michendorf saniert dieses Jahr eine der schlimmsten Huckelpisten von Wilhelmshorst und verbindet den Straßenausbau zugleich mit einer Rettungsmaßnahme für den Irissee. Die Albert-Schweitzer-Straße, von der hier die Rede ist, bekommt beim Ausbau auch eine neue Regenentwässerung. Geplant ist, künftig das auf der Straße anfallende Regenwasser komplett in den Irissee einzuleiten, der in den vergangenen Jahren massiv an Wasser verloren hat. Bevor es in den See gelangt, wird das Regenwasser in einer Sedimentationsanlage gereinigt, die Schadstoffe herausfiltert.

Laut Bauamtsleiter Christopher Gerhardt beginnen die Arbeiten an der Albert-Schweitzer-Straße Ende März/Anfang April. Im November sollen Fahrbahn samt Gehweg und Entwässerung fertig sein und der Irissee bei Regen zusätzliches Wasser abbekommen. Die Straße, die derzeit gepflastert ist, erhält zum großen Teil eine Asphaltschicht. Nur ein kleiner Abschnitt im Mittelteil behält Pflastersteine. „Das ist eine Auflage der Denkmalschutzbehörde“, sagte Gerhardt. Die Gemeinde hatte bei der Ausschreibung des Projekts wegen der brummenden Baukonjunktur und den vollen Auftragsbüchern bei den Firmen mehrere Anläufe gebraucht, um ein wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen. „Die ersten beiden Ausschreibungen wurden aufgehoben, weil die Ergebnisse trotz ordnungsgemäßer Kostenschätzungen weit über dem Kostenrahmen lagen“, so der Bauamtsleiter. Bei der zweiten Ausschreibung im November 2017 hatte sich der Baupreis sogar verdoppelt. Er lag dann schon bei 1,4 Millionen Euro. „Die Preise haben sich inzwischen aber normalisiert.“ Die Gemeinde hatte 750 000 Euro für den Ausbau in den Haushalt eingestellt. „Bei der dritten Ausschreibung sind wir unter dem Haushaltsansatz geblieben“, sagte Gerhardt. Eine genaue Kostensumme wollte er noch nicht nennen, weil in der Ausschreibung die Widerspruchsfrist für den Mitbewerber noch nicht abgelaufen ist.

Bei Ausbau von Straße und Gehweg werden die Anlieger an den Kosten beteiligt. Die Holperpiste gehört zu den wichtigsten Straßen in Wilhelmshorst. Sie führt von der Peter-Huchel-Chaussee zum Gemeindezentrum und zum Bahnhof und gilt deshalb als Haupterschließungsstraße. Anlieger tragen hier 40 Prozent der Fahrbahnkosten, die Gemeinde 60 Prozent. Bei den Gehwegen werden die Kosten geteilt. Zum Vergleich: Beim Ausbau einer Anliegerstraße zahlen Anlieger 70 Prozent der Fahrbahnkosten.

Die Albert-Schweitzer-Straße lan­­dete auf der Prioritätenliste, „weil sie auf Dauer nicht mehr reparierbar war“, sagte Gerhardt. Der Zustand des Irissees ist offenbar reparierbar. „Er erholt sich langsam wieder“, so der Befund des Wilhelmshorster Ortsvorstehers Gerd Sommerlatte (FBL-UWG). Der Wasser- und Bodenverband Nuthe-Nieplitz hatte auf Drängen der Gemeinde in der vergangenen Woche Schlamm und Laub an den Kopfseiten des Sees ausgebaggert, um die Situation zusätzlich zu verbessern. Von seiner früheren Pracht und Größe ist der Irissee aber noch weit entfernt. Das Schrumpfen des Sees, der keinen natürlichen Zufluss mehr hat, sorgte in den vergangenen Jahren wiederholt für Wirbel im Ort. Der Irissee bildet mit einigen Häusern am Ufer, die Architekt Albert Gessner entwarf, und der Straße Am Irisgrund ein Ensemble, das als Gartendenkmal unter Schutz steht.

Straße wird zeitweise voll gesperrt

Während der Arbeiten muss die Albert-Schweitzer-Straße zeitweise auch voll gesperrt werden, allerdings nicht über die komplette Bauzeit bis November.

Während der Vollsperrungen gelangen Autofahrer über den Irisgrund, Rosenweg und der Straße An den Lauben zum Wilhelmshorster Bahnhof.

Irissee und Blanker Teich in Wilhelmshorst sind Teil einer Gewässerkette, die von Michendorf bis Bergholz-Rehbrücke reichte und nach der letzten Eiszeit entstand.

Zur Seenkette gehören auch der Herthasee in Michendorf und das Lange Fenn und das Teufelsfenn in Bergholz-Rehbrücke.

Von Jens Steglich

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